Walter Jens, Der arme Jesus. Über die Notwendigkeit einer verfremdenden Betrachtung biblischer Texte: „Wie nüchtern und wie prall von Wirklichkeit nimmt sich, was hier beschrieben wird, aus, wer­den sie denken, die drei, und werden sich Wüste und Tempel, Mücken und Netze so genau vorstellen können, als läge Jerusalem nah bei Seoul, mitten in Afrika oder auf Ceylon: Bäuerliche Gleichnisse, Fischerge­schichten, Fangfragen, wie sie die Intellektuellen lieben, die Worteverdreher im Schulhaus und den Gemeindezentren der Partei – alles lebensnah und mühelos vom Einst ins Jetzt übertragbar.“

Der arme Jesus. Über die Notwendigkeit einer verfremdenden Betrachtung biblischer Texte Von Walter Jens Die Füchse haben Gruben, und die … Mehr

Wilhelm Vischer, Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Leben (1938): „Der Christus ist der von Gott selbst gesalbte Priesterkönig des auserwählten Volkes, dessen Ankunft alle Worte des Alten Testaments ankündigen. Deshalb berufen sich die neutestamentlichen Verkündiger beständig auf das, was im Alten Testament geschrieben steht. Nur so können sie Jesus von Nazareth als den Christus verkündigen. Nur durch die Beziehung auf das Alte Testament kann gezeigt und erkannt werden, dass er der Messias ist, und was es heißt, dass er der Messias ist.“

Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Leben Von Wilhelm Vischer Die einzigartige Bedeutung des Alten Testaments für das … Mehr

Robert Walser, Saul und David (1919): „Der Speer saust dicht an ihm vorbei. Der König ist wahnsinnig. David lacht und ruft: ‚Das hätte mich durchbohren können. Ich danke für die gute Absicht, bin aber froh, daß ich noch lebendig bin. Kopf und Herz und der unverstümmelte Körper! Damit will ich es wagen, und kein schwächliches Gefühl soll mich je im Leben hemmen.'“

Saul und David Von Robert Walser Zimmer im Palast von Judäa. Mürrisch sitzt Saul auf dem Thron. Wenn ich „mürrisch“ … Mehr

Søren Kierkegaards erbauliche Rede über die Sünderin (Lukas 7,36-50): „Es gibt einen Trost, der zu Christi Lebzeiten noch nicht da war, den Christus also nicht selbst einem anbieten konnte: den Trost seines versöhnenden Todes, als eines Pfandes dafür, daß die Sünden vergeben sind. Zu seinen Lebzeiten ist Christus für den mit ihm Gleichzeitigen vorzugsweise das Vorbild.“

Eine erbauliche Rede Von Søren Kierkegaard 1850 Dem Andenken des verstorbenen Michael Pedersen Kierkegaard meines Vaters ist diese kleine Schrift … Mehr