Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert: „Ich glaube, dass ich nicht glauben kann. Mit diesem Paradoxon wird menschlicher Heils­glaube als göttliches Werk bestimmt. Der Heilige Geist wirkt durch das Evangelium den Heilsglauben. Damit ist keine menschliche Heilsentscheidung, sondern ein menschliches Heilsvertrauen angesprochen. Man könnte dabei sagen: Gottes Wort vertraut sich uns durch den Heiligen Geist an – das ist unser Glaube. Das Evangelium schafft das Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit zu unserem Heil.“

Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert Wenn es in der evangelischen Lehre um die Rechtfertigung des Sünders … Mehr

Ich habe nicht Recht – Gott sei Dank: „Kommt der Zuspruch ‚Dir sind deine Sünde vergeben um Christi willen‘ im eigenen Glauben – d.h. im eigenen Christusbe­dingten Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit – für uns zur Geltung, vollzieht sich für unser Menschsein die lebensentscheidende Umkehrung. Ich muss als Mensch nicht aus meiner eigenen Selbstbehauptung leben – gleichsam wie in einer Ritter­rüstung mit geschlossenem Visier –, sondern kann in Jesus Christus der liebestiefen Annahme meines Lebens offen ins Augen sehen. Wenn ich zu mir selbst sagen kann ‚ich habe nicht Recht, sondern Er hat für mich Recht‘, gebe ich mich selbst nicht verloren, sondern überlasse mich Seiner Gerechtigkeit und finde mich in Jesus Christus als Seinem Ebenbild wieder.“

Ich habe nicht Recht – Gott sei Dank „Ich habe nicht Recht“ ist für Christen der Grundsatz menschlicher Selbstgewissheit. Eine … Mehr

Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie im Anschluss an Psalm 8: „Psalm 8 ist für die Rede vom Menschen in der christlichen Lehre wie auch im christlichen Leben maßgeblich, wird doch explizit darin die Frage nach dem Menschsein gestellt. Aller­dings liefert der Psalm selbst keine Definition des Zustandes ‚Menschsein‘, sondern findet den Menschen im staunenden Gotteslob. Gerahmt ist der Psalm vom göttlichen NAMENslob: ‚HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!'“

Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie im Anschluss an Psalm 8 Was ist der Mensch? heißt die Frage, die es … Mehr

Zu Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für eine nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe: „Ein religionsloses Christentum stellt das Evangelium Jesu Christi als eigensinnige Botschaft vor. An Stelle einer hermeneutischen Transformation der Botschaft tritt die narrative Invitation in das Evangelium: Menschen sollen in die Namensgeschichte des Gottes und seines Sohnes Jesus Christus hineingenommen werden.“

Zu Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für ein religionsloses Christentum bzw. für eine nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für ein … Mehr

Alfons Deissler über das Ethos des Alten Testaments: „Auf die bundeswillige personale Zukehr Gottes zum Menschen soll der Mensch (‚als Partner Gottes‘) antwortend sich verwirklichen in einem tätigen ‚Ja‘ zu JHWH u. damit ‚in, durch und mit JHWH‘ sich der Welt und der menschlichen Gemeinschaft zukehren in Gesinnung, Wort u. Tat. Damit werden ‚Weltdienst‘ und ‚Menschendienst‘ im Alten Testament in den Rang des ‚JHWH-Dienstes‘ er­hoben.“

Ethos des Alten Testaments Von Alfons Deissler Religionsgeschichtlich wird die „Existenz Israels vor JHWH“ mit Recht als „ethische Reli­gion“ gekennzeichnet. … Mehr