Karl Barth, Vom Nutzen der Historie. Zu Römer 4,17b-25 (Der Römerbrief, 1922): „Wir haben letztlich gar nicht die Möglichkeit, eine andere Art von Historie als die der Genesis, eine bloß analytische Historie zu treiben und besser wäre es, daran von vornherein zu denken. Wir sind nun einmal in das Selbstgespräch des Gleichzeitigen in Vergangenheit und Gegenwart verwickelt. Die Genesis sagt uns nun einmal von Abraham das, was uns angeht, auch wenn unser Bewußtsein davon sehr schwach ist und was wir werden hören müssen, auch wenn unsere Betrachtungsweise einer solchen Gestalt eine sehr andere ist als die der Genesis. Denn ‚wir glauben an den, der den Herrn Jesus von den Toten erweckte‘. Wir stehen schon in der Problematik, die uns die Genesis als die Problematik des Lebens Abrahams zeigt: auf der Grenze zwischen Tod und Leben, zwischen dem tiefen Gefallensein des Menschen, das die Verneinung Gottes bedeutet, und der Gerechtigkeit Gottes, die die Verneinung des Menschen bedeutet. Wir stehen mit dem Abraham der Genesis, der noch viel ‚unhistorischer‘ ist als die Analytiker sich träumen lassen, vor der Unmöglichkeit der Erkenntnis, vor der Unmöglichkeit der Auferstehung, vor der Unmöglichkeit der in Gott begründeten und von Gott zu erwartenden Einheit von Diesseits und Jenseits.“

Vom Nutzen der Historie. Zu Römer 4,17b-25 (Der Römerbrief, 1922) Von Karl Barth V 17b Abraham ist unser aller Vater … Mehr

Martin Luther über die Philosophie und Metaphysik in seiner Vorlesung zum Römerbrief 1515/16 zu Römer 8,19: „Deshalb seid ihr die besten Philosophen, die besten Beobachter der Dinge, wenn ihr vom Apostel gelernt habt, die Kreatur zu betrachten, die wartet, stöhnt, gebärt, das heißt, das verabscheut, was ist, und das Zukünftige begehrt, was noch nicht da ist. Dann nämlich wird das Wissen um die Realität der Dinge, der Zufälle und der Unterschiede bald verachtet.“

Über die Philosophie und Metaphysik Von Martin Luther Zu Römer 8,19 (Nam Expectatio Creature) Der Apostel philosophiert über die Dinge … Mehr

Wilhelm Vischer, Das Geheimnis Israels. Eine Erklärung der Kapitel 9-11 des Römerbriefs (1948): „Das einzige, was dir zu tun bleibt, ist glauben und bekennen. Bekennen heißt im Griechischen wörtlich „das gleiche sagen“, in diesem Fall also sagen, was Gottes Wort und Geist dir sagen: Jesus ist der HErr. In ihm ist der rettende Name Gottes kundgetan, das Tetragramm des Alten Testaments ist „vokalisiert“ als „Jesus“, und jeder, der das ausspricht, verfügt über die Wundermacht eines Baal schem tow.“

Das Geheimnis Israels. Eine Erklärung der Kapitel 9-11 des Römerbriefs[1] Von Prof. D. WILHELM VISCHER, Montpellier Einleitung Das „Geheimnis Israels“ … Mehr

Martin Luther, Vorrede zum Römerbrief (1522): „Das aber ist die rechte Freiheit von der Sünde und vom Gesetz, von der Paulus bis ans Ende dieses Kapitels schreibt, dass es die Freiheit bietet, nur Gutes zu tun mit Lust und recht zu leben ohne den Zwang des Gesetzes. Deshalb ist diese Freiheit eine geistliche Freiheit, die nicht das Gesetz aufhebt, sondern zeigt, was vom Gesetz gefordert wird, nämlich Lust und Liebe, womit das Gesetz gewissermaßen zur Ruhe gebracht wird und nicht mehr anzutreiben und zu fordern hat.“

Vorrede zum Römerbrief (1522) Von Martin Luther Dieser Brief ist das rechte Hauptstück des Neuen Testamentes und enthält das allerlauterste … Mehr

Julius Schniewinds Predigt über Römer 1,17 (1946): „Das wahre Leben ist Christus. Christus ist mein Leben! Er nimmt mir alle meine Sünden ab. Das spricht er zu mir im Wort und Sakrament. Das Wort wird mir, dem einzelnen, persönlich zugesprochen in Beichte und Absolution. Wie ist das unter uns so selten geworden!“

Predigt über Römer 1,17 Von Julius Schniewind Liebe Gemeinde! Es ist eine sehr feierliche und ernste Stunde, zu der wir … Mehr

Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert: „Ich glaube, dass ich nicht glauben kann. Mit diesem Paradoxon wird menschlicher Heils­glaube als göttliches Werk bestimmt. Der Heilige Geist wirkt durch das Evangelium den Heilsglauben. Damit ist keine menschliche Heilsentscheidung, sondern ein menschliches Heilsvertrauen angesprochen. Man könnte dabei sagen: Gottes Wort vertraut sich uns durch den Heiligen Geist an – das ist unser Glaube. Das Evangelium schafft das Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit zu unserem Heil.“

Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert Wenn es in der evangelischen Lehre um die Rechtfertigung des Sünders … Mehr