„Am Anfang war das Jubeljahr“. Wie der römische Jubiläumsablass von 1300 mit dessen Nachfolgern das Setting für die protestantische Feier … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Martin Luther über Galater 5,1 – Zur Freiheit hat uns Christus befreit!: „Es geht um die Freiheit, zu der Christus uns befreit hat, nicht um die Freiheit aus irgendeiner menschlichen Knechtschaft oder Tyrannengewalt, sondern um die Freiheit von dem ewigen Zorn Gottes. Wo? Im Gewissen. Hier hat unsere Freiheit ihren Ort und will diese Grenzen nicht überschreiten.“
Martin Luther muss für den Protestantismus als Apostel bürgerlicher Freiheit und emanzipatorischer Selbstbestimmung herhalten, als hätte er nie De servo … Mehr
Karl Barth in Sachen Barmen-Gedächtnis (1964): „Barmen ist zu einer alten Fahne geworden, die man alle fünf Jahre entrollt vor den Augen der kaum interessierten Jugend ein bißchen hin und her schwenkt und dann wieder in die Mottenkiste versorgt. Das mag ich nicht unterstützen.“
Nachdem ja die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nun einen Satz zu Barmen in ihren Grundartikel eingefügt hat („In der Barmer … Mehr
Heinrich Vogel über den Glauben an Gott: „Der Glaube ist nicht seine eigene Wahrheit. Er kann die Wahrheit darum auch nicht in einer Selbstbesinnung und in einem Selbstverständnis erschließen. Gott ist Gott in der ewigen Priorität seines Gottseins vor allem unserem Glauben und Bekennen. Dass er als der Gott für uns Gott ist, das und das allein ermöglicht, begründet und wirkt unsern Glauben an Gott.“
Was Heinrich Vogel seinerzeit in seiner Auslegung zum Nicaenischen Glaubensbekenntnis einleitend geschrieben hat, ist immer noch bedenkenswert: Über den Glauben … Mehr
Ist das Nizänum wirklich „ein Sieg der Priester über den Glauben des christlichen Volkes“ (Adolf von Harnack)? „Ein Manko der Westkirche ist jedoch, dass das Nicäno-Konstantinopolitanum nicht regulärer Inhalt der Katechese gewesen ist. Auch heute noch legen Theologen fast ausschließlich das Apostolische Glaubensbekenntnis aus. Eine gründliche Auslegung des Nizänums könnte Christen einen Zugang zum Glauben an die Menschwerdung des Gottessohnes ermöglichen, die ja im Apostolikum missverständlich angesprochen und nicht wirklich entfaltet ist.“
Ist das Nizänum wirklich „ein Sieg der Priester über den Glauben des christlichen Volkes“ (Adolf von Harnack)? Im zweiten Band … Mehr
Hans Joachim Iwand über das Kreuz Christi: „Unser Glaube beginnt genau da, wo die Atheisten meinen, dass unser Glaube zu Ende sein müsse. Unser Glaube beginnt in jener Härte und Nacht, die die Nacht des Kreuzes, der Verlassenheit, der Anfechtung ist, des Zweifels an allem, was es gibt. Wirklich: was es gibt! Unser Glaube muss dort geboren werden, wo alle Gegebenheiten ihn verlassen. Er muss geboren werden aus dem Nichts, muss dieses Nichts schmecken und zu schmecken bekommen, wie sich das kein Philosoph des Nihilismus vorstellen kann.“
In seiner Bonner Christologie-Vorlesung zu Tod und Auferstehung von 1959 hat Hans Joachim Iwand in wenigen Worten eine theologia crucis … Mehr
Rudolf Bultmann, Neues Testament und Mythologie (1941): „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muss sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht. Die mythische Eschatologie ist im Grunde durch die einfache Tatsache erledigt, dass Christi Parusie nicht, wie das Neue Testament erwartet, alsbald stattgefunden hat, sondern dass die Weltgeschichte weiterlief und – wie jeder Zurechnungsfähige überzeugt ist – weiterlaufen wird.“
Rudolf Bultmanns Vortrag „Neues Testament und Mythologie“, gehalten am 21. April 1941 auf einer Tagung der Gesellschaft für evangelische Theologie … Mehr
Kirche als Mutter des Glaubens: „Glaube ist nicht einfach religiöses Selbstbewusstsein, sondern Vertrauen in Jesus Christus. Damit sich dieses Vertrauen findet, muss Gottes Wort immer wieder neu in der Gemeinde zugesprochen und im Abendmahl mit unserem Leben leiblich verbunden werden. So gilt also die Kirche als Mutter unseres Glaubens.“
Kirche als Mutter des Glaubens Ob Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an das Portal der Schlosskirche … Mehr
Seven Stanzas at Easter (Sieben Strophen an Ostern) – John Updike über die leibliche Auferstehung Jesu Christi: „Lasst uns nicht Gott spotten mit Metapher, / Analogie, Ausweichen, Transzendenz, / das Ereignis zur Parabel machen, ein Zeichen gemalt in die verblasste Leichtgläubigkeit früherer Zeiten: / Gehen wir durch die Tür.“
John Updike, Seven Stanzas at Easter Was John Updike (1932-2009) als junger Harvardabsolvent 1960 beim „Religious Arts Festival“ seiner Lutheran … Mehr