Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hin­ter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formel­haft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ über­haupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“

Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation zu Johannes 3,16-21 (1940): „Wir dürfen gerade in solchen Zeiten dafür besonders dankbar werden, dass wir Gottes Liebe nicht mehr dort zu suchen brauchen, wo sie für uns nicht da ist, sondern dass sie uns umso klarer dort leuchtet, wo wir sie allein finden sollen: in Jesus Christus. ‚Also‘ – das schließt alle unsere eignen Wün­sche und Gedanken über Gottes Liebe aus, es weist allein auf Jesus Christus. Gottes Liebe zu uns soll allein in ihm gefunden werden.“

Die Perikope aus dem Evangelium nach Johannes mit 3,16 „also hat Gott die Welt geliebt …“ hat eine Wanderung durch … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Lukas 10,38-42: „Jetzt ist Jesus da, jetzt heißt es, unser Dasein durch seine Gegenwart bestimmen lassen. Jetzt ist ER allein der, der handelt und wir sind die, die von dorther angesprochen, von dorther belehrt, von dorther gesucht und gerufen, getroffen und erleuchtet werden. Das ist Jesu Gegenwart. Das ist der Sinn seines Eintritts in unsere Häuser. Jesus offenbart uns Gottes Geheimnisse. Darum durchbricht Maria alle Schranken, demonstrativ für das Ungeheuerliche, das sich damit ereignet, dass Jesus in ihr Haus eintritt, dass er ihr so menschlich, irdisch, so gütig, so ohne allen feierlichen Abstand nahe ist.“

Eine großartige Predigtmeditation über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand 1959 für den Sonntag Sexagesimae verfasst: Predigtmeditation … Mehr

SEINE Stimme – kein Wahnsinn. Abrahams Rechenschaft über die Bindung Isaaks (Genesis 22,1-19): „Im Nachhinein mag es wohl vorsehentlich heißen ‚Auf dem Berg lässt sich der HERR sehen.‘ Aber wie habe er wissen können, dass sein Horchen auf diese Stimme nicht zur Tötung seines eigenen Sohnes führen würde? Da war doch SEINE Bundeszusage dem Opferauftrag vorangegangen: ‚Ich werde meinen Bund mit ihm, Isaak, aufrichten als einen ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm.‘ Dieser Zusage habe er den ganzen dreitägigen Opfergang lang geglaubt. Was ER Abraham verheißen habe, werde ER nicht in einem menschenmöglichen Opfer zurücknehmen und SICH damit selbst untreu werden.“

Abrahams Rechenschaft über die Bindung Isaaks (Genesis 22,1-19) Was konnte er schon vorbringen, als er mit dem Vorwurf der versuchten … Mehr