Im Haus geht nichts verloren

Schlüssel gefunden

Im Haus geht nichts verloren heißt es. Man muss also nur lange genug suchen, bis sich der Schlüssel doch wieder findet. Dass sich das Sprichwort meist bewahrheitet, hängt von den besonderen Umständen ab. Im Haus ist der Raum durch Fundament, Wände und Decke in sich gefasst. Was unbeabsichtigt verlegt wird, verschwindet nicht in das Bodenlose. Wo ein umbauter Raum die Dinge umfasst, ist das, was unserem Blick entschwunden ist, nicht wirklich verlorengegangen. Mit der Zeit findet es sich wieder.

Bei immateriellen Dingen sieht es freilich anders aus. In Sachen Liebe, Beziehungen, Arbeit, Heimat oder Gesundheit stehen mitunter schmerzliche Abschiede an. Das Verlorengegangene lässt sich im eigenen Lebensraum nicht wiederfinden und muss somit vermisst bleiben.

Eine biblische Abschiedsgeschichte will uns über die Verluste unseres Lebens hinausführen. Jesus verabschiedet sich von seinen Jünger mit folgenden Worten: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Johannes 14,1-3)

Jesu Abschied von seinen Jüngern zeigt ein Wiederfinden an – jenseits der eigenen vier Wände. Was durch ihn angenommen und geheiligt worden ist, geht bei dem dreieinigen Gott nicht verloren: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ So steht ein Ortswechsel an: Was uns am Herzen liegt, geht uns mit der Zeit verloren und findet sich bei uns selbst nicht wieder. Deshalb heißt es über unseren eigenen Lebensraum hinauszutreten und im Glauben an Jesus Christus zu Gott zu finden. In Gottes Gegenwart zeigen sich die Dinge, die uns verlorengegangen sind. Fürwahr, im Gotteshaus geht nichts verloren, wir werden sehen.

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