Lebensaussicht auf dem Gipfel: „Was sind denn unsere Lebensaussichten, die sich nicht im Immer-weiter-Leben erschöpfen? Haben wir uns eigene Lebensziele gesetzt und diese gar erreicht, stellt sich die Frage neu: Und was kommt danach? Wo und wie soll es nun mit mir weitergehen? Wider die ausweglose Lebensmüdigkeit braucht es eine bleibende Aussicht, so wie sie im Alten Testament erzählt wird: Gott führt Mose auf den Gipfel des Berges Nebo. Wo es dort oben kein eigenes Weiterkommen mehr gibt, tut sich vor Moses Augen das ganze Land Kanaan auf. Göttliche Vorsehung findet neue Worte. Für dich ist dieses Land der Lebendigen vorgesehen, auch wenn du eigenen Fußes selbst nicht hineinkommen wirst.“

Lebensaussicht auf dem Gipfel Unser Leben kann nicht einfach immer weitergehen. Eigentlich wissen wir das. Und dennoch gehen wir tagtäglich … Mehr

Predigt zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) an Pfingsten: „Was nun vom Himmel kommt, ist kein göttliches Donnerwetter, auch kein Weltgericht, nur ein kleiner Eingriff: Einem jedem wird die eigene Sprache verdreht, so dass keiner mehr den anderen versteht und damit auch nichts mehr zusammengeht. Was Menschen dem Diabolos, zu Deutsch dem Teufel als Durcheinanderwerfer zuschreiben, übernimmt der HERR Gott selbst: Er schafft Uneinigkeit unter den Menschen. Mangels Verständigung muss sich die Gemeinschaft auflösen. Die Hochkultur ist am Boden gescheitert. Wer in den Himmel hinauf will, wird auf der ganzen Erde wie Saatgut verstreut.“

Predigt zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) an Pfingsten Was für ein Menschheitstraum: Alle sprechen eine Sprache, leben zusammen und … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Epheser 3,14-21 (1942): „Eins aber bleibt dabei ‚unfasslich‘, nämlich die Liebe Christi selbst. Sie muss die Erkenntnis überragend bleiben, wenn anders nicht die Gnosis, sondern eben der Glaube das Fundament des neuen Seins bleiben soll. So ist die ‚Fülle Gottes‘ das nie erreichbare, darum gerade aber uns immer tiefer, weiter, höher treibende Ziel der Vollkommenheit, das innere Gesetz des Wachstums, das den Bau bestimmt.“

Eine umfassende und tiefsinnige Predigtmeditation über Epheser 3,14-21 hatte Hans Joachim Iwand 1942 verfasst, damals noch für den 16. Sonntag … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 14,23-31 zu Pfingsten 1940: „Der Heilige Geist ist nicht toter Buchstabe, sondern der lebendige Gott. So darf sich die Gemeinde in jeder Entscheidung dem Heiligen Geist anvertrauen und fest glauben, dass er gegenwärtig an ihr und in ihr wirkt und uns nicht im Dunkeln tappen lassen wird, wenn wir nur ernstlich seine Lehre hören wollen. Alle Lehre des Heiligen Geistes aber bleibt gebunden an das Wort Jesu. Das Neue steht fest auf dem Alten. So tritt zur Lehre das Erinnern. Wäre nur Erinnerung in der Kirche, so verfiele sie einer toten Vergangenheit, wäre nur Lehre da ohne Erinnerung, so wäre die Kirche der Schwärmerei ausgeliefert. So übt der Heilige Geist als der rechte Beistand der Gemeinde beides, er führt die Kirche vorwärts und er hält sie zugleich fest bei Jesus.“

Für den ersten Pfingsttag 1940 hatte Dietrich Bonhoeffer folgende Predigtmeditation über das Evangelium Johannes 14,23-31 verfasst: Predigtmeditation über Johannes 14,23-31 … Mehr