Karl Barths „Frohe Botschaft“ zu Weihnachten 1946: „Am schwierigsten sind wohl die Tiefsinnigen dran, die irgendeine Idee von Erziehung und Weltverbesserung im Kopf haben und der Meinung sind, die beste und einzig richtige Weihnachtsfeier für jedermann würde darin bestehen, dass er sich diese seine Idee auch durch den Kopf gehen lasse.“

Frohe Botschaft zu Weihnachten 1946 Von Karl Barth Ich stelle mir die Menschen vor, die diese Weihnachtsnummer der «Schweizer Illustrierten … Mehr

„Euch ist heute der Heiland geboren“ – Karl Barths Predigt über Lukas 2, 10-11 (Weihnachten 1954, Strafanstalt Basel): „Und nun heißt es: Euch heute der Heiland! Das ist der Kern der Weihnachtsgeschichte: Euch ist heute der Heiland geboren! Dazu müsste man Vieles sagen, ich will jetzt aber nur etwas herausgreifen: Wovon redet dieser Name: Heiland? — Der Heiland, das ist der, der uns Heil bringt und also das, was uns hilft und heilsam ist. Er ist der Helfer, der Befreier, der Erretter, wie kein Mensch, sondern wie nur Gott es für uns sein kann und ist: der Befreier, der Helfer, der Erret­ter aus aller Not, in der wir verloren wären ohne ihn. Nun aber sind wir nicht verloren, denn Er ist da als der Heiland.“

Von 1954 an hatte Karl Barth hin und wieder in der Strafanstalt Basel gepredigt. Hier seine erste Weihnachtspredigt über Lukas … Mehr

Reinhold Schneider, Rundfunkansprache „Begnadete Nacht“ vom 25. Dezember 1952: „Hier geht es einfach um Glauben, eine ringende, fast zerbrechende Kraft, die viel­leicht gerade stirbt in der Heiligen Nacht, weil sie von ihr über­fordert wird. Was ist damit gewonnen, dass wir die Frie­densbotschaft der Engel wiederholen! Was sind uns denn Engel! Wirklich schreckliche Boten, in Wahrheit Wirkkräfte, die, in erha­bener Stufenordnung, die Gestirne leiten, die Mächte des Weltalls regieren, auf Gottes Wort warten, ihn preisen, ihn anschaun? Ringender Glaube hat keinen Frieden in der Heiligen Nacht. Er kann sich ja nicht in einem Gespinst von Licht und Wärme verfangen lassen; er kann sich nicht einen Augenblick täuschen lassen über den Grund, auf dem er steht, nicht darüber, dass der Reiter, der über den Bodensee ritt, sein Symbol ist und bleibt; dass er gerade dann zusam­menbrechen kann, wenn er die Lichter der Gottesstadt er­blickt, nachdem das Herz so lange aushielt in der Eiseswüste der Zeit. Friede auf Erden: gewiss. Wer wünscht ihn nicht? Aber was soll er denn sein, wenn es nicht ein mit äußerster Kraft errungener Friede ist: Friede in uns, der immer wieder erzittert; Friede, den wir in die Welt tragen sollen und noch nicht einmal sicher in uns haben; Friede, von dem wir geste­hen müssen, dass er die zweifelhafteste aller Hoffnungen ist, eine Gabe, die uns in den Händen zerbricht, wenn wir sie weiter­reichen wollen, ein Glas, das zerspringt, sobald wir es an die Lippen führen.“

Begnadete Nacht Von Reinhold Schneider Der Stern, der die Weisen führte und über Bethlehem stehen blieb, ist der Gruß des … Mehr

Heinrich Vogel, Weihnachtspredigt über Titus 3,4-7 (1950): „Es tut uns nichts so not, wie dieser Sonnenaufgang der Menschenfreundlichkeit Gottes, in dem er, er und nicht wir selbst, es bei uns Weihnachten werden lässt durch seinen Heiligen Geist. Dazu sind wir hier beieinan­der. Wir dürfen den Strahlen des Weihnachtsevangeliums von der Menschen­freundlichkeit Gottes nur stille halten, auf dass diese Menschenfreundlichkeit durch uns hin­durchstrahle und es einer dem anderen abmerke, dass wir miteinander von der Freund­lichkeit unseres Gottes leben.“

Predigt über Titus 3,4-7 (gehalten am 25. Dezember 1950) Von Heinrich Vogel »Da aber«, – was geschah denn da? Offenbar … Mehr

Helmut Gollwitzer, Friedenspredigt zu Weihnachten 1939 über Epheser 2,17-18: „Jesus ist die Verkündi­gung an uns, an dich und mich, Gott habe sich nicht abgefunden mit diesem Kriegszustand, er sei nicht Partei geblieben, die gegen uns geht, Gott habe sich aufgemacht und seine rechte Hand eingesetzt, die alles ändern kann. Der Frieden sei nicht an unserer Welt vorübergegan­gen und in Regionen geblieben, die näher sind am Leben Gottes und die nicht in einem Kriege mit ihm leben, er sei hereingekommen in unsere Welt. Wer von euch mit seinen neugekauften Geschenken vorübergeht, etwa am Alexanderplatz oder am Gefängnis in Moabit, der geht mit seiner ganzen Freude vorüber, aber er kann zu den Menschen, die da freudlos und wartend und unglücklich darin sitzen, nichts hineinbringen vom Frieden. Der Friede Gottes geht am Gefängnis dieser Welt nicht vorüber, er begibt sich hinein.“

Nachdem Martin Niemöller im Juli 1937 inhaftiert worden war, übernahm Helmut Gollwitzer Prediger- und Pfarrdienste in dessen Gemeinde in Berlin-Dahlem. … Mehr

Martin Niemöller, Weihnachtspredigt zu Lukas 2,10-12 im KZ Dachau 1944: „Wenn wir aber nun in die Tiefe schauen und fragen, was denn diese menschliche Hilflosigkeit und irdische Heimatlosigkeit des Jesuskindes uns zu sagen haben, dann fängt eben hier die wahrhaft frohe Botschaft an: Gott – der ewigreiche und allmächtige Gott – geht ein in die äußerste menschliche Armseligkeit, die man sich denken kann. Kein Mensch ist so schwach und hilflos, in Jesus Christus kommt Gott zu ihm her, mitten hinein in unsere Not; und kein Mensch ist so verlassen und heimatlos in dieser Welt, in Jesus Christus sucht Gott ihn auf, mitten in unserm Elend.“

An Heiligabend 1944 durfte Martin Niemöller im Zellenbau des Konzentrationslagers Dachau einen Gottesdienst halten, der ersten nach siebeneinhalb Jahren Gefangenschaft. … Mehr

Reinhold Schneider, Der Glaube des Petrus (Auslegung zu Matthäus 14,22-33 von 1941): „Petrus ist endlich vor dem Herrn, was er sein möchte: der unbedingt Glau­bende und aus dem Glauben Handelnde, der sein Leben an seinen Glauben an sein Zeugnis setzt. Petrus wird getra­gen von der Kraft des Herrn, an den er glaubt; er geht im Lichte Chri­sti.“

Der Glaube des Petrus (1941) Von Reinhold Schneider »Und Petrus stieg aus dem Schiffe«Mt. 14, 24-33; Mk. 6,47-51; Joh. 6,16-21. … Mehr

Predigt über Lukas 21,25-33: „Halte deinen Blick nicht in den Fluss der Zeit gesenkt. Dem Advent heißt es ins Auge zu sehen. Um eure Erlösung geht es – euer Heil hier und jetzt. Der Advent ist kein kosmischer Unglücksfall, auch kein technischer SuperGau, sondern Rettung: dramatisch, übermenschlich, katastrophal. Anders geht es am Ende der Zeiten, am Tag des Herrn, nicht zu.“

Predigt über Lukas 21,25-33 Da fällt der gesenkte Blick auf den Mühlbach hier in Vöhringen. Die eigene Seele lässt sich … Mehr