Ulrich Luz, Bild des unsichtbaren Gottes – Christus. Der Kolosserhymnus (Kol 1,15-20): „Vergessen wir nicht, dass dieser Text ein Lobpreis ist, ein Gebet also, kein Lehrtext. Er sagt, für wen wir Gott zu loben und für was wir ihm zu dan­ken haben. Er sagt, wie Gott durch Christus sich für uns manifestieren will: als Versöhner, als Friedensstifter, der die Menschen und die Welt zusammenführt. Er gibt uns damit auch eine in­haltliche Leitlinie, an die wir uns halten können, wenn Gott für uns unerkennbar geworden ist in der Zerstrittenheit der Religionen und ihrer Got­tesbilder und in der Gespaltenheit des Christus und seiner Kirchen.“

Bild des unsichtbaren Gottes – Christus. Der Kolosserhymnus (Kol 1,15-20) Von Ulrich Luz In einem der frühesten neutestamentlichen Texte haben … Mehr

Martin Nicol, PredigtKunst. Ästhetische Überlegungen zur homiletischen Praxis : „Ein Plan, wie sich die verschiedenen Moves zu einem sinnvollen Ganzen fügen könnten, zeichnet sich ab. Ideen, die ich auch hatte und die mich begeisterten, werden hinfällig, weil sie in der sich entwickelnden Structure keinen Ort mehr ha­ben. Predigt entsteht, indem ich da und dort so am Detail (Move) arbeite, daß sich die Gestalt des Ganzen (Structure) immer deutlicher abzeichnet. So oder so ähnlich mag es aussehen, wenn Sprache sich aufmacht, künstlerisch die Weltwirklichkeit Gottes zu erkunden.“

PredigtKunst. Ästhetische Überlegungen zur homiletischen Praxis Von Martin Nicol 1. Kunst – und Predigt? Die Süddeutsche Zeitung hat den Schriftsteller … Mehr

Artur Weiser, Kommentar zu Hiob 2,1-13 (ATD): „Sie mussten ihr erbärmliches Dasein auf dem Schutthaufen (mazbala) fristen, der sich außerhalb des Dorfes erhob. Dort finden wir den Hiob in der Asche sitzend, eine aufgelesene Scherbe in der Hand, mit der er sich die juckende eiternde Haut schabt; dieser Hiob ist ein Bild des Jammers, und doch gerade in seinem Jammer der Zeuge zu Gottes Ehre. Ein Bild, das den tiefen Sinn des gesamten Hiobbuches — noch unentfaltet — in sich schließt.“

Kommentar zu Hiob 2,1-13 Von Artur Weiser 2,1-6 Die zweite Wette im Himmel. Durch die Bewährung Hiobs ist Gott gerechtfertigt. … Mehr

Heinrich Groß, Kommentar zu Hiob 1 und 2 (NEB): „Satan gibt sein Spiel so schnell nicht auf und verloren. Er setzt neu ein. Dabei benutzt er ein im Be­duinenhandel gebräuchliches Sprich­wort. »Haut um Haut« ist Ausdruck der talio und damit der ausgleichen­den Gerechtigkeit; es zeichnet auf derbe Weise den Menschen in sei­nem urtümlichen Selbsterhaltungs­trieb. Alles ist ihm feil für seine Haut; in seinem innersten Wesen verhält der Mensch sich demzufolge sehr egoistisch. Erst wenn es ihm an die Haut geht, zeigt er, was wirklich in ihm ist.“

Kommentar zu Ijob 1,1-2,13 Von Heinrich Groß Das 42 Kapitel umfassende Ijob-Buch wird durch einen Bericht über die Titelgestalt, der … Mehr

Timothy Radcliffe, Lernen, frei zu sein. Der Weg der Fastenzeit (zu Markus 9,42-50): „Wir haben Augen, damit wir die Menschen mit Ehrfurcht und Freude betrachten können. Wenn wir Menschen mit Verachtung oder brutaler Lust betrachten, tun wir der Gabe des Sehens Gewalt an. Wir haben Hände, damit wir andere in Sanftheit und Mitgefühl ergreifen können. Wenn wir sie anfassen, sie besitzen oder benutzen, haben wir der Gabe der Berührung Gewalt angetan.“

Lernen, frei zu sein. Der Weg der Fastenzeit Von Timothy Radcliffe Die Fastenzeit steht vor der Tür. Schwere Krankheit kann … Mehr

Arnold Schabert, Predigt über 1. Korinther 13,1-13: „Das Leben in der Liebe, das ist, seitdem das Kreuz Jesu steht, eine uns erschlossene Möglichkeit, eine uns angebotene Wirklichkeit. Und wenn wir doch an der Liebe scheiterten? Wenn es als letztes Wort über uns hieße: ohne Liebe!? Dann wären wir nicht daran gescheitert, dass wir lieben wollten und es nicht konnten, sondern daran, dass wir uns nicht lieben ließen, um lieben zu können. Aber Gott liebt!“

Predigt über 1. Korinther 13,1-13 Von Arnold Schabert Wir haben eben ein Kapitel der Heiligen Schrift gehört, das wohl vielen … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte, Das Bild Gottes (Het beeld Gods, 1942): „Der Geist wird ausgegossen und segelt über die Welt, der Geist geht schöpferisch aus und weht über unsere christlichen, selbstsicheren Herzen, um die Fensterläden zu zerbrechen, damit wir offen sein können für den Zugriff der Strahlen, die anders sind als alle dämonische Strahlen auf der Welt. Das von diesen Strahlen erzeugte Bild ist eine Geschichte: Es ist die Geschichte Jesu, und sie ist es deine Lebensgeschichte.“

Das Bild Gottes (Het beeld Gods) Von Kornelis Heiko Miskotte „Und wir alle, indem wir die Herrlichkeit des Herrn mit … Mehr

Rudolf Bohrens Predigt über Offenbarung 4-5 (nach dem Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945): „Dieser Christus, der geschlachtete und siegreiche, er allein kann das Buch mit den sieben Siegeln öffnen, das heisst: ER ist der Herr der Weltgeschichte. Darum können wir einen Tag nicht mehr rechnen ohne IHN. Darum sind unsere Jahreszahlen alle ausgerichtet auf das Jahr seiner Geburt. Er allein kennt und lenkt die verborgene Fäden der Weltgeschichte. Er weiss auch, welchen Platz die Atombombe einnimmt in seinen Plänen.“

Da war Rudolf Bohren als 25-Jähriger noch kein halbes Jahr in die Gemeinschaft reformierter Prediger als Verbi Divini Minister (VDM) … Mehr