Paul Tillich, Weihnachtspredigt zu Lukas 2,12 (1917): „Ja, so ist unser Gott! In einem Kinde schenkt er uns seine Gegenwart, das ist unser Weihnachtsglaube. In einem Kinde schenkt er uns sein Herz, das ist unsere Weihnachtsliebe. In einem Kinde schenkt er uns seine Seligkeit das ist unsere Weihnachtshoffnung. Siehe, das ist unser Gott!“

Nachdem Paul Tillich wohl in der ersten Jahreshälfte 1917 noch eine nationalreligiöse Kriegspredigt „Ihr seid das Licht der Welt“ gehalten, … Mehr

Alexander Schmemann, Das christliche Verständnis des Todes (1980): „Deshalb singen wir an Pascha nicht nur ‚Christus ist auferstanden‘, sondern auch ‚Er hat den Tod zertreten …‘. Er allein ist von den Toten auferstanden, aber er hat unseren Tod vernichtet, hat seine Herrschaft, seine Verzweiflung, seine Endgültigkeit vernichtet. Christus verheißt uns nicht das Nirwana oder eine Art nebliges Leben jenseits des Grabes, sondern die Auferstehung des Lebens, einen neuen Himmel und eine neue Erde, die Freude der allgemeinen Auferstehung.“

Das christliche Verständnis des Todes Von Protopresbyter Alexander Schmemann „Er hat gelitten und wurde begraben. Und er ist auferstanden…“ Nach … Mehr

Walter Brueggemann über Daniel 12,1-3 und die Praxis der Hoffnung: „Die Ver­zweiflung unter den Wohlhabenden ist vielleicht noch tiefgreifender, weil viele der Wohlha­benden ebenfalls glauben, dass das System ihren tiefsten Bedürfnissen und tiefsten Sehnsüch­ten nicht gerecht wird. In einem solchen Kontext ist es die gemeinsame Aufgabe von Juden und Christen, sich der Gewalt der Verzweiflung zu entziehen, um einen Gott zur Sprache zu bringen, der eine radikale Zukunft heraufbeschwört, wenn auch durch Vertreter, aber nur als Gottes eigenes Geschenk.

Über Daniel 12,1-3 und die Praxis der Hoffnung Von Walter Brueggemann Daniel 12,1-3 ist einer von zwei Texten im Alten … Mehr

Robert W. Jenson, Theologischer Kommentar zu Ezechiel 22,23-31: „Die Verstrickung – ja die emotionale Verstrickung – des HERRN in die Geschichte seines Volkes könnte kaum drastischer dargestellt werden als hier. Wir finden den HERRN auf beiden Seiten der Mauern Jerusalems: Er greift die Stadt wegen ihrer Übel an und sucht jemanden, der seinen eigenen Angriff abwehrt.“

Theologischer Kommentar zu Ezechiel 22,23-31 (Nach dem Tag) Von Robert W. Jenson Ezechiel 22 versammelt drei Verkündigungen der Zerstörung Jerusalems. … Mehr

Friedrich Mildenbergers Predigt über Psalm 82 zum Volkstrauertag 1982: „Von einer ganzen Versammlung von Göttern, einem ganzen Bundestag voller Götter ist im 82. Psalm die Rede. Aber es wäre billig, wenn ich nun auf die anderen Götter zeigte, die Götter der anderen, und den überginge, an dem mein Herz hängt. Es gibt diese anderen Götter wohl, die anderen Vaterländer beispielsweise. Ich denke an das, was wir da während des Falklandkrieges und nach diesem Krieg bei den Briten beobachtet haben. Es gibt Ideologien, den Sozialismus z.B., den real existierenden, der Millionen Menschen knechtet und noch viel mehr bedroht.“

Predigt über Psalm 82 Von Friedrich Mildenberger Gott steht in der Gottesgemeindeund ist Richter unter den Göttern.»Wie lange wollt ihr … Mehr

Rudolf Bohren, Predigt über Römer 7,19-25 – Änderung der Frömmigkeit (1975): „So hoffe ich, dass der Geist des Jesus von Nazareth unsere Frömmigkeit umdreht, dass er uns die Augen öffnet über den Zusammenhang, in dem wir mit dem allen stehen, und dass das, was in Heidelberg geschah und geschieht, zu unserer Sache wird. Keiner steht vor Gott allein. Jeder einzelne steht vor Gott nicht ohne die Stadt, in der er lebt: ‚Wir müssen Buße tun‘.“

In der Nacht des 26. Juni 1975 erlebte Heidelberg eine der gewalttätigsten Demonstrationen in seiner Geschichte. Studenten und langjährige Altstadtbewohner … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 – Von der Zukunft Christi (1886): „Rede ich zu stark? Ich weiß, daß man mich darüber anficht, ich rede zu stark und übertreibe; wenn ich mich aber dann umgeben sehe von so vielen Finsternissen in vielen Menschen, die mir ihr Herz ausschütten, dass auch mein Herz zerrissen wird ob dem Abgrund der Sünde und des Todes, so muss ich dabei bleiben; denn es ist so: es kommen Dämonen, es kommt Sünde und Höllenpein, es kommen die gräßlichsten Verwicklungen mit der Welt, und statt der Zukunft Christi haben wir eine Zukunft Satans erlebt.“

Von der Zukunft Jesu Christi. Predigt über Lukas 18,1-8 (1886) Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, … Mehr

Friedrich Schleiermachers Konfirmationspredigt 1831 bei der Einsegnung von Otto von Bismarck: „In diesem Glauben geht auch ihr gestärkt als neue Glieder der Gemeinde des Herrn in dem Bewußtsein der heiligen Weihe, die ihr empfanget, dem Leben, das vor euch liegt, entgegen. Fürchtet nichts und scheuet nichts, was euch in demselben vorkommen kann; jeder glaube an die göttliche Liebe, welche Alles zum Besten meint.“

Konfirmationsrede am 31. März 1831 in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin bei der Einsegnung des Fürsten Bismarck gehalten von D. Friedrich … Mehr