Gebet eines tugendhaften Atheisten, der zu seiner Überraschung sich nach seinem Tode einem gerechten und gütigen Gott gegenüber befände (gekürzt) … Mehr
Kategorie: Philosophie
Leszek Kolakowski, Über das Leiden und die Kultur der Analgetika (Die Gegenwärtigkeit des Mythos): „Die Narkotisierung des Lebens ist der Feind der menschlichen Gemeinschaft. Je unfähiger wir werden, das eigene Leiden zu ertragen, desto leichter fällt es uns, fremdes Leiden zu dulden.“
Über das Leiden und die Kultur der Analgetika Von Leszek Kolakowski Zu den wichtigen, wenngleich wenig beachteten Qualitäten unserer Zivilisation … Mehr
Paul Ludwig Landsberg über den Stierkampf als Sinnbild tödlichen Lebens (Die Erfahrung des Todes, 1935): „So enden wir alle hienieden mit dem Tode. Jeder Kampf gegen ihn ist im voraus verloren. Der Glanz eines solchen Kampfes kann nie in seinem Ausgang liegen, sondern nur in der Würde der Handlung selbst. Das Definitive ist das Unvermeidliche.“
Vom Stierkampf als Sinnbild tödlichen Lebens Von Paul Ludwig Landsberg Von Mai 1934 bis Juli 1936 unterrichtete Paul Ludwig Landsberg … Mehr
Hannah Arendt über die Versöhnung (aus ihrem Denktagebuch vom Juni 1950): „Nur wenn man nicht mit der verlogenen Lautverstärkung, als sei die eigene Stimme Gottes Stimme, urteilt, kann man ein Leben ohne Rache und Verzeihung, die ja beide Gottes Zorn und Gottes Gnade nachzuahmen vorgeben, aushalten.“
Über die Versöhnung Von Hannah Arendt Juni 1950 Das Unrechte, das man getan hat, ist die Last auf den Schultern, … Mehr
Hannah Arendt über Händels Messias in ihrem Denktagebuch: „Aller Anfang ist heil, um des Anfangs willen, um dieses Heiles willen, hat Gott den Menschen in die Welt hinein geschaffen. Jede neue Geburt ist wie eine Garantie des Heiles in der Welt, wie ein Versprechen der Erlösung für die, welche nicht mehr Anfang sind.“
Über Händels Messias Von Hannah Arendt Händels Messias. Das Halleluja nur zu verstehen aus dem Text: Es ist uns ein … Mehr
Hannah Arendts Rundfunkvortrag „Wahrheit und Politik“ von 1963: „Vom Standpunkt des Philosophen manifestiert sich die Ohnmacht der Wahrheit, die Macht und Geltung nur gewinnen kann, wenn sich viele auf sie einigen sollten, wobei dann aber die Geltung dieser Art Wahrheit, beziehungsweise ihr Machtgewinn, nicht der Wahrheit und ihrer Überzeugungskraft geschuldet wäre, sondern lediglich der Tatsache, daß Menschen sich auf sie geeinigt haben, die morgen ihren Sinn ändern und sich auf eine Unwahrheit oder eine beliebige Meinung einigen können.“
Wahrheit und Politik Von Hannah Arendt Daß es um die Wahrheit in der Politik schlecht bestellt ist, daß Lüge zu … Mehr
Eugen Rosenstock-Huessy, Das Versagen des Namens (Soziologie, 1925): „Der Name ist der Strohhalm, an den sich das ertrinkende Leben klammert, damit ich es rette, damit ich es mir, gerade weil es Abschied genommen hat, ins Gedächtnis zurückrufen kann. Über die Brücke des Namens treten die Mächte des gesichtlichen Lebens in mein Bewußtsein.“
Das Versagen des Namens Von Eugen Rosenstock-Huessy Man hört jetzt oft in Gesprächen, schriftlich oder mündlich jemand sagen: „Das muß … Mehr
James D. Watsons Vortrag „Die Ethik des Genoms. Warum wir Gott nicht mehr die Zukunft des Menschen überlassen dürfen“ (2000): „Ich sehe daher nur unnötiges Leid durch Gesetze entstehen, die auf der Grundlage der Macht willkürlicher religiöser Eingebungen die Geburt erblich behinderter Kinder erzwingen, obwohl die Eltern es vorziehen würden, solche Schwangerschaften abzubrechen, weil sie hoffen, daß ihr nächstes Kind gesund sein wird.“
Wie manche Naturwissenschaftler respektlos über andere Menschen und deren Leben zu reden wissen, zeigt James D. Watsons in seinem Vortrag … Mehr
Søren Kierkegaard über das Gehen in einem Brief an seine Schwägerin Sophie Henriette Kierkegaard (1847): „Verlieren Sie vor allem nicht die Lust zu gehen; ich gehe mir jeden Tag das tägliche Wohlbefinden an und entgehe jeder Krankheit; ich habe mir meine besten Gedanken angegangen, und ich kenne keinen Gedanken, der so schwer wäre, dass man ihm nicht entgehen könnte.
Über das Gehen. Brief an die Schwägerin Sophie Henriette Kierkegaard (1847) Von Søren Kierkegaard Liebe Jette! Es ist mir lieb, … Mehr