Das neue Alphabet – Gesichtspunkte für das Verständnis des modernen Märtyrers Von Eberhard Bethge Ein einsamer Protestant des vergangenen Jahrhunderts, … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Friedrich-Wilhelm Marquardt über Helmut Gollwitzer: „Es ist der jugendliche SA-Propagandist von Lindau-Reutin, der dann — wie so viele von Haus aus national eingestellte Leute — Mann der Bekennenden Kirche wird. Es ist der thüringische Prinzenerzieher, der in der sowjetischen Gefangenschaft zum Plenni wie nur einer wird. Es ist der eigentlich ganz Konservative und der ausgewiesene Anti-Stalinist, der in Westdeutschland als Kommunist heftig attackiert, als Nachfolger auf Barths Lehrstuhl in Basel dann abgelehnt wird.“
Helmut Gollwitzer Von Friedrich-Wilhelm Marquardt Helmut Gollwitzer, geboren am 29. Dezember 1908 in Pappenheim/Mainfranken. Theologie- und Philosophiestudium in München, Erlangen, … Mehr
Hannah Arendt, Organisierte Schuld (November 1944): „Die Idee der Menschheit, gereinigt von aller Sentimentalität, hat politisch die sehr schwerwiegende Konsequenz, daß wir in dieser oder jener Weise die Verantwortung für alle von Menschen begangenen Verbrechen, daß die Völker für alle von Völkern begangenen Untaten die Verantwortung werden auf sich nehmen müssen.“
Organisierte Schuld Von Hannah Arendt I Je größer die militärischen Niederlagen der deutschen Armee im Felde werden, desto stärker macht … Mehr
Kurt Walter, Gott im Konzentrationslager (1946): „Ich weiß auch, daß wir, die wir im Lager gebetet haben, ganz anders als bis dahin, viel, viel ernster, viel wahrhaftiger die vierte Bitte des Vaterunsers beten gelernt haben: „Unser täglich Brot gib uns heute!“, und wie diese unsere Bitte täglich sinnfällig ihre Erhörung gefunden hat.“
Gott im Konzentrationslager Von Kurt Walter Wenn ich nach dreijähriger Gefangenschaft im Konzentrationslager Dachau der an mich ergangenen Aufforderung Folge … Mehr
Karl Barth über die zwanziger Jahre in Zwischenzeit (Magnum, 1961): „In der deutschen evangelischen Kirche von damals konnte mir nie so richtig wohl werden. Sie entwickelte, dem Staat gegenüber zum erstenmal auf eigene Füße gestellt, ein merkwürdig pompöses Selbstbewußtsein, dem der Gehalt und Tiefgang ihrer Verkündigung nun doch nicht zu entsprechen schien. Schon gab es da und dort „Bischöfe“, solche, die die Bischöfe liebhatten, und solche, die selbst gern Bischöfe werden wollten.“
Zwischenzeit Von Karl Barth Was ich, dem an mich ergangenen Wunsch gemäß, hier bieten kann, ist keine geschichtsphilosophische Deutung jener … Mehr
Karl Barths Betrachtung über Daniel 9,18 zum Bettag 1942: „Wir haben ein neues, selbstsüchtig auf seine eigene Erhaltung bedachtes und gerade darum der Drohung der fremden Macht gegenüber unsicheres Schweizertum, eine neue, dem jeweils stärksten Wind von außen sich anpassende Neutralität, eine neue, die offene Sprache im eigenen Haus nicht mehr schützende, sondern unterdrückende Unabhängigkeit, ein neues, der verfolgten Freiheit nur noch wenig tröstliches und hilfreiches Asylrecht erfunden und als gültig erklärt.“
Betrachtung zum Eidgenössischen Dank-, Buß- und Bettag 1942 Von Karl Barth Nicht im Vertrauen auf unsere Verdienste bringen wir unser … Mehr
Clemens Graf August von Galens Predigt zu Lukas 19,41-47 vom 3. August 1941 wider das NS-„Euthanasie“-Programm: „„Du sollst nicht töten!“ Dieses Gebot Gottes, des einzigen Herrn, der das Recht hat, über Leben und Tod zu bestimmen, war von Anfang an in die Herzen der Menschen geschrieben, längst bevor Gott den Kindern Israels am Berge Sinai sein Sittengesetz mit jenen lapidaren, in Stein gehauenen kurzen Sätzen verkündet hat.“
Predigt zu Lukas 19,41-47 Von Clemens Graf August von Galen, Bischof von Münster Ich muß leider mitteilen, daß die Gestapo … Mehr
Eitelhans Langenmantels Brief aus dem Weißenhorner Gefängnis an Matheus Metzger (1528): „Ich hätte niemals damit gerechnet, was mir nun widerfahren ist. Wenn ich es geahnt hätte, dann hätte ich das Haus zu Leitershofen wahrlich nicht gekauft. Zumal ich von den Augsburgern desselben Handels wegen ebenfalls bestraft worden bin. Kurz: Ich muss mich nun in Geduld fassen, bis der allmächtige Gott mit mir Armen sein Genüge hat.“
Als der Wiedertäufer Eitelhans Langenmantel im April 1528 in Weißenhorn gefangensaß und ihm die Hinrichtung bevorstand, schrieb er folgenden Brief … Mehr
Zofia Posmysz, Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski): „Ich hörte auf, mir Sorgen zu machen, ob ich Auschwitz überleben werde. Ich war frei, zumindest schien es mir so. Ich trug das Medaillon um den Hals, ohne darauf zu achten, dass es immer vollständig verdeckt war. Das »Dein Wille geschehe« kam mir ohne innere Widerstände über die Lippen. Ich war auf alles vorbereitet, das heißt ich war frei. So dachte ich.“
Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski) Von Zofia Posmysz Sein Haupt schmückt keine Krone. Stattdessen hat der Künstler den auf der … Mehr