Von der protestantischen Schönschrift in Bayern (1836): „So erhalten die Consistorien etc. hiemit den Auftrag, nicht blos im allgemeinen die sämmtlichen Pfarrer und Candidaten zu ermuntern, ihrer Handschrift bei allen amtlichen Verhandlungen und namentlich bei dem Einträgen in die Kirchenbücher die möglichste Sorgfalt zu widmen, sondern es sind zugleich alle Aufsichtsbehörden anzuweisen, theils bei den Visitationen auf diesen Gegenstand ein sorgfältiges Augenmerk zu richten, theils aber auch jedes mit schwer leserlichen Zügen oder mit offenbarer Nachlässigkeit niedergeschriebene Aktenstück dem Verfasser zur Umfertigung zurückzustellen, und im Wiederholungsfälle dasselbe auf Kosten des Betheiligten umschreiben zu lassen.“

Aus der bayerischen Kirchengeschichte: Nr. 2383. Im NamenSeiner Majestät des Königs. Wiederholter Erinnerungen ungeachtet fahren einzelne Geistliche und Vicarien fort, … Mehr

Peter Graf Yorck von Wartenburg, Abschiedsbriefe vor der Hinrichtung (1944): „Dass Gott es so geführt hat, wie es gekommen ist, ge­hört zu der Unerforschlichkeit Seiner Ratschlüsse, die ich de­mutsvoll annehme. Ich glaubte mich durch das Gefühl der alle niederbeugenden Schuld getrieben und reinen Herzens. Ich hoffe deshalb auch zuversichtlich, in Gott einen gnädigen Rich­ter zu finden. … Als wir vom letzten Abendmahl hinweggin­gen, da fühlte ich eine fast unheimliche Erhabenheit, ich möchte es eigentlich Christusnähe nennen. Rückblickend scheint sie mir als ein Ruf.“

Abschiedsbriefe vor der Hinrichtung Von Peter Graf Yorck von Wartenburg Peter Graf Yorck von Wartenburg (1904-1944), Mitglied des Kreisauer Kreises, … Mehr

Alexis von Roenne (1903-1944), Gott ist die Liebe (verfasst im Gefängnis Berlin-Plötzensee): „Da heißt es also, sich unlöslich an Ihn klammern, Ihm vertrauen, mit Ihm planen, auf Sein Wort hinausführen. Auch auf dem Wege über andere Gotteskinder, die man suchen muss, kann Er Rat und Hilfe schicken und im großen, ernsten Geschehen der Zukunft alles in Gnaden hinausführen. Denn Er ist ja der Herr des Himmels und der Erden, vor dem wir stehen, dem alles ein Kleines ist! Das Größte aber, was Er zu schenken vermag, ist die Erkenntnis, dass Er uns lieb hat und die Gewissheit, dass nichts, weder Tod noch Leben, uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist.“

Gott ist die Liebe Von Alexis von Roenne Alexis Freiherr von Roenne (1903-1944) hatte sich aufgrund christlicher Gewissensbedenken nicht selbst … Mehr

Martin Kähler, Die Bibel, das Buch der Menschheit (1904): „So lehrt die Bibel die Menschen und in ihnen die Menschheit sich selbst erkennen. Sich selbst erkennen lehren, das heißt: dahin führen, das man seine Fähigkeiten und seine Bestimmung, seinen Selbstwert und seine Bedingtheit durch und für das Gemeinschaftsleben erkenne. So ist die Bibel das zweckmäßigste Erziehungsbuch zur Menschheit, d. h. zum wahren Menschsein und zum Sinne für den Dienst an der Einheit aller Menschen und ihrer Geschichte. … Wahres Wesen des Menschen und Wesenseinheit aller Menschen, Menschheit als Wesensbestimmung und als Sammelname, beides in seinen uns so oft stoßenden scheinbaren Widersprüchen stellen uns die kurzen Jahre vom Jordan bis auf Golgatha und den Ölberg dar.“

Martin Kählers Vortrag zum 100jährigen Jubiläum der British and Foreign Bible Society am 7. März 1904 ist ein bemerkenswertes Zeugnis … Mehr

Hans Joachim Iwand, Before the Storm (The Hour of Apostasy, 1937): „Not only are we in a time of apostasy, but, what is worse, time itself does not know this; on the contrary, it believes it is in the hour of an unparalleled religious renewal. Certainly, it too will wake up terribly once in a while. But there is a new one that does not lead to repentance. For the time being, however, enough false prophets ensure that the dream continues to be dreamed. For we can learn this from the Holy Scriptures: the apostasy of the people from the living God goes hand in hand with the appearance of false prophets who interpret the hunger dreams and substitute their visions for the Word of God.“

Perhaps the most powerful speech (not sermon) given within the Confessing Church in Germany between 1933 and 1945: Before the … Mehr

Joachim Beckmann, Die Aufgabe der Christenheit an Israel heute (1966): „Wir wissen ja über die christli­chen Ursprünge des Antisemitismus und über die Verfolgungen, die durch alle Zeiten hindurchgehen, genug, so daß – abgesehen davon, daß wir Deutsche etwas besonderes hierzu zu sagen hätten – ganz allgemein gesagt werden muß, daß hierin eigentlich die ganze Christenheit gemein­sam schuldig geworden ist, und daß sie deswegen sich darüber besinnen muß, was sie jetzt noch tun kann.“

Die Aufgabe der Christenheit an Israel heute (1966) Von Joachim Beckmann Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Freunde! Was … Mehr

Hans Ehrenberg, Die satanische Dreifaltigkeit. Eine Auslegung der Offenbarung 13 (The Satanic Trinity, 1941): „Die Kirche sollte weder zurückhaltend noch unvorsichtig sein, wenn sie Worte wie ’satanisch‘ verwendet, und sie sollte niemals die unverzichtbare eschatologische Perspektive des Evangeliums vernachlässigen, insbesondere in Zeiten historischer Katastrophen.“

Nachdem der Bochumer Pfarrer Hans Ehrenberg dank der Unterstützung des englischen Bischofs George Bell 1939 aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen entlassen … Mehr

Johannes Brenz, Das Fundament der Kirche und die Pflichten ihres Amtes (1548): „Wir haben deshalb deutlich gemacht, dass die Kir­che Christi nicht auf weltliche Gewalt, sondern auf die Lehre des Evangeli­ums, d.h. unser Amt, gegründet ist. Wir wollten aber dies ein wenig reichli­cher ausführen, dass wir erkennen, dass, auch wenn die gottlose Welt die Kirche stürzt oder verfolgt, diese trotzdem nicht stürzt oder unterdrückt oder zerstört wird, wenn wir es an unserem Amt nicht fehlen lassen, das das Fundament der Kirche und durch göttliche Macht übertragen und aufs stärkste begründet.“

Das Fundament der Kirche und die Pflichten ihres Amtes (1548) Von Johannes Brenz Eingeleitet und übersetzt von Martin Brecht Im … Mehr

Katharina Staritz, Rundschreiben an die Breslauer Pfarrer zum Judenstern im Gottesdienst (1941): „Es ist Christenpflicht der Ge­meinden, sie nicht etwa wegen der Kennzeichnung vom Gottesdienst auszuschliessen. Sie haben das gleiche Heimatrecht in der Kirche wie die an­deren Gemeindeglieder und bedürfen des Trostes aus Gottes Wort besonders.“

Nachdem im September 1941 alle Juden in Deutschland den „Judenstern“ tragen mussten, verfasste die Breslauer Stadtvikarin Katharina Staritz ein Rundschreiben … Mehr