Brief an Lazarus Spengler über die Lutherrose (1530) Von Martin Luther Veste Koburg, 8. Juli 1530 Weil Ihr zu wissen … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Friedrich Christoph Oetinger, Vorrede zu Prokop Diviš, Längst verlangte Theorie von der meteorologischen Electricité (1765): „Ich übergebe dieses Werk allen, die daran interessiert sind, Theologie und Naturwissenschaft miteinander zu verbinden. Herr Divisch hat als Theologe gezeigt, wie sich Aussagen der Heiligen Schrift im Licht der Elektrizität neu deuten lassen. Denn wenn der Heilige Geist uns dazu anleitet, die Werke Gottes zu betrachten, gibt er zwar Hinweise in wenigen Worten, überlässt es uns aber, ihre Bedeutung durch das Studium der Natur selbst zu erschließen.“
Vorrede zu Prokop Diviš, Längst verlangte Theorie von der meteorologischen Electricité (1765) Von Friedrich Christoph Oetinger Man hat die durch … Mehr
Thomas von Aquin über den gerechten Krieg in seiner Summa theologica: „Drittens wird gefordert, dass die Absicht der Kämpfenden richtig sei, dass sie nämlich entweder das Gute fördern oder das Böse meiden wollen. Daher sagt Augustinus: ‚Bei den wahren Verehrern Gottes sind auch jene Kriege friedlich, die nicht aus Begierde oder Grausamkeit, sondern aus Friedensstreben geführt werden, um die Bösen zu zähmen und die Guten zu fördern.‘ Es kann aber vorkommen, dass selbst wenn die rechtmäßige Autorität des Kriegsankündigers und eine gerechte Ursache vorliegen, der Krieg dennoch wegen schlechter Absicht unerlaubt wird. Denn Augustinus sagt: ‚Die Begierde zu schaden, die Grausamkeit zu rächen, der unversöhnliche und unversöhnbare Sinn, die Wildheit des Aufbegehrens, die Herrschsucht und Ähnliches – das sind die Dinge, die im Krieg mit Recht getadelt werden.'“
Über den Krieg (De bello) Von Thomas von Aquin Anschließend ist über den Krieg zu handeln. Im Zusammenhang damit werden … Mehr
Michael Gaismairs Landesordnung für Tirol (1526): „Damit gute Ordnung im ganzen Land in allen Dingen herrsche, sollen vier Hauptleute und darüber ein oberster Hauptmann über das gesamte Land eingesetzt werden. Diese sollen im Kriegsfall und in allen Angelegenheiten ständig für die Bedürfnisse und die Fürsorge des Landes sorgen: mit der Vorbereitung des Landes, der Befestigungen, der Pässe, Wege, Brücken, Wasserleitungen, Landstraßen und allem, was im Land notwendig ist, und dem Land in allen Dingen treu dienen. Doch sollen sie alle Mängel zuerst der Regierung anzeigen und nach deren Rat handeln.“
Michael Gaismairs Landesordnung für Tirol (1526) Michael Gaismair (1490-1532), ein ehemaliger Beamter des Prinzbischofs von Brixen, entwarf 1526 die Tiroler … Mehr
Karl Adolf Gross, Komm wieder, liebe Bibel (geschrieben 1943 im KZ Dachau): „Ach, sieh auf uns herunter, / Hilf, Gott, tu deine Wunder, / Zerreiss die Wolkenwand! / Ja, fahre selbst hernieder, / Zeig dich den deinen wieder, / Beweise deine starke Hand! // Du lenkst der Fürsten Herzen, / Lässt nimmer mit dir scherzen / Bei deinem hohen Fluch! / Entwinde ihren Fäusten, / Den gierigen und dreisten, / Den Raub, dein teures Bibelbuch! // So wollen wir dir danken / Mit Treue ohne Wanken / Im Dienst ohn‘ Ziel und Zeit. / O komm, du liebe Bibel / Der Gottesweisheit Fibel, / Du Strahl aus lichter Ewigkeit!“
Komm wieder, liebe Bibel Von Karl Adolf Gross Komm wieder, liebe BibelDer Gottesweisheit Fibel,Strahl aus der Ewigkeit!O kommt, ihr heil’gen … Mehr
‚Verschwörungspraktischer‘ Aufruf deutscher Kirchenmänner und Professoren an die evangelischen Christen im Ausland vom September 1914: „Wohl wissen wir, dass Gott durch dies blutige Gericht auch unser Volk zur Buße ruft, und wir freuen uns, dass es seine heilige Stimme hört und sich zu ihm kehrt. Darin aber wissen wir uns mit allen Christen unseres Volkes einig, dass wir die Verantwortung für das furchtbare Verbrechen dieses Krieges und alle seine Folgen für die Entwicklung des Reiches Gottes auf Erden von unserem Volk und seiner Regierung abweisen dürfen und müssen. Aus tiefster Überzeugung müssen wir sie denen zuschieben, die das Netz der Kriegsverschwörung gegen Deutschland seit lange im verborgenen arglistig gesponnen und jetzt über uns geworfen haben, um uns zu ersticken.“
Aufruf deutscher Kirchenmänner und Professoren:An die evangelischen Christen im Ausland 4. September 1914 In dem unvergleichlichen weltgeschichtlichen Zeitabschnitt, in dem … Mehr
Walter Höchstädter, Der Lemppsche Kreis: „Etliche Tage nach der Zusammenkunft mit Hermann Diem begaben sich Professor Hengstenberg und mein Vater in die Arcisstraße zu Landesbischof Meiser. Sie hatten eine zweistündige Aussprache mit ihm. Mein Vater sagte, Bischof Meiser habe sie aufmerksam angehört, habe auch die Denkschrift nach Form und Inhalt weitgehend gebilligt, aber er weigerte sich, sie zu übernehmen und zu veröffentlichen; denn er habe die Verantwortung für eine große Landeskirche mit fast 1500 Pfarrern. Wenn er, so sagte er, etwas in dieser Richtung unternehme, dann käme sicher eine große Verfolgung über die Kirche, d. h. über die Menschen, die ihm anvertraut seien. Zudem wäre den Juden damit auch nicht geholfen, im Gegenteil: die Maßnahmen der Partei gegen sie würden nur noch rigoroser.“
Der Lemppsche Kreis Von Walter Höchstädter Wenn sich im November die makabren Ereignisse des deutschen „Reichspogroms“[1] zum 50. Mal jähren, … Mehr
Martin Luther Vorrede zu Unterricht der Visitatoren an die Pfarrherrn im Kurfürstentum zu Sachsen (1528): „Da uns jetzt das Evangelium durch unaussprechliche Gnade Gottes so barmherzig wiedergekommen oder sogar erst überhaupt aufgegangen ist und wir dadurch gesehen haben, wie elend die Christenheit verwirrt, zerstreut und zerrissen ist, hätten wir auch dieses rechte bischöfliche und Besuchsamt, als aufs höchste vonnöten, gern wieder eingerichtet gesehen. Aber weil unser keiner dazu berufen war oder mit Gewissheit den Auftrag hatte und St. Petrus in der Christenheit nicht etwas schaffen lassen will, man sei denn gewiss, dass es Gottes Geschäft sei, hat sich keiner vor dem anderen erdreistet, es auf sich zu nehmen. Da haben wir sicheres Spiel haben wollen und uns an das Amt der Liebe gehalten, welches allen Christen gemeinsam geboten ist, und sind demütig mit Bitten an den durchlauchtigsten hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Johann, unseren gnädigsten Herrn als den Landesfürsten und unsere eindeutige weltliche Obrigkeit, die uns von Gott verordnet ist, herangetreten, dass Seine Kurfürstliche Gnaden aus christlicher Liebe — denn nach weltlicher Obrigkeit sind sie nicht verpflichtet — und um Gottes willen, dem Evangelium zugut und den elenden Christen in S.K.F.G. Landen zu Nutz und Heil gnädiglich etliche tüchtige Personen zu diesem Amt auffordern und verordnen sollten.“
Vorrede zu: Unterricht der Visitatoren an die Pfarrherrn im Kurfürstentum zu Sachsen (1528) Von Martin Luther Ein wie göttliches, heilsames … Mehr
Karl Steinbauer, Die Predigt vor dem Kriegsgericht (1944): „Aus solcher Kriegsnot und diesem Sterbensjammer heraus wäre es, meine ich, doch angebracht, wenn wir als Christen das Klagen des Friedefürsten über Jerusalem ernsthaft zu Herzen nähmen und bedächten, was zu unserem Frieden diene. Damit nicht auch über uns das Urteil kommt: ‚Nun aber ist’s vor deinen Augen verborgen‘, sondern daß er an uns sein eigentliches Amt ausrichten könnte, unsere Füße zu richten auf den Weg des Friedens, wie es so fein in der lobpreisenden Weissagung des greisen Zacharias verkündigt ist. ‚Er hat uns erlöst aus der Hand unserer Feinde, daß wir ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist‘. Und darum haben nicht wir mit Vorwürfen und Fragen ihm entgegenzutreten, sondern tun gut daran, uns von ihm fragen zu lassen: Was hast du getan für den Frieden? Was hast du gekämpft und gearbeitet für den Frieden?“
Die Predigt vor dem Kriegsgericht Von Karl Steinbauer Es ist ein Zeichen der Erniedrigung und Herablassung Gottes zu uns Menschen, … Mehr