Speech by the District Leader of the „German Christians“ Faith Movement in Greater BerlinDr. [Reinhold] KrauseDelivered in the Sports Palace … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Gerhard Friedrich über Hans Joachim Iwand (1969): „Iwand war ein Mann des Ostens. Er liebte die Menschen wie das Land des Ostens. Das heißt aber nicht, dass er sich einer östlichen Ideologie verschrieben hatte. Einige Wochen vor seinem Tode bekannte er, er sei Preuße und denke in vielen Stücken ganz ähnlich wie Schoeps, er sei weder Sozialist noch Kommunist, sondern Kapitalist. Seine Herkunft aus Preußen und sein Preußentum lassen es verstehen, dass er im Grunde genommen ein konservativer Mann war, der die Verbindung mit dem Osten nicht aufgeben wollte und konnte und der aus seinem preußischen Konservatismus heraus revolutionär gegen das westliche Abendland und gegen den Amerikanismus wurde.“
Hans Joachim Iwand (11. Juli 1899-2. Mai 1960) Von Gerhard Friedrich Am 2. Mai 1970 jährt sich zum zehnten Mal … Mehr
Karl Barth, Die Frage der Eidesleistung in der deutschen Bekenntniskirche (Memorandum, 1938): „Die Vereidigung gehört im Dritten Reich zu einer Reihe von Maßnahmen, die alle das Ziel haben, sich von Seiten der Staatsleitung in möglichst vollständiger Weise jedes Einzelnen so zu versichern, dass auf ihn gerechnet werden kann. Die Eidesleistung steht auf derselben Linie wie die übrigen Maßnahmen der Durchorganisierung und Uniformierung aller Reichsangehörigen. Alle sollen in eine Linie gebracht werden.“
Die Frage der Eidesleistung in der deutschen Bekenntniskirche (1938) Von Prof. Dr. Karl Barth Wenn ich heute etwas sagen soll … Mehr
Martin Luther, Brief an die Ehefrau Katharina von Bora während der Megadürre im Sommer 1540: „Und lass die Kinder beten. Es ist allhier solche Hitze und Dürre, dass unsäglich und unerträglich ist Tag und Nacht. Komm, lieber jüngster Tag!“
Brief an die Ehefrau Katharina von Bora während der Megadürre im Sommer 1540 Von Martin Luther Die Dürre und Hitze … Mehr
Johannes Evangelista Goßner, Brief an die Gemeinde Sarata (1823): „Im Himmel möchte ich meine Feder eintauchen können, in die ewige Trost- und Kraftquelle Gottes, des unendlich Freundlichen und Liebevollen, um euch wahrhaft trösten, stärken und beruhigen zu können. Balsam aus Gottes Fülle möchte ich holen können, um eure Wunden zu heilen, euren Schmerz zu lindern, um eure Seele aus dem Jammer zu reißen, in den ihr durch den Verlust eures teuren Hirten und Freundes versetzt werdet. Ach, ihr Herzgeliebten! Wie wunderbar ist der Rat des Herrn! Aber glaubet, glaubet fest und gewiss, Er führt es herrlich hinaus, es sehe noch so bunt und wunderlich aus! – Das Unerwartetste muss man erwarten in den Tagen der Trübsal; – das sehet ihr jetzt. Aber ebenso unerwartet wie die großen Leiden kommen, sind auch die großen Freuden, die der Herr dadurch bereitet. – Der die Wunde schlägt, der muss sie auch wieder heilen, und Er wird es tun. Der da tötet, der macht auch wieder lebendig; – der in die Grube führt, geht mit in die Grube und führt auch wieder heraus.“
Brief an die Gemeinde Sarata Von Johannes Evangelista Goßner Nachdem Ignaz Lindl 1823 aus dem Zarenreich ausgewiesen wurde, schrieb Johannes … Mehr
Kanzelabkündigung der VELKD zur Entmythologisierung des Neuen Testamentes (1953): „Hier ist nun in den letzten Jahren in der Kirche selbst begründete Besorgnis entstanden. Einige Lehrer der theologischen Wissenschaft, die neue Wege gesucht haben, um unserer Gegenwart den Kern der biblischen Botschaft verständlich zu machen, sind in der Gefahr, bei ihrem Bemühen um eine ‚Entmythologisierung des Neuen Testamentes‘, wie sie das nennen, den Inhalt der Verkündigung zu vermindern oder gar zu verlieren. Sie sehen, dass die Aussagen des Neuen Testaments das äußere Gewand der damaligen Denkweise tragen. Aber wir müssen sie fragen, ob sie darüber nicht die Tatsachen verleugnen, die die Schrift bezeugt. Es ist eine dringende kirchliche Aufgabe, die Auseinandersetzung mit diesen Lehrern der Theologie zu führen. Darum stehen Männer der Kirche aus Kirchenleitungen, Theologischen Fakultäten und Kirchlichen Hochschulen in ständigem wissenschaftlichem Gespräch mit den Vertretern jener Anschauung, um die Reinheit der christlichen Lehre zu wahren.“
Kanzelabkündigung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zur Entmythologisierung des Neuen Testamentes vom 22. November 1953 „Fürchte dich nicht! Ich … Mehr
Johannes Evangelista Goßner über die göttliche Liebe: „Wie haben die Menschen die Liebe aufgenommen? Ach, sie gönnten ihr keine Herberge; die Liebe musste im Stall geboren werden; alle Türen und Tore waren der Liebe verschlossen, da sie hereinkam in diese Welt. Ja, sie musste fliehen über die Grenzen und exulieren, da sie kaum geboren war. Man strebte ihr nach dem Leben, wollte sie wieder aus der Welt schaffen, da sie kaum den ersten Schritt in die Welt hereingetan hatte. Darum hielt sie sich dreißig Jahre lang verborgen und lebte unbekannt in Armut und Verachtung. Als die Liebe endlich doch öffentlich auftrat, ihren Mund und ihre Hände öffnete und in lauter Wohltun und Segen umherwandelte, was taten die Menschen? Die einen stießen sie mit Gewalt von sich, andere waffneten sich gegen sie und warfen mit Steinen nach ihr, und wieder andere baten sich’s zur Gnade aus, dass sie von ihnen weichen und ihre Grenze verlassen möchte. Am Ende schlugen sie die Liebe gar ans Kreuz und töteten sie. Aber die Liebe kann nicht aufhören; Schmach, Kreuz, Beleidigung aller Art und selbst der Tod konnten die Liebe nicht töten, sondern sie nur erhöhen und vermehren. Darum konnte sie auch nicht im Grabe bleiben; die Liebe ward wieder lebendig und fing nun erst an, ihr Reich auf Erden zu gründen; indem sie heimgehend und wiederkehrend in den Schoß des Vaters, woher sie gekommen war, den Geist der Liebe ausgoß und herabsendete auf alle, die sich von ihr lieben lassen wollten.“
Über die göttliche Liebe Von Johannes Evangelista Goßner Wie Gott die Liebe ist, so ist auch der Sohn Gottes die … Mehr
Franz-Heinrich Philipp, Johannes Evangelista Goßner: „Ein Christ ist Christi teilhaftig, ist Glied an seinem Leibe, Glied der singenden und betenden, der bittenden, dankenden und lobenden Christengemeinschaft. Er findet sich mit seinen Brüdern im öffentlichen Gottesdienst der Gemeinde, er sucht die Erbauung im kleinen Kreis der Haus- oder Familiengemeinschaft, und er lebt schließlich unmittelbar in Verbundenheit mit seinem Herrn. Gottes Heiliger Geist durchpulst und heiligt ihn durch und durch. Christus, der unermüdliche Mahner und Anklopfer an der Seelentür, hat Einlass gefunden und lebt in ihm. Gott, der Heiligste und Höchste, hat ihn zum Hausgenossen angenommen. In immer neuen Bildern spricht Goßner von diesem ihn so bewegenden Erlebnis, dass Gott Mensch ward, um den Menschen zu sich zu ziehen, und entfaltet sich seine Christusmystik, die neben den ‚Christus für uns‘ den ‚Christus in uns‘ stellt: Christus hat den Sünder entsühnt, und er hat den Erlösten zur innigsten Liebesgemeinschaft an sein Herz genommen; Christus starb für uns, um mit und in uns zu leben.“
Johannes Evangelista Goßner Von Franz-Heinrich Philipp Lebensweg In einer frommen römisch-katholischen Bauernfamilie in Hausen im Bayerischen Schwaben kam Johannes Evangelista … Mehr
Ulrich Goßner über seine Vernehmung im bischöflichen Ordinariat in Augsburg betreff seiner Christus-Predigten in Pfaffenhofen an der Roth (1831): „Herr Dekan W. in St. brachte vor: Der Name Jesus werde so oft genannt in den Predigten, dass er zum Ekel werde. Ich antwortete: ‚Wenn das öftere Nennen dieses Namens Ekel erregt, so hat niemand mehr Ekel erregt, als der Apostel Paulus, in dessen Briefen dem Leser dieser Name überall entgegenkommt; z. B. im 1. Kor. 1 in den ersten zehn Versen zehnmal. Das ist gewiss ekelhaft! Eine solche Rede steht einem Heiden und Juden wohl an — aber einem Christen — einem Geistlichen — Dekan —!!! Ich frage auf diese Beschuldigung hin — ob ein solcher Mann unser Richter sein könne? Das ist ja entsetzlich!‘“
Ulrich Goßner über sein Vernehmung im bischöflichen Ordinariat in Augsburg (1831) Ulrich Goßner (1806-1834), gebürtig aus Seifertshofen bei Ebershausen und … Mehr