Reinhold Schneider, Die andere Macht (1951): „Wo das Zeugnis ist, da ist das Gottesreich. Es kann dort nicht sein, wo das klare Zeugnis des Lebens und Leidens nicht ist. Untergehen wird es nicht. Und immer wieder wird es sich erweisen, daß in ihm die Möglichkeit unerhörter, ja der einzigen wahren Freiheit ist. Der zur Freiheit drängende Mensch wird nur in dem einen Falle nicht irren, da er sich hingibt an Christus, um in ihm frei zu werden und für dieses Freisein in Christus alles Weltliche zu opfern bereit ist.“

Die andere Macht (1951) Von Reinhold Schneider In den »Erzählungen eines russischen Pilgers«, die nach dem Bericht eines Unbekannten in … Mehr

Claus Westermann, Gesundheit, Leben und Tod aus der Sicht des Alten Testaments: „Die Gotteserfahrung Israels hat mit der Erfahrung einer Rettung eingesetzt; diese Erfahrung weitete sich ganz von selbst aus: dieser Gott hat alles in Händen. Weil der Retter der Schöpfer ist, der Schöpfer des eigenen Lebens und der Schöpfer Himmels und der Erden, kann alles mit ihm in Verbindung gebracht werden. Dazu bedarf es nicht des Glaubens; es kann gar nicht anders sein, als daß Gott mit allem zusammengehört, was geschieht, auch wenn es widersinnig, empörend ist.“

Gesundheit, Leben und Tod aus der Sicht des Alten Testaments Von Claus Westermann Im Buch Jesaja wird erzählt, wie der … Mehr

Hans Walter Wolff, Faulenzen auf Befehl. Vom Ruhetag: „Der Sonntag will diese Freude des Spiels der Schöpfung weitergeben. Wir dürfen eintreten in einen von Gott bereitgestellten weiten Raum, heraus aus unserer muffigen Enge; das heißt konkret, wir dürfen die Freude aufleben lassen an dem überschwenglichen Luxus an Arten und an Farben, an der verschwenderischen Fülle bunten Lebens und „dass die Vögel viel mehr singen als nach Darwin erlaubt ist“, wie ein heutiger Biologe sagt.“

Faulenzen auf Befehl. Vom Ruhetag Von Hans Walter Wolff Sechs Tage kannst du schaffen, aber am siebenten Tage sollst du … Mehr

Hildegard Schaeder, Ostern im KZ (1947): „Es war Ostermorgen, das zweite Ostern im Lager, an dem eigentlich mir die Vergasung bestimmt war. Ich gab der jungen Frau die Hand, wünschte ihr ein gutes Ostern, was sie freundlich erwiderte, und sagte darauf: „ich kann unsere Beiden in dem Straftransport nicht vergessen, ich sehe sie immerfort vor mir“. „Sie haben selbst Schuld“, meinte sie mit steinernem Gesicht. Da wußte ich, daß diese das Leben der Beiden auf dem Gewissen hatte. Ich hielt ihre Hand fest: „wer von uns ist denn ohne Schuld?“ Sie ließ mir ihre Hand.“

Hildegard Schaeder (1902-1984), Mitglied der Dahlemer BK-Gemeinde, hatte schon kurz nach der Reichspogromnacht 1938 Hausbesuche bei jüdischen Mitbürgerinnen angeregt und … Mehr