Hildebrand Dussler über Martin Boos und die Allgäuer Erweckungsbewegung: „Boos aber wurde, nachdem er 15 deutsche und 14 lateinische Sätze abgeschworen hatte, ‚auf Jahr und Tag ab omni curae exercitio suspendiert und in das Göggingische Priesterhaus condemniert‘. Wie der heilige Paulus einst seinen Kerkermeister bekehrte, so ‚erweckte‘ Boos hier den Direktor dieser geistlichen Strafanstalt, Georg Hofmann.“

Der interessanteste Priester der Allgäuer Erweckungsbewegung dürfte Martin Boos (1762-1825) sein. Horst Weigelt hat über ihn einen lesenswerten Artikel in … Mehr

Über Johann Michael Feneberg, Martin Boos und Johannes Evangelista Goßner in RGG3-Artikeln: „Boos wurde in der katholischen Theologie manchmal als verdächtiger »Aftermystiker« abgetan, war in Wirklichkeit jedoch ein »Prediger der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt« und als solcher von großer Bedeutung für die gesamte Erweckungsbewegung, verließ aber aus ökumenischen Motiven nie die römische Kirche.“

In der dritten Auflage des RGG (Bd. 2, S. 899) findet sich folgender Eintrag über Johann Michael Feneberg, der als … Mehr

Johann Baptist Metz, Nur um Liebe geht es nicht … sondern um Gerechtigkeit: „Der christliche Glaube ist jedenfalls ein gerech­tigkeitssuchender Glaube. Gewiss, Christen sind dabei immer auch Mystiker, aber eben nicht Mys­tiker im Sinne einer ausschließlich spirituellen Selbsterfahrung, sondern im Sinne einer spirituel­len Solidaritätserfahrung. Sie sind vor allem »Mys­tiker mit offenen Augen«. Diese Mystik ist keine antlitzlose Naturmystik. Sie führt vielmehr in die Begegnung mit den leidenden anderen, mit dem Antlitz der Unglücklichen und der Opfer. Sie ge­horcht der Autorität der Leidenden.“

Nur um Liebe geht es nicht … sondern um Gerechtigkeit Der Theologe Johann Baptist Metz, einflussreicher Gegenspieler des Papstes, fordert … Mehr

Soll man Kirchensteuern zahlen? Zur Tempelsteuer in Matthäus 17,24-27: „Zum anderen entscheidet sich Jesus dennoch dafür, die Tempelsteuer zu zahlen – nicht aus Anerkennung ihrer Legitimität, sondern ausdrücklich, um keinen Anstoß zu erregen. Gerade in dieser Konzession wird jedoch seine Distanz zur religiösen Steuerpraxis deutlich. Denn das geforderte Geld soll weder aus dem eigenen Geldbeutel noch aus den eigenen Einkünften stammen, sondern ist dem Maul eines Fisches zu entnehmen. Die Steuerschuld wird mit etwas beglichen, das weder Jesus noch Petrus zuvor besessen oder erwirtschaftet haben.“

Soll man Kirchensteuern zahlen? Zur Tempelsteuer in Matthäus 17,24-27 Im Evangelium nach Matthäus wird Petrus in Kapernaum von Steuereintreibern mit … Mehr

Was tut eigentlich eine ganz normale evangelische Kirchengemeinde in Bayern? „In einer ganz normalen Kirchengemeinde versammeln sich Christinnen und Christen am Sonntag zum Gottesdienst. Dort hören sie auf Gottes Wort, wie es in der Heiligen Schrift bezeugt ist, und rufen den dreieinigen Gott im Gebet und Lobpreis an. Außerdem feiern sie im Abendmahl die leibliche Gegenwart Christi. Wesentlich ist, dass Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen mit ihrem eigenen Herzen in das Gotteslob einstimmen können.“

Was tut eigentlich eine ganz normale evangelische Kirchengemeinde in Bayern? In einer ganz normalen Kirchengemeinde versammeln sich Christinnen und Christen … Mehr

Der Kirche Tribut zollen? – Warum Kirchensteuern für Christen fragwürdig sind: Im Evangelischen Staatslexikon wird die Kirchensteuer wie folgt definiert: „Unter Kirchensteuern versteht man nichtständige öffentlich-rechtliche Zwangsabgaben in Geld, die von Religionsgesellschaften mit öffentlich-rechtlicher Korporationsqualität (oder ihren Unterverbänden) zur Finanzierung kirchlicher Aufgaben kraft eines kirchenrechtlichen Anspruchs in der Regel nur von ihren Mitgliedern ohne Gegenleistung erhoben werden, wobei die Steuerpflicht an einen allgemein bestimmten Steuertatbestand anknüpft und eine Zwangsbeitreibung durch staatliche Hoheitsakt garantiert wird.“

Im neuen Korrespondenzblatt des bayerischen Pfarrervereins ist folgender Artikel von mir in Sachen Kirchensteuer erschienen: Der Kirche Tribut zollen? – … Mehr

Warum 1.-FCN-Fans mehr von Kirche verstehen als mancher Theologieprofessor: „Wie das Fußballspiel ist auch die Kirche als liturgische Spielgemeinschaft in Christus auf Handlung und nicht etwa auf eine Weltanschauung ausgerichtet. Sowohl für einen Anhänger vom 1. FCN als auch für einen Anhänger Jesu Christi gibt es keine denkerische Erhabenheit und auch keine intellektuelle Schreibtischekstase. Egal woher man kommt, was auch immer man verdient, welche Pläne man im eigenen Leben hat, wenn es um das Spielgeschehen geht, gibt es kein Entkommen.“

Warum 1.-FCN-Fans mehr von Kirche verstehen als mancher Theologieprofessor Wenn es um Kirche geht, lässt sich von Die-hard-Fußballfans, die jedes … Mehr

Unternehmerisch handeln als Kirche Jesu Christi – Möglichkeiten und Grenzen (2002): „Ich sehe unternehmerisches Handeln in unserer Kirche als die Herausforderung für die Zukunft, ein Handeln wohlgemerkt, das sich in den Dienst der Heilsökonomie Gottes stellt, indem es Menschen für das Evangelium Christi zu gewinnen sucht und dabei auf das Wirken des Heiligen Geistes vertraut. Dem unternehmerischen Handeln als Aktion geht die Kontemplation, die sich auf die Verheißung Gottes in Jesus Christus ausrichtet, voraus.“

Unternehmerisch handeln als Kirche Jesu Christi – Möglichkeiten und Grenzen Begriffe sind keine neutrale Worthülsen. Sie stammen aus bestimmten lebensweltlichen … Mehr