Karl Barth, Ein Brief nach Frankreich (1939): „Der am Kreuz gestorben ist, ist auch für Hitler gestorben und erst recht für alle die verwirrten Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig unter seinen Fahnen stehen. Aber eben weil die Kirche weiß um die Rechtfertigung, die wir Menschen uns selber mit keinem Mittel verschaffen können, kann sie im Großen und im Kleinen nicht gleichgültig, nicht „neutral“ sein, wo nach dem Recht gefragt, wo versucht wird, ein bißchen dürftiges menschliches Recht aufzurichten gegen das überströmende, das schreiende Unrecht.“

Ein Brief nach Frankreich, 1939 Von Karl Barth Basel, im Dezember 1939. Mein lieber Pfarrer Westphal! Sie schreiben mir, daß … Mehr

Martin Luthers Invokavit-Predigt zu Jesu Versuchung durch den Teufel (Matthäus 4,1-11) von 1537: „Un­ternimm es, Christus sein Reich und sein Priestertum wegzuneh­men und beides an dich zu reißen, um unter diesem seinem Namen die Christen zu verführen und zu unterdrücken. In dieser Weise wirst du mich anbeten, und ich werde dir einen auserlesenen Lohn dafür geben: Ehren und Reichtümer und Macht über Kaiser und Könige und alle Gewalt auf Erden, außerdem den Ruf der Gerech­tigkeit und Heiligkeit.“

Predigt über Matthäus 4,1-11 (Die Versuchung Christi) Von Martin Luther Evangelium Matthäus 4,1-11: Da ward Jesus vom Geist in die … Mehr

Karl Barth zum Problem des Krieges (Kirchliche Dogmatik III/4, 1951): „Wo ein Staat seiner normalen Aufgabe nicht recht nachgeht, da wird er sich früher oder später getrieben sehen, sich die abnormale Aufgabe des Krieges zu stellen und dann auch andere Staaten mit dieser abnormalen Aufgabe zu belasten. Wo die Staatsmacht den inneren Bedürfnissen des Landes nicht gewachsen ist, da wird sie für die dadurch erweckte Unruhe ein Ventil nach außen suchen und im Krieg zu finden meinen.“

Zum Problem des Krieges (KD III/4, § 55) Von Karl Barth Wir kommen in Abschluß unserer Erwägungen zum sechsten Gebot … Mehr

Hans G. Ulrich, Predigt zu Markus 8,31-38: „Wir sprechen viel von Menschenwürde, auch von menschenwürdigem Sterben. Doch worin besteht diese Würde, die es zu wahren gilt? Hier wie in der ganzen Bibel heißt Menschenwürde einfach, Du bist, wie jeder Mensch, von Gott gewürdigt, dass er mit Dir zusammenleben will, auf Ewigkeit – durch das Sterben und den Tod hindurch. Die Hoffnung darauf macht Deine Würde aus. Du darfst hoffen – Du bist ein Mensch, der Grund hat zu hoffen, das macht Deine Würde aus. Die darfst Du mit Dir herumtragen. Diese Würde kann Dir niemand nehmen. Und so kommt alles darauf an, Menschen dieses Vertrauen zu bezeugen – das sind wir schuldig zu bezeugen, nicht im Schweigen verfallen.“

Predigt zu Markus 8,31-38 Von Professor Dr. Hans G. Ulrich, Erlangen Der heutige Text zur Predigt ist eigentlich der Text … Mehr

Walter Lüthis Predigt über Matthäus 26,36-46: „Derjenige, der uns wirklich hilft, so ganz hilft, dass er der Erlöser ist, ist schwach. Die Tatsache, dass Gott uns in Gethse­mane den Erlöser der Welt schwach zeigt, auch sie müsste auf uns abfärben. Das wäre der Beitrag, den wir als Christen dieser Welt schuldig sind, dass wir aufhören, unser Heil von irgendwelchen Machtpositionen her zu erwarten, dass wir im persönlichen und im Völkerleben der «Politik der Stärke» absagen und glauben, dass Got­tes Kraft in den Schwachen mächtig ist.“

Die Gethsemanestunde. Predigt über Matthäus 26,36-46 Von Walter Lüthi 36. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß … Mehr

Søren Kierkegaard, Denk dir ein sehr großes Schiff. Ein Gleichnis (1855): „Furchtbar war es, wie diese 1000 Passagiere sorglos lärmten, furchtbar, dass der Kapitän der einzige war, der wusste, was bevorstand: O, aber das Wichtigste ist ja doch, dass der Kapitän es weiß; also furchtbar, dass der einzige, der sieht und weiß, was bevorsteht — ein Passagier ist.“

Denk dir ein sehr großes Schiff. Ein Gleichnis Von Søren Kierkegaard Denk dir ein sehr großes Schiff, wenn du willst, … Mehr

Adolf Sommerauer, Ich spürte, wie der Tod ins Zimmer kam: „‚Du mußt es aushalten, bis er die Spritze bekommen hat, die ihm das wa­che Bewußtsein nimmt. Er hängt an dir, du darfst ihm das nicht antun.‘ In demselben Augenblick, als meine Frau um des Nächsten willen ihren Mann leiden ließ, war mir klar, dass Christus lebt und dass er da ist. Es war eine Geborgenheit in dem Christus, der dem Tod die Macht genommen hat. Und ich glaube, dass in ihm auch der Mann geborgen war, der an der Weggabel die andere Richtung nehmen musste.“

Ich spürte, wie der Tod ins Zimmer kam Von Adolf Sommerauer Daß menschliches Leben durch keine Formel hinreichend er­klärt werden … Mehr