Gabriele Miller über Fridolin Stier: „Stier interessierte sich für rundweg alles, was es unter dem Himmel gibt, vor allem aber für die Rätselfragen der Welt, die ihn, je älterer wurde, desto mehr gefangen nahmen. Des­halb blieb er auch der Thematik jenes alttestamentlichen Bu­ches am meisten verpflichtet, dessen Übersetzung samt Kommentar er als erste publizierte: dem Buch Ijob. Das Ijob-Problem hat Stier ein Leben lang nicht losgelassen – am Schreibtisch nicht und nicht als Schicksal. Davon geben sei­ne Tagebücher (»Vielleicht ist irgendwo Tag« und »An der Wurzel der Berge«) beredtes Zeugnis. Sie zeigen aber auch, wie gerne der auf einem Allgäuer Bauernhof Aufge­wachse­ne die Vögel pfeifen und die Katzen schnurren hörte.“

Von Gabriele Miller (1923-2010) stammt folgende Erinnerung an Fridolin Stier: Todestag von Fridolin Stier (1902-1981)  2. März Mappe unter dem … Mehr

Predigt über Sprüche 8,22-36: „So kommt die Weisheit auf uns zu, sucht uns in die göttliche Gegenwart zu entführen, die all das, was wir in unseren eigenen Lebensblick nehmen, himmelweit übersteigt. Über den Tel­lerrand des eigenen Lebens hinaus, wo es ‚alles für mich‘ heißt, raus aus dem Tunnelblick der eigenen Lebensangst, weg von den eigenen Vorurteilen und Selbstgewissheiten lässt uns die Weisheit staunen, was außerhalb unserer selbst für uns göttlich vorgesehen ist.“

Predigt über Sprüche 8,22-36 „Ich bin doch nicht dumm“ sagt sich die Seelenverletzung. „Ich bin doch nicht dumm“ sagt sich … Mehr

Fridolin Stiers biblische Meditation ‚Jakob ward Israel‘: „Das ist die Antwort auf Jakobs Gebet: Gott sagt sich nur dann einem, der mit ihm ringt, zu, der sich von Jakob zu Israel gewandelt hat. Die Geschichte Jakobs, seiner Untaten und seiner Wandlung hat die Tiefe eines Typos. In ihr soll sich das dem Erzähler zeitgenös­sische Israel der Königszeit erkennen als das Volk, das die Wege Jakobs wandelt. Diese machtstolze Zeit ist gewarnt, vor dem Wahn aus eigener Kraft ihr Heil wirken zu können. Der Weg führt in die Nacht des Gerichtes und in die Vernichtung, wenn Jakob sich nicht zu Israel wandelt.“

Vom Tübinger Alttestamentler Fridolin Stier stammt eine kleine biblische Meditation über Jakob, die 1962 in der Zeitschrift „Geist und Leben“ … Mehr