Über die Fremdenliebe bzw. Gastfreundschaft heißt es im 53. Kapitel der Regel Benedikts (Regula Benedicti): „Alle Fremden, die kommen, sollen … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Hans Joachim Iwand im Brief an Karl Barth über den Tod seiner Frau Ilse (1951): „Als Ilse starb, saßen Anemone, meine älteste Tochter und ich am Tisch, der Atem wurde leicht wie Flocken, die zergehen, dann ging Ilse still und sanft hinaus und was eben noch letzte Ahnung ihrer Erscheinung unter uns war, lag da, wie ein Gewand, das sie abgeworfen hatte. Wir lasen noch 1. Korinther 15 an ihrem Bett und gingen dann heim, der letzte, schwerste Dienst in diesem schönsten Abschnitt meines Lebens war getan. Nun ist sie eingestiegen – und ich bin am Ufer zurückgeblieben, wie ein armer Bettler, der nicht mitgenommen wurde auf die große Fahrt.“
Brief an Karl Barth nach dem Tod seiner Frau Ilse Als seine Frau Ilse (geb. Ehrhardt, 1901-1950) kurz vor Weihnachten … Mehr
Erlass von König Wilhelm I. von Preußen zur Durchführung eines außerordentlichen Bettages für den 27. Juli 1870 aus Anlass des des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71: „Ich bin reinen Gewissens über den Ursprung dieses Krieges und der Gerechtigkeit unserer Sache vor Gott gewiß.“
In Sachen Thron und Altar bzw. Preußischer Kriegsgott erschien am 21. Juli 1870 folgender Erlass von König Wilhelm I. von … Mehr
Theophil Wurms Hirtenbrief vom 1. August 1944: „Wer unter Gott lebt und diesen Gott durch Jesum Christum seinen Vater nennen darf, muss auch in dem Toben menschlicher Leidenschaften und im Zerstörungswerk moderner Technik einen von Gott gewollten Sinn erblicken. Mit derselben Bestimmtheit, mit der wir eine durch rein körperlich-materielle Ursachen hervorgerufene Krankheit als einen Ruf Gottes an uns erkennen, hören wir auch im Krieg und seinen Auswirkungen Gottes Stimme an uns und alle Menschen, die in dieses Kämpfen, Leiden und Sterben mit hineingezogen sind.“
Da stand der schwerste Bombenangriff auf die Stuttgarter Altstadt am 12. September 1944 durch die britische Royal Air Force noch aus, … Mehr
Gebet zur Schulentlassung: „Halte deinen Frieden weiterhin über die Schule, dass Schülerinnen und Lehrern sich gegenseitig respektieren und voneinander lernen.“
Gebet zur Schulentlassung Himmlischer Vater,Du unser Gott,am Ende dieses Schuljahrs danken wir dir,für all das Gute, das wir hier an … Mehr
Martin Luther über das Predigtamt (Der rechte Prediger): „Wo denn da einem Prediger der Bauch und zeitliches Leben lieber ist, der tut es nicht; steht wohl und wäscht auf der Kanzel, aber er predigt nicht die Wahrheit, tut das Maul nicht auf; wo es will übel gehen, da hält er inne, und beißt den Fuchs nicht.“
Über das Predigtamt/Der rechte Prediger Von Martin Luther Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und … Mehr
Hans G. Ulrich über das Eigentum: „Eigentum begründet sich nicht nach Maßgabe dessen, was Menschen sich anzueignen vermögen, sondern was ihnen gemeinsam als Lebensgrundlage zukommt“
Was Hans G. Ulrich 1986 in seinem Artikel „Eigentum“ für die dritte Auflage des Evangelischen Kirchenlexikons (EKL3) geschrieben hat, ist … Mehr
Vom Segen des Segens: „Unter der Bedingung des Glaubens versagt sich der Segen einer eigenmächtigen Wortmagie. Nur im Glauben an den dreieinigen Gott kann der zugesagte Segen wirklich wahr werden. Das Ja-Wort des Segens – wie es im Kreuzzeichen (signa crucis) sinnfällig wird – ist Jesus Christus, ist er doch „das Ja zu allem, was Gott verheißen hat“ (2Korinther 1,20). Im Zeichen des Kreuzes hat diese Ja-Wort auch dort Bestand, wo eigene Lebenserfahrung durch Leid, Schmerz oder Verlust sich nicht im Segen wiederfinden kann.“
Vom Segen des Segens Die evangelische Liturgie zeigt sich in ihrer formulierten Sprache im Vergleich zur katholischen Messe eher wortkarg … Mehr
Friederike Popp über die Angebote einer Spiritualität für Menschen von heute: „In der Einfachheit und Unvollkommenheit sind Lernende und Lehrende, Fragende und Begleiter unterwegs unter dem weiten Zelt Gottes. Als herausfordernde Anfrage an glaubwürdiges geistliches Leben in der heutigen mobilen Welt ist auch heute die Antwort: Wir bleiben.“
In ihrer Zeit als Priorin der Communität Casteller Ring (2008-2014) hatte Friederike Popp (1961-2020) einen Text geschrieben, der das, was … Mehr