In seinem Brief vom 26. August 1919 an Margrit Rosenstock-Huessy (Gritli-Briefe) schrieb der jüdische Philosoph Franz Rosenzweig: „Ich kann nicht … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Gerhard von Rads Predigtmeditation über 2. Könige 5,1-19: „Er schickt ihn hinaus in die ganze Heillosigkeit des Heidentumes und überläßt ihn seinem Glauben“
Am dritten Sonntag nach Ephiphanias ist im neuen Perikopenbuch – neben Rut 1 – die Naaman-Geschichte in 2. Könige 5 … Mehr
Martin Buber, Zu einer neuen Verdeutschung der Schrift (1954): „Biblische Grundworte offenbaren ihre Sinnweite und -tiefe nicht von einer einzigen Stelle aus, die Stellen ergänzen, unterstützen einander, Kundgebung strömt dauernd zwischen ihnen, und der Leser, dem ein organisches Bibelgedächtnis zu eigen geworden ist, liest jeweils nicht den einzelnen Zusammenhang für sich, sondern als einen von der Fülle der Zusammenhänge umschlungenen. Die latente Theologie der Schrift wirkt unmittelbar da, wo sich der Gehalt der einzelnen Grundworte solcherart aus verschiedenen Sätzen, verschiedenen Textformen, verschiedenen Äußerungsstufen als der gleiche auftut. Wohl ist nicht das Wort, sondern der Satz natürliches Glied der lebendigen Rede und das Wort ihm gegenüber das Produkt einer Analyse, aber der biblische Satz will biblisch erfaßt werden, d. h. in der Atmosphäre, die sich durch die Wiederkehr der gleichen Grundworte erzeugt.“
Was Martin Buber unter dem Titel „Zu einer neuen Verdeutschung der Schrift“ als Beilage zum ersten Band Die fünf Bücher … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Matthäus 18,21-35 (1958): „Er ist offenbar in seiner großen Stunde kein Königskind geworden, sondern ein Knecht geblieben. Das ist das Schreckliche. Er hat nicht begriffen, dass er einbezogen wurde in die Gottesherrschaft Jesu Christi, unter das königliche Recht der Gnade. Dorthin, wo niemand mehr fragt: Wie oft, wievielmal kann man eigentlich seinem Mitbruder vergeben? Dieser Mann ist trotz allem ein Knecht geblieben, in der ganzen Niedrigkeit eines Knechtes, der nun, kaum dass er selbst frei ist, sich aufmacht, um seinerseits Herr zu spielen.“
Predigt über Matthäus 18,21-35 (Der Schalksknecht) Von Hans Joachim Iwand Die Geschichte, die wir eben gehört haben, hat eine doppelte … Mehr
Joseph Wittig, Das Volk von Neusorge: „Das was Volk ist in den Menschen, wurde wie ein Vogel, der von einem Baum zum anderen verjagt wird. Da blieb zuletzt noch das Wirtshaus, d. h. für die Neusorger die Schmiede.“
Nachdem Joseph Wittig nach seiner Exkommunikation und Entlassung aus dem Hochschuldienst wieder in sein Heimatdorf Neusorge bei Schlegel in Schlesien … Mehr
Was heißt andere Menschen zu respektieren: „Als Christ andere Menschen respektieren heißt nicht einfach (nur) deren eigenes Personsein anzuerkennen, sondern für diese das göttliche Handeln in Schöpfung und Erlösung zu berücksichtigen (respecto), das sie mit einem selbst unwiderruflich verbindet. Nicht das, was im Menschsein selbstbezüglich enthalten ist, sondern das, was göttlicherseits uns Menschen zukommt, verschafft im biblischen Sinne Respekt.“
Was heißt andere Menschen zu respektieren Alle Welt redet von zwischenmenschlichem Respekt, nur nicht in der deutschsprachigen Ethik. Stattdessen wird … Mehr
Wie man unter irdischen Bedingungen sich bei gegensätzlichen Standpunkten einander näherkommt: „Vertiefe deinen eigenen Standpunkt auf das hin, was ihn wirklich trägt.“
Wie man unter irdischen Bedingungen sich bei gegensätzlichen Standpunkten einander näherkommt Zumindest geologisch lässt es sich vorstellen: Wo Menschen in … Mehr
Martin Luther, Predigt über Matthäus 7,1-5: Richtet nicht, aus dass ihr nicht gerichtet werdet (1530/32): „Es gilt nicht, wenn du selbst ohne Gottes Wort und Befehl richten und urteilen willst und wenn du’s auch hernach Gottes Ehre und Gerechtigkeit heißest, sondern es ist und bleibt ein teuflischer Zusatz, der sich nur mit diesem Deckel schmückt und schön macht. Denn hier hörst du: Gott will es nicht haben, dass wir uns unterstehen, selbst Richter zu sein, es sei in der Lehre oder im Leben.“
„Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ Predigt über Matthäus 7,1-5 Von Martin Luther Math. 7,1-5: Richtet nicht, auf … Mehr
Gerhard von Rads Nacherzählung der Naaman-Geschichte in 2. Könige 5: „dass aus der Frage Naamans ein Menschentum spricht, das den modern religiösen Ausweg nicht kennt, nämlich jenen Rückzug aus der Welt in die Innerlichkeit des Herzens, für die dann die äußeren Umstände der Anbetung unerheblich sind“
Am dritten Sonntag nach Ephiphanias ist im neuen Perikopenbuch – neben Rut 1 – 2. Könige 5 als alttestamentlicher Predigttext … Mehr