In der Diskussion um einen kirchlichen Arierparagraphen hat der Bochumer Pfarrer und Judenchrist Hans Ehrenberg (1883-1958), ein Vetter Franz Rosenzweigs, … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Martin Buber über das Ende der deutsch-jüdischen Symbiose (1939): „Es ist bei solcher Wirklichkeit zu verstehen, dass sich manche vortreffliche jüdische Männer allzu rückhaltlos an das Deutschtum hergaben.“
Das Ende der deutsch-jüdischen Symbiose (Januar 1939) Von Martin Buber Das stärkste Wesensmerkmal in der Geschichte der Galuth ist die … Mehr
Georg Fritzes Brief zur Verweigerung eines kirchliche Treueeids auf Adolf Hitler vom Juli 1938: „Viele Geschehnisse und öffentliche Erklärungen drängen zu der Befürchtung, dass der Eid eine Bindung dahin bedeute, dass um des Staates willen der Pfarrer die Substanz seiner Verkündigung mindestens mitbestimmt sein lassen solle von der nationalsozialistischen Weltanschauung“
Nachdem Georg Fritze (1874-1939), Pfarrer an der Kölner Kartäuserkirche ab 1928, in seinem Schreiben an den Konsistorialpräsidenten in Düsseldorf seine … Mehr
Martin Bormann im Rundschreiben an die Gauleiter der NSDAP vom 8. Juli 1938: „Für die Partei spielt der Unterschied zwischen den Geistlichen, die den Eid auf den Führer nach fünf Jahren nationalsozialistischer Erhebung geleistet haben, und solchen Pfarrern, die ihn nicht leisten, keine Rolle. Ein Eid auf den Führer hat vielmehr für die Partei und den Staat nur dann Bedeutung, wenn er auf Anordnung des Führers von der Partei oder von dem Staat dem einzelnen abgenommen wird.“
Rundschreiben Nr. 87/38 Nachdem im Sommer 1938 in den evangelischen Landeskirchen die kirchengesetzlich verordneten Vereidigungen der Pfarrer auf Adolf Hitler … Mehr
Jörg Zink, Der Tod und seine Rückseite. Ein Geleitwort: „In früheren Zeiten bat man Gott um Bewahrung vor dem ‚jähen Tod‘, der eine bewusste Erfahrung des Sterbens verhindert wie auch die notwendige Reflexion darüber, was denn am Ende herausgekommen sei, was man noch in Ordnung bringen könne und womit man bestehen könne vor sich selbst und der letzten Instanz. Heute bittet man allenfalls um einen schnellen, schmerzlosen Tod, einen Tod, der nicht ins Bewusstsein tritt; man regrediert in den Wunsch nach bloßem Einschlafen. Die ernsthaftere Humanität lag bei unseren Voreltern, die den Abschied wünschten, die Einsicht, das Schuldbekenntnis und den Segen. Ich persönlich möchte es mir in aller Form verbeten haben, dass mich je ein Arzt um den bewussten Abschied bringen sollte.“
Der Tod und seine Rückseite. Ein Geleitwort Mit dem Thema „Tod“, das lange Zeit aus dem öffentlichen Gespräch ausgeklammert war, … Mehr
Über die Vorgeschichte des kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler: „Ich, NN, schwöre einen Eid zu Gott dem Allwissenden und Heiligen, daß ich als ein berufener Diener im Amt der Verkündigung dem Führer des Deutschen Volkes und Staates Adolf Hitler treu und gehorsam sein und für das deutsche Volk mit jedem Opfer und jedem Dienst, der einem deutschen evangelischen Manne gebührt, mich einsetzen werde“
Über die Vorgeschichte des kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler Bezüglich eines kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler, wie er 1938 von … Mehr
Bischof Meisers Antwortschreiben an Karl Steinbauer in Sachen Treueeid auf Hitler von 1938: „Nun wird es in Bezug auf die Entscheidung wichtiger Fragen immer sachliche Unterschiede geben und keine Kirchenleitung, wenigstens keine evangelische, wird für sich Infallibilität in Anspruch nehmen. Aber sie darf für sich beanspruchen, dass ihr nicht ohne weiteres Mangel an Glaubenszuversicht oder Abweichen vom Bekenntnis vorgeworfen werden kann, wenn sie in ihren sachlichen Entscheidungen von dem Urteil Einzelner oder eines Teiles der Pfarrer abweicht.“
Der Landesbischofder Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern r.d.Rhs * München, Arcisstraße 13, Fernruf 52002 Nr. LB 810. München, den 28. Juli … Mehr
Karl Steinbauers zweiter Brief an Bischof Meiser in Sachen kirchlicher Treueeid auf Hitler (1938): „Mir steckt noch immer Ihr Wort in den Gliedern: ‚Was Sie sagen, Herr Kollege, ist theologisch alles sehr fein, wir aber müssen mit gegebenen Tatsachen rechnen.’“
Brief an Bischof Meiser Senden, 23. Juni 1938 Hochwürdigster Herr Landesbischof! Weil ich weiß, wie Sie gehetzt sind und sich … Mehr
Dekan Sittig an die Pfarrer im Kirchenbezirk Leipheim/Neu-Ulm zur Ableistung des Treueeids auf Adolf Hitler (1938): „Dass es mir meinerseits vollständig ferne liegt, in dieser Frage einen Amtsbruder veranlassen zu wollen, etwas zu tun, was wider sein an Gottes Wort gebundenes Gewissen wäre, brauche ich nicht erst noch zu versichern. Wir wollen auch, wie wir im Eid versprochen – das ist ja auch vom Herrn Landesbischof ausdrücklich betont – mit aufrichtigem Herzen geloben.“
Nr. 444 Neu-Ulm, den 28. Juni 1938.Evang.-Luth. Dekanat Leipheimin Neu-Ulm An dieHerren Amtsbrüder des Kirchenbezirkes Leipheim. Betreff: Treueid der … Mehr