Zeugnis dafür, wie Max Josef Metzger als Initiator der Una-Sancta-Bewegung theologisch argumentiert, ist sein Missionsbrief vom November 1939: Der Himmel … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Tagesgebet zum 2. Sonntag nach dem Christfest, 3. Januar 2021: „Unsere Zeit steht in Deinen Händen.“
HERR, Du unser Gott,unsere Zeit steht in Deinen Händen.Das neue Jahr hast Du für uns vorgesehen.Was uns auferlegt wird, möge … Mehr
Franz Rosenzweig, Die Schrift und Luther (1926): „Die Stimme dieses Buches darf sich in keinen Raum einschließen lassen, nicht in den geheiligten Innenraum einer Kirche, nicht in das Sprachheiligtum eines Volks, nicht in den Kreis der himmlischen Bilder, die über eines Landes Himmel ziehen. Sie will immer wieder von draußen schallen, von jenseits dieser Kirche, von jenseits dieses Volks, von jenseits dieses Himmels.“
Die Schrift und Luther Von Franz Rosenzweig I Übersetzen heißt zwei Herren dienen. Also kann es niemand. Also ist es … Mehr
Peter Brunners Predigt über Lukas 2,41-52 (Der zwölfjährige Jesus im Tempel): „Der Tempel ist ein Ort besonderer Nähe Gottes. Hier war Gott, ohne seiner Heiligkeit wehe zu tun, inmitten einer unheiligen Welt gnadenhaft gegenwärtig. Hier umweht den Knaben Heimatluft aus der Höhe. Hier ahnt er, wo er herstammt. Hier in Gottes heiliger Nähe ist er in Wahrheit zu Hause.“
Predigt über Lukas 2,41-52 (2. Sonntag nach dem Christfest) Von Peter Brunner Wenn ein jüdischer Knabe dreizehn Jahre alt wird, … Mehr
Jacques Gernet, Denken und Sprache (Christus kam bis nach China, 1984): „Im Chinesischen gab es kein Verb für Existenz, nichts, mit dem sich die Begriffe ‹Sein› oder ‹Wesen› übersetzen ließen, die im Griechischen so bequem mit dem Substantiv ousia oder dem neutralen to on ausgedrückt werden. So gibt es für die Chinesen auch kein Sein als ewige und beständige Realität jenseits der Phänomene. Sprachliche Struktur und Formen haben offenbar das chinesische und das abendländische Denken in je verschiedene Richtungen gelenkt und geistige und religiöse Traditionen entstehen lassen, die sich zu zwei voneinander unabhängigen Welten gefügt haben.“
Der Schlussabschnitt von Jacques Gernets Christus kam bis nach China. Eine erste Begegnung und ihr Scheitern (im Original Chine et … Mehr
Wie ‚Gott‘ eine metaphysische Trinität zugrunde liegt und warum für eine NAMENliche Trinitätslehre die Existenzfrage Gottes irrelevant ist: „Wenn in unserer Gesellschaft die Existenz Gottes theistisch bzw. atheistisch diskutiert wird, geht es dabei um die Gültigkeit der metaphysischen Trinität. Dem Gottsein sind drei Abstraktionsverhältnisse zugedacht, nämlich ursprungszentrierte Kosmologie (causa prima), selbstreferentielle Ontologie (ipsum esse) sowie epistemische Ideologie (summum bonum).“
Wie „Gott“ eine metaphysische Trinität zugrunde liegt und warum für eine NAMENliche Trinitätslehre die Existenzfrage Gottes irrelevant ist Wenn in … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37): „Seid barmherzig. Wer dies Gebot versteht, der wird dadurch nicht unwahr, sondern im Gegenteil, er wird wahr. Denn der barmherzige Mensch, das eben ist der Mensch, der Mensch bleibt, der nicht auf der Leiter seiner Tugenden in den Himmel steigt und von oben auf die böse Welt heruntersieht; sondern er neigt sich zu den Niedrigen, er hält Gemeinschaft mit den Irrenden und Verlorenen, er steigt von seinem Maultier und liest den Unglücklichen vom Wegrande auf, der unter die Räuber gefallen ist, er hebt nicht Steine auf, um zu steinigen, wenn einer einen Fehltritt begangen hat, er lädt sich selbst die Fehler der anderen auf seine Schulter, er deckt ihre Sünden und trägt ihre Lasten, er zerbricht lieber selbst, als dass er andere zerbricht, er steigt lieber selbst herunter als dass er andere herunter stößt – er ist nicht ein Mensch, der Gott werden möchte und zum Teufel wird, sondern er ist ein Mensch, der so herabsteigt, wie Gott zu ihm herabgestiegen ist, ein schwacher, armer, verspotteter, ja vielleicht auch seinen eigenen Sünden und Fehlern gegenüber gebrechlicher und schwacher – aber dennoch, dennoch ein wahrer Mensch.“
Seid, was Gott ist. Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37) Von Hans Joachim Iwand Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater … Mehr
Von der „freien Liebesarbeit“ und dem homo oeconomicus in der Diakonie: „Die göttliche Heilsökonomie entspricht nicht der menschlichen Eigen-Ökonomie, aber sie beansprucht diese für sich selbst, so wie ein Hausherr eigeninteressierte Arbeiter für seinen Weinberg verdingt. Er setzt dabei auf deren menschliche Lohnmoral, ohne ihr selbst zu entsprechen.“
Als Daniel Dietzfelbinger und mir 2003 der Johann-Hinrich-Wichern-Preis für Kybernese verliehen wurde, konnte ich wegen meiner Lehrtätigkeit am LTS in … Mehr
Aus Oscar Wildes Ballade vom Zuchthaus zu Reading: „Wie wird die Seele von Sünde sonst rein? Wie anders als durch ein gebrochenes Herz ziehet der Heiland ein?“
Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading Nachdem Oscar Wilde gesundheitlich schwer angeschlagen am 19. Mai 1897 aus der Haft entlassen … Mehr