Günther Bornkamms Besprechung von Julius Schniewinds „Das Gleichnis vom verlorenen Sohn“ (1940): „So enthüllt das väterliche Erbarmen beider Verlorenheit, und seine Freude öffnet beiden ein neues Leben. Dann aber verliert die Frage, auf welche Seite der heute angeredete ‚Christ‘ gehört, ihre letzte Wichtigkeit.“

Gottes Freude Von Günther Bornkamm Julius Schniewind, Das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Eine Auslegung von Lukas Kapitel 15 (= Wege … Mehr

Günther Bornkamm, Nachwort zu Jean Paul, Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei (1947): „In dieser letzten, an die Grenze der Lästerung rührenden Fassung ist sie zur Rede des toten Christus geworden, da dem Atheismus auch das Wort des Bürgen der göttlichen Wahrheit sich in sein Gegenteil ver­kehrt – bewegend und aufrührend freilich doch darin, dass er als der menschlichste Mensch zum Munde der klagenden Menschheit wird. So muss er, der für den Glauben der Geringsten eintrat und ihre Engel allezeit vor Gottes Angesicht stehen sah, sie in das Nichts hinabsinken lassen. Nun ist die Ewigkeit zur unendlichen Leere geworden, die Welt zum Chaos. das Leben zum flatternden Schatten, das Dasein zur unermeßlichen Einsamkeit: ‚Wie ist jeder so allein in der weiten Leichengruft des Alls!‘ – ‚Ist das neben mir noch ein Mensch? Du Armer! Euer kleines Leben ist der Seufzer der Natur oder nur sein Echo.‘ Und die Kirche auf Erden, die Stätte, da die Welt ihren Grund finden sollte, ist zur Stätte geworden, da sie diesen Grund ver­liert und ins Bodenlose stürzt.“

Nachwort zu Jean Paul, Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei Von Günther Bornkamm Nach dem … Mehr