Einen immer noch lesenswerten Beitrag in Sachen interkultureller Vergleich hatte mein soziologischer Lehrer Joachim Matthes (1930-2009) 1991 über das „Gesicht … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Entschließung der Glaubensbewegung Deutsche Christen vom 13. November 1933 im Berliner Sportpalast: „dass eine deutsche Volkskirche Ernst macht mit der Verkündigung der von aller orientalischen Entstellung gereinigten schlichten Frohbotschaft und einer heldischen Jesus-Gestalt als Grundlage eines artgemäßen Christentums“
Es war die berüchtigte Kundgebung der Deutschen Christen am 13. November 1933 im Berliner Sportpalast (im Rahmen der Feierlichkeiten zum … Mehr
Grabrede für Karl Steinbauer (1906-1988) von Friedrich Mildenberger: „Und hat dies alles erlitten: Nicht bloß die gottlose Gewalt, sondern gerade auch die Angst, die sich hinter frommem Gerede verborgen hat“
Grabrede für Karl Steinbauer Von Friedrich Mildenberger In der Lutherübersetzung, die hier einer alten Auslegungstradition folgt, lesen wir Hiob 19,25 … Mehr
Ernst Käsemann über den Tod seiner Tochter Elisabeth 1977 in Argentinien: „Ich will sie keineswegs als Märtyrerin sehen und verteidigen. Ich möchte jedoch, dass ihr Tod Augen für die Realitäten in diesem zauberhaften Lande auftut, das zugleich ein Inferno beherbergt. Ich möchte Henkern und Militärs nicht das letzte Wort lassen.“
Da ist die eigene Tochter Elisabeth von Schergen der argentinischen Militärjunta verschleppt, gefoltert und schließlich getötet worden; und der emeritierte … Mehr
„Und Gott schweigt.“ Hans Ehrenbergs KZ-Aufenthalt in Sachsenhausen 1938/39: „‚Wenn man schon hier ist‘, meint Ehrenberg ’so soll man wenigstens was Sinnvolles tun. Unser Dienst an den Toten erscheint mir sinnvoll.‘ Mir und uns allen auch. Wir sind den Kameraden dankbar, es werden reine Hände sein, die uns betten, wenn wir in unserem Kampf ums Leben unterliegen. Für die SS ist der jüdische Pfarrer ein sensationeller Anlaß, ihren ‚Witz‘ spielen zu lassen. ‚Was bist du, Pfarrer? Rabbiner, meinst du?‘ Öfters wird er höheren SS-Führern vorgestellt, und seine ruhigen Antworten begleitet sie mit dem üblichen Hohn.“
„Und Gott schweigt.“ Begegnung und Gespräche mit Hans Ehrenberg im Konzentrationslager Sachsenhausen Von Hans Reichmann In seiner 1943 auf Englisch … Mehr
Die Verwüstung der Wohnung Hans Ehrenbergs in der Reichspogromnacht 1938: „Wir waren kurz danach wieder in der Wohnung Ehrenberg. Pfarrer Albert Schmidt stellte in der demolierten Küche auf einen heil gebliebenen Tisch die Abendmahlsgeräte. Es war eine kleine angstvolle erschütterte Gemeinde, die hier Abendmahlsfeier hielt. Ich habe diese Feier nie vergessen. Man konnte hier die Wahrheit des Wortes spüren: ,Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.‘ (Ps. 34, 19)“
Die Verwüstung der Wohnung Hans Ehrenbergs in der Reichspogromnacht 1938 Von Hans Köker Während der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938, … Mehr
Siegfried Lenz über den Schmerz: „Der Schmerz als Erlebnis ist mehrdimensional, er ist nicht nur ein Problem, sondern auch ein Geheimnis.“
Über den Schmerz Von Siegfried Lenz Jeder kennt seine Wirkung, jeder weiß, wozu er uns bringen kann. Wir schreien, wimmern … Mehr
Reinhold Schneiders Schuldeingeständnis zur Reichspogromnacht (Verhüllter Tag, 1954): „Am Tage des Synagogensturmes hätte die Kirche schwesterlich neben der Synagoge erscheinen müssen. Es ist entscheidend, dass das nicht geschah. Aber was tat ich selbst? Als ich von den Bränden, Plünderungen, Greueln hörte, verschloss ich mich in meinem Arbeitszimmer, zu feige, mich dem Geschehenden zu stellen und etwas zu sagen.“
Schuldeingeständnis zur Reichspogromnacht (Verhüllter Tag) Von Reinhold Schneider Am Tage des Synagogensturmes hätte die Kirche schwesterlich neben der Synagoge erscheinen … Mehr
Hermann Diem in seiner Predigt über Matthäus 5, 33-37 zur Eidesfrage 1937: „Es könnte uns wohl bange werden, wenn wir auf die Wellen sehen, die der Sturm aufgewühlt hat. Aber wir sehen nicht auf die Wellen, sondern auf den Herrn der Wellen, auf den Herrn, der auch über die Wogen zu uns kommt und vor dessen Wort alle Stürme schweigen müssen.“
Eure Rede sei: Ja, Ja; Nein, Nein! Predigt über Matthäus 5, 33-37 Von Hermann Diem Schriftlesung: Sirach 23, 9-15; Prediger … Mehr