Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers ‚Der du die Zeit in Händen hast‘: „Wider die verrinnende Lebenszeit wird Christus als Mitte der Zeit bekannt: ‚Nun von dir selbst in Jesus Christ / die Mitte fest gewiesen ist, / führ uns dem Ziel entgegen.‘ Da lässt sich im Bild der alten Sanduhr auf die Lochblende verweisen, die die beiden Glas­kolben miteinander verbindet und durch die der Sand rinnt: Durch Jesus Christus entrinnt mir nicht mein Leben mit der Zeit; es wird vielmehr in Gottes Ewigkeit gefasst. So heißt es abschließend in der 6. Strophe: ‚Der du allein der Ewge heißt / und Anfang, Ziel und Mitte weißt / im Fluge unsrer Zeiten: / bleib du uns gnädig zugewandt / und führe uns an deiner Hand, / damit wir sicher schreiten.'“

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers „Der du die Zeit in Händen hast“ Was wäre wenn … Mehr

Wolfgang Hubers Artikel „Kirche und Politik“ aus dem Evangelischen Staatslexikon: „Die Kirchen unterscheiden sich von anderen globalen Akteuren dadurch, dass sie nicht nur ein „global player“, sondern ein „global prayer“ sind, weltweit verbunden durch dasselbe Herrengebet. Inmitten der menschlichen Lebenswelt stehen die Kirchen für die Wirklichkeit Gottes ein und werden deshalb zu Anwälten der Benachteiligten und Bedrängten.“

Kirche und Politik Von Wolfgang Huber I. Grundsätzliches Das Verhält­nis zwischen Kirche und Politik ist in der Geschichte des Christentums … Mehr

Oscar Cullmann, Unsterblichkeit der Seele oder Auferstehung der Toten?: „Wenn erkannt ist, daß im Neuen Testament Tod und ewiges Leben an das Christusgeschehen gebunden sind, dann ist klar, daß für die ersten Christen die Seele nicht an sich unsterblich ist, sondern daß sie es nur durch die Auferstehung Jesu Christi, des „Erstgeborenen von den To­ten“, geworden ist und durch den Glauben an ihn wird.“

Immer noch provozierend ist, was Oscar Cullmann 1956 unter dem Titel „Unsterblichkeit der Seele und Auferstehung der Toten: Das Zeugnis … Mehr

Helmut Merklein, Osterpredigt über Johannes 20,1-9: „Dort, wo wir uns wirklich auf diese Geschichte eingelassen haben, da war unser Dunkel auf einmal hell. In der Tat, das ist die Wahr­heit der Geschichte des Evangeliums: Mit dieser Geschichte kann man wirklich leben. In die­ser Geschichte verliert sich alle Angst. In dieser Geschichte entkrampft sich aller Stress und aller Leistungsdruck, unter den wir selbst und andere uns stellen. Und weiter: Wer sich in die­se Geschichte hineinbegibt, kann wirklich lieben. Denn nur, wer um sein Leben nicht fürchtet, kann es wirklich verschenken.“

Osterpredigt über Johannes 20,1-9 Von Helmut Merklein (1940-1999) Zielsatz: Die Hörer sollen ermutigt werden, sich auf die Geschichte des Evangeliums … Mehr

Über das moralische Urteilen und die Selbstgerechtigkeit: „Je mehr und je schärfer ich urteile, umso weniger Ambivalenzen muss ich aushalten. Dies führt mitunter dazu, dass ich – wider besseren Wissens – an eigenen Urteilen festhalte, um einer Selbstver­unsicherung zu entgehen. Von einer urteilenden Selbstbestätigung über eine Selbstgewissheit hin zu einer Selbstgerech­tigkeit sind es nur wenige Schritte.“

Über das moralische Urteilen und die Selbstgerechtigkeit Wenn es in der Ethik um Urteile geht, werden vorrangig die Urteilsbildung bzw. … Mehr