Walter Jens, Martin Luther. Prediger, Poet und Publizist (1983): „In der Welt der Bibel, deren Wüste er mit der Heide zwischen Wittenberg und Leipzig verglich, war er, wortwörtlich zu Hause: Da lebten liebe Bekannte, deren Geschick er ausmalte und auf sich selber bezog. Als wäre er ein naher Verwandter, schlüpf­te Luther in Petrus’ Wams, schaute mit Noah aus der Luke heraus, stimmte in Josephs Klagelied ein und machte aus dem Beraubten des Samaritergleichnisses eine Elendsgestalt, die exemplarisch auf das Los der Kreatur in Zeiten von Gewalt und Krieg verweist.“

Martin Luther. Prediger, Poet und Publizist Von Walter Jens »Ich kenne einen Menschen, der versichert hat, er habe die Strafen … Mehr

Markus Mattmüller über Leonhard Ragaz: „Was bleibt von Ragaz im Erbgut des reformierten Christentums? Meines Erach­tens vor allem das Zeugnis eines mit Gott gewagten Lebens, das auch vor jähen Wendungen nicht zurückscheute. Ragaz ist ein Beispiel des unverzagten Mutes, sich als Christ im schwierigen Feld des politischen Kampfes zu bewegen und dabei seine Seele nicht zu verlieren.“

Leonhard Ragaz Von Markus Mattmüller Leonhard Ragaz – religiöser Sozialist, Pazifist und Theologe des Reiches Gottes – wurde am 28. … Mehr

Martin Luthers Auslegung über Galater 5,1 in Sachen Freiheit: „Dann gibt es auch die Freiheit des Fleisches, die allenthalben in der Welt herrscht. Da gibt es keinen Gehorsam gegen Gott und die Gesetze, sondern man tut, was man will. Dieser Freiheit folgt heute das Volk, dazu die fanatischen Geister, die frei sein wollen in ihren Meinungen und Handlungen, um das, wovon sie träumen, es sei recht, ungestraft lehren und ausführen zu können.“

Über die Freiheit (Auslegung zu Galater 5,1) Von Martin Luther Paulus wendet gegen das Ende des Briefes hin eine heftige … Mehr

Ernst Wolf, Die politische Ethik des Christen (1962): „Die kirchliche Mitverantwortung für Staat und Gesellschaft vollzieht sich nicht durch Einmi­schung in die Kompetenzen des außerkirchlichen Bereichs des Rechtslebens etwa, sondern sie voll­zieht sich von dem Grund der Kirche, vom Wort Gottes her. Die Kirche versucht es auch nicht, so­weit sie wirklich Kirche ist, mit sogenannten christlichen Konzeptionen, Ideologien, Program­men, etwa einem christlichen Naturrecht, das sie als ihr verfügbare Wahrheiten oder Richtigkeiten entwirft.“

Die politische Ethik des Christen Von Ernst Wolf Verehrte Zuhörer, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen! Als Thema haben Sie formuliert: „Die … Mehr

Eduard Thurneysen, Predigt über Psalm 65: „Gott, man lobet dich! Das ist das Wunder des Gottesdienstes. Mitten in all dem Murren und Klagen geht der Mund auf, der Gott lobt, der Gott Recht gibt, der zu Gott ruft. Unser Gottesdienst ist wahrhaftig ein Wun­der. Denn er ist nicht nur eine Tat oder Veranstaltung des Men­schen. Sondern es ist Gott selber, immer neu Gott selber und allein, der sich ein Lob erweckt aus Menschenmund auf Erden.“

Das Wunder des Gottesdienstes. Predigt über Psalm 65 Von Eduard Thurneysen Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion, … Mehr

Walter Jens, Die christliche Predigt – Manipulation oder Verkündigung? (1976): „Aufstand der Praxis, das heißt: zu zeigen, daß die Predigt, die einmal, als die Kirche der Markt der Nation war, das Ni­veau der deutschen Sprache bestimmte, heute den Versuch wagen muß, in Konkurrenz mit anderen ›Mundhäusern‹, dem Parlament, dem Fernsehen oder dem Rundfunk, jenen für eine überzeugende: also wirkungsintentionale Rede unabdingbaren Rang zurückzugewinnen.“

Die christliche Predigt – Manipulation oder Verkündigung? Von Walter Jens ›Darum wem das Predigtamt aufgelegt wird, dem wird das höchste … Mehr