Leonhard Ragaz in Sachen religiös-sozialistische Fremdenfeindlichkeit 1917: „Von allen Seiten brandet die Flut fremden Volkstums heran und überschwemmt fast unmerklich Stück für Stück unseres Landes. Im Osten sind es die Tiroler und Italiener, im Süden die Italiener allein, im Westen die Franzosen, im größten Teil der Schweiz aber und ein wenig überall die Deutschen. In unseren Städten bilden die Fremden da und dort zwei Fünftel bis fast die Hälfte der Einwohner. Diese Fremden haben wenig Lust, Schweizerbürger zu werden. So kommt man denn und rechnet uns kaltblütig vor, dass, wenn es so weitergeht, in fünfzig Jahren mehr Fremde in unserem Lande wohnen werden als Schweizerbürger. Während des Krieges sind ganze Heere von uns weggezogen zu den Fahnen der verschiedenen Völker. Das sind unerhörte Zustände. Kein Volk der Erde kennt etwas Ähnliches. Auf dieser Linie rückt uns das Finis Helvetiae zum Greifen nahe.“

Auch das kann zu einem (national-)religiösen Sozialismus gehören – Fremdenfeindlichkeit, so Leonhard Ragaz in seiner Programmschrift „Die neue Schweiz“ 1917: … Mehr

Leonhard Ragazs Predigt zu Markus 10,35-45 (1906): „Ein Pfarrer soll alle seine Kraft, all sein Denken und Fühlen in den Dienst der Ge­meinde stellen, aber ihr dienen nicht bloß wie sie will, sondern wie sein Gewissen will. Er dient ihr vor allem mit der Wahrheit. Er dient ihr oft am besten auf eine Weise, die ihr unbequem ist. Wir sind nicht Menschendiener, sondern Diener Gottes – gerade als Pfarrer.“

Predigt zu Markus 10,35-45 Von Leonhard Ragaz Ich habe in meiner letzten Predigt, wie vielleicht einige von euch wissen, mit … Mehr

Markus Mattmüller über Leonhard Ragaz: „Was bleibt von Ragaz im Erbgut des reformierten Christentums? Meines Erach­tens vor allem das Zeugnis eines mit Gott gewagten Lebens, das auch vor jähen Wendungen nicht zurückscheute. Ragaz ist ein Beispiel des unverzagten Mutes, sich als Christ im schwierigen Feld des politischen Kampfes zu bewegen und dabei seine Seele nicht zu verlieren.“

Leonhard Ragaz Von Markus Mattmüller Leonhard Ragaz – religiöser Sozialist, Pazifist und Theologe des Reiches Gottes – wurde am 28. … Mehr

Arthur Rich über Leonhard Ragaz (1868-1945): „Leonhard Ragaz ist in dieser relativen Hoffnung ein revolutionärer Mensch geworden. Nicht daß er sich der sozialistischen Revolution verpflichtet ge­wußt hätte — er sprach von „Revolution Christi“ —, aber soweit der So­zialismus das gedrückte Proletariat befreien und eine gerechtere Welt heraufführen wollte, sah er in ihm einen Anruf Gottes in der Zeit, dem der Nachfolger Christi Gehorsam schuldet.“

Leonhard Ragaz Von Arthur Rich Leonhard Ragaz, geboren am 28. Juli 1868 in Tamins, Graubünden. Theologie­studium in Basel, Jena (bei … Mehr