Sigmund Freud, Warum Krieg? Brief an Albert Einstein (1932): „Die Endabsicht des Kampfes bleibt die nämliche, der eine Teil soll durch die Schädigung, die er erfährt, und durch die Lähmung seiner Kräfte gezwungen werden, seinen Anspruch oder Widerspruch aufzugeben. Dies wird am gründlichsten erreicht, wenn die Gewalt den Gegner dauernd beseitigt, also tötet.“

Warum Krieg? Brief an Albert Einstein Von Sigmund Freud Wien, im September 1932 Lieber Herr Einstein! Als ich hörte, daß … Mehr

Claus Westermann, Geist im Alten Testament: „Wenn man aber die Geschichte des Wortes ruah im AT kennt, muß man feststellen: „heiliger Geist“ ist ein Widerspruch in sich, wenn man den ursprünglichen Sinn der beiden Worte voraussetzt. Denn rûaḥ bezeichnet eine einmalige, auf einen Akt begrenzte Machtwirkung Gottes, qādōš aber ein stetiges Sein Gottes, den Status der Heiligkeit.“

Geist im Alten Testament Von Claus Westermann Das Wort hat im AT eine bewegte Geschichte gehabt. Will man sagen, was … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte, Gottes Feinde kommen um. Predigt zu Psalm 92 (1945): „Der Herr hat große Dinge an uns getan! Darum sind wir fröhlich, und darum stehen wir in dieser unerhört großen Stunde verlegen da angesichts Seiner großen Taten und unseres kleinen Begreifens, Seiner innigen Geisteskraft um uns her und des armen, beinahe apathischen Gefühls in uns. Es ist uns zu viel, auch weil wir früher zu wenig ge­lebt, gedacht, gearbeitet, gelitten haben. O wir flauen Bekenner, wir Schlappschwänze von Christen, wir schäbigen, halbherzigen Demo­kraten, wir ängstlichen Oranienanhänger, wir haben dies alles wahr­haftig nicht verdient, allein schon darum nicht, weil wir uns wahrlich innerlich nicht so gewehrt haben, wie die hohe Sache es von uns for­dern durfte. Tausende und Abertausende haben so getan, als ginge die Sache sie nichts an, haben salbadert und räsoniert, Hunderte ha­ben sich an dem Elend anderer bereichert, haben sich in ihre kleine Existenz festgebissen, kurz, sind unerschütterlich Egoisten und Roh­linge gewesen. Und wir, die wir »gut« waren und nicht zu den »Ver­kehrten« gehörten – ach, man müßte einmal wissen, wie uns zumute gewesen ist und wie oft wir uns innerlich zurückgezogen haben!“

Gottes Feinde kommen um. Predigt zu Psalm 92, 2.3.7.10 Von Kornelis Heiko Miskotte Eine schonungslose Predigt hatte Kornelis Heikoe Miskotte … Mehr

Hans Joachim Iwand, Über Pfingsten (1956): „Der Geist Gottes tötet und macht lebendig! Er tötet, was vor Gottes Angesicht und in seinem Reiche wirklich kein Lebensrecht hat, und darum schmerzt es uns oft, wenn die Operation des Geistes Gottes an uns beginnt, aber er tötet nicht, um zu töten, sondern um uns zu Teil­habern und Trägem eines unzerstörbaren Lebens zu machen, das aus Gott selbst ist.“

Über Pfingsten Von Hans Joachim Iwand Die Vorstellung von dem, was Pfingsten bedeutet, ist im Bewußtsein der meisten Christen merkwürdig … Mehr

Erik Peterson, Der Himmel des Garnisonspfarrers. Eine Parabel (1919): „Hast du nie das Wort des ‚Gottesmannes‘ Luther gehört, wel­cher sagt, das ‚Kriegs- und Schwertamt‘ sei ein an sich göttliches Amt und ‚der Welt so nötig und nützlich wie Essen und Trinken‘? Begreife es doch, wenn du essen und trinken willst, so musst du auch töten, lügen, betrügen, Politik treiben und Gewalt antun!“

Der Himmel des Garnisonspfarrers. Eine Parabel Von Erik Peterson Da wurde Erik Peterson am 6. Oktober 1914 wenige Monate nach … Mehr

Søren Kierkegaard über die Kunst des Helfens: „Um in Wahrheit einem anderen helfen zu können, muss ich mehr verstehen als er – zuallererst aber doch wohl begreifen, was er verstanden hat. Tu ich das nicht, so hilft mein größeres Verstehen ihm gar nichts. Will ich gleichwohl mein größeres Verstehen geltend machen, so ist es deshalb, weil ich eitel bin oder stolz, so dass ich im Grunde anstatt ihm zu nutzen eigentlich von ihm bewundert werden will. Alles wahre Helfen beginnt jedoch mit einer Demütigung; der Helfer muss zuerst knien vor dem, dem er helfen möchte und dann verstehen, dass helfen nicht herrschen heißt, sondern dienen, dass helfen nicht Macht- sondern Geduldausübung ist, dass die Absicht zu helfen, einem Willen gleichkommt, bis auf weiteres zu akzeptieren, im Unrecht zu bleiben und nicht zu begreifen, was der andere verstanden hat.“

Über die Kunst des Helfens Von Søren Kierkegaard Wenn es einem wirklich gelingen soll, einen Menschen zu einer bestimmten Stelle … Mehr