Helmut Gollwitzers Predigt zum 20. Juli 1963 über Hosea 13,4: „Die Freiheit der innerlich an Gott Gebundenen konnten wir dann auch voll Dank rühmen als die Freiheit der äußerlich Gebundenen, die Freiheit der Gefangenen in der Zelle, vor dem Richter und auf dem letzten Wege zur Hinrich­tung, die Freiheit des Gewissens gegenüber den äußerlich Freien, den Bütteln und Gläubigen des Systems, die ihr Gewissen verraten, verkauft und dem Befehl von Menschen unterworfen hatten.“

Die Freiheit der „Sieger in Fesseln“. Predigt über Hosea 13,4 Von Helmut Gollwitzer Ich bin aber der Herr, dein Gott, … Mehr

Karl-Wilhelm Dahm über Reinhold Niebuhr: „Er hat der Theologie, der Kirche und der Gesellschaft insgesamt unüberhörbar und unwiderlegt ins Bewußtsein gerückt, dass die Härte des sozialen Schicksals ebenso unerbittlich sein kann wie die des Sterbens und dass der einzelne Mensch diesem Schicksal oft genauso wenig entgehen kann wie dem des Todes.“

Reinhold Niebuhr Von Karl-Wilhelm Dahm I Reinhold Niebuhr (1892-1971) sei die einflußreichste religiöse Führergestalt im öffentlich-politischen Leben (»on public policy«) … Mehr

Albrecht Goes, Erstes Sterben (1938): „Der Vikar weiß plötzlich, wovor er sich gefürchtet hat vorhin; er hat gefürchtet, seine eigene Stimme zu hören, hier im gleichen Raum, wo schon der Tod zuhört. Er hat sich gefürchtet, aber nun ist es nicht furchtbar; nichts dünkt ihm glaubwürdiger, nichts wirklicher als diese von weit her kommende Stimme: „Bitte, beten.“ Er weiß nicht, daß es seines Amtes ist, bei Sterbenden zu beten; er kommt sich nur vor wie ein Kind, das aufgerufen ist.“

Eindrücklich, wie Albrecht Goes von seinen ersten Erfahrungen als Pfarrvikar in einer Landgemeinde zu erzählen weiß: Erstes Sterben Von Albrecht … Mehr

Hans Walter Wolff, Der Tag der Theologen (1952): „Der Teufel ist scharf auf Theologen. Er liebt es, die theologische Wissenschaft zu seiner Munitionsfabrik und Theologen­ansammlungen zur Zielscheibe seiner Heckenschützenkunst zu ma­chen. Keiner, der sich getroffen sieht, meine, er müsse sich gerade dann allein durchhelfen. Man kann von vornherein nicht genug mit der satanischen Taktik der Isolierung rechnen.“

Der Tag des Theologen Von Hans Walter Wolff Unser Thema ist verdächtig. Was für ein Genitivverhältnis liegt hier vor? Sollen … Mehr

Hannah Arendts Rundfunkvortrag „Wahrheit und Politik“ von 1963: „Vom Standpunkt des Philosophen manifestiert sich die Ohnmacht der Wahrheit, die Macht und Geltung nur gewinnen kann, wenn sich viele auf sie einigen soll­ten, wobei dann aber die Geltung dieser Art Wahrheit, beziehungs­weise ihr Machtgewinn, nicht der Wahrheit und ihrer Überzeu­gungskraft geschuldet wäre, sondern lediglich der Tatsache, daß Menschen sich auf sie geeinigt haben, die morgen ihren Sinn ändern und sich auf eine Unwahrheit oder eine beliebige Meinung einigen können.“

Wahrheit und Politik Von Hannah Arendt Daß es um die Wahrheit in der Politik schlecht bestellt ist, daß Lü­ge zu … Mehr

Dietrich Ritschl, Worte brauchen eine Wohnung (2000): „Theologie kann vieles leisten: sie kann sichten, erklären, Probleme lösen, Spaltungen heilen, Neues entwerfen, aber Rezepte liefern, wie Menschen, die die Gegenwart und Liebe Gottes nie verspürt haben, die Sprache der Bibel und der Gläubigen wieder bewohnen können, das vermag sie nicht.“

Worte brauchen eine Wohnung Von Dietrich Ritschl Nicht nur den Protestanten ist „das Wort“ wichtig, sondern natürlich allen christlichen Kirchen. … Mehr