Friedrich Mildenbergers Hinweise für den Benutzer seines Buches „Grundwissens der Dogmatik“ von 1977: „Dogma­tik ist hier als schulmäßige Erarbeitung eines möglichst allge­meinen Wissenstandes und als Einübung in die Fähigkeit zu eige­nem dogmatischem Urteil aufgefaßt. Die Subjektivität des dogma­tischen Lehrers, die bei dem Vortrag eigener Lösungsvorschläge naturgemäß stärker im Vordergrund steht, muß darum zurücktreten.“

Friedrich Mildenbergers Grundwissen der Dogmatik war das Buch, mit dem wir uns in den 80iger Jahren in Erlangen die evangelische … Mehr

Robert Walser, Saul und David (1919): „Der Speer saust dicht an ihm vorbei. Der König ist wahnsinnig. David lacht und ruft: ‚Das hätte mich durchbohren können. Ich danke für die gute Absicht, bin aber froh, daß ich noch lebendig bin. Kopf und Herz und der unverstümmelte Körper! Damit will ich es wagen, und kein schwächliches Gefühl soll mich je im Leben hemmen.'“

Saul und David Von Robert Walser Zimmer im Palast von Judäa. Mürrisch sitzt Saul auf dem Thron. Wenn ich „mürrisch“ … Mehr

Søren Kierkegaards erbauliche Rede über die Sünderin (Lukas 7,36-50): „Es gibt einen Trost, der zu Christi Lebzeiten noch nicht da war, den Christus also nicht selbst einem anbieten konnte: den Trost seines versöhnenden Todes, als eines Pfandes dafür, daß die Sünden vergeben sind. Zu seinen Lebzeiten ist Christus für den mit ihm Gleichzeitigen vorzugsweise das Vorbild.“

Eine erbauliche Rede Von Søren Kierkegaard 1850 Dem Andenken des verstorbenen Michael Pedersen Kierkegaard meines Vaters ist diese kleine Schrift … Mehr

Dietrich Bonhoffer über den Optimismus in Widerstand und Ergebung: „Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignierten, eine Kraft, den Kopf hoch zu halten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner läßt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt.“

Optimismus Von Dietrich Bonhoeffer Es ist klüger, pessimistisch zu sein; vergessen sind die Enttäuschungen und man steht vor den Menschen … Mehr

Karl Barth, Dankbrief an Mozart (1955): „Was ich Ihnen danke, ist schlicht dies, dass ich mich, wann immer ich Sie höre, an die Schwelle einer bei Sonnenschein und Gewitter, am Tag und bei Nacht guten, geordneten Welt versetzt und dann als Mensch des 20. Jahrhunderts jedes Mal mit Mut (nicht Hochmut!), mit Tempo (keinem übertriebenen Tempo!), mit Reinheit (keiner langweiligen Reinheit!), mit Frieden (keinem faulen Frieden!), beschenkt finde. Mit Ihrer musikalischen Dialektik im Ohr kann man jung sein und alt werden, arbeiten und ausruhen, vergnügt und traurig sein, kurz: leben. Sie wissen jetzt noch viel besser als ich, dass dazu noch mehr nötig ist als auch die beste Musik. Aber es gibt Musik, die dem Menschen (nachträglich und beiläufig!) dazu hilft, und andere, die das weniger tut. Die Ihrige hilft dazu.“

Dankbrief an Mozart Basel, 23. Dezember 1955 Lieber Herr Kapellmeister und Hofkompositeur! Da hat nun jemand den kuriosen Gedanken gehabt, … Mehr