Wer bin ich wirklich? Warum persönliche Integrität kollektiver Identität vorzuziehen ist: „Wo ‚identitativ‘ argumentiert wird, werden andere Menschen mit denselben Eigenschaften zwangsläufig bevormundet bzw. vereinnahmt. Im Zusammenleben mit anderen Menschen geht es primär nicht um Identitäten, die es zu bestärken und zu verteidigen gilt. Vielmehr sind wir in unserer persönlichen Integrität ethisch herausgefordert.“

Wer bin ich wirklich? Warum persönliche Integrität kollektiver Identität vorzuziehen ist „Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 14,23-31 zu Pfingsten 1940: „Der Heilige Geist ist nicht toter Buchstabe, sondern der lebendige Gott. So darf sich die Gemeinde in jeder Entscheidung dem Heiligen Geist anvertrauen und fest glauben, dass er gegenwärtig an ihr und in ihr wirkt und uns nicht im Dunkeln tappen lassen wird, wenn wir nur ernstlich seine Lehre hören wollen. Alle Lehre des Heiligen Geistes aber bleibt gebunden an das Wort Jesu. Das Neue steht fest auf dem Alten. So tritt zur Lehre das Erinnern. Wäre nur Erinnerung in der Kirche, so verfiele sie einer toten Vergangenheit, wäre nur Lehre da ohne Erinnerung, so wäre die Kirche der Schwärmerei ausgeliefert. So übt der Heilige Geist als der rechte Beistand der Gemeinde beides, er führt die Kirche vorwärts und er hält sie zugleich fest bei Jesus.“

Für den ersten Pfingsttag 1940 hatte Dietrich Bonhoeffer folgende Predigtmeditation über das Evangelium Johannes 14,23-31 verfasst: Predigtmeditation über Johannes 14,23-31 … Mehr

Abendmahlskelch (Kirchenfenster)

Dietrich Bonhoeffers anspruchsvolle Konfirmationspredigt über Markus 9,24 (1938): „Euer Glaube wird geprüft werden durch Leid. Ihr wisst noch nicht viel davon. Aber Gott schickt seinen Kindern das Leid gerade dann, wenn sie es am nötigsten brauchen, wenn sie allzu sicher werden auf dieser Erde. Da tritt ein großer Schmerz, ein schwerer Verzicht in unser Leben, ein großer Verlust, Krankheit, Tod. Unser Unglaube bäumt sich auf. Warum fordert Gott das von mir? Warum hat Gott das zugelassen? Warum, ja warum? das ist die große Frage des Unglaubens, die unseren Glauben ersticken will. Keiner kommt um diese Not herum. Es ist alles so rätselhaft, so dunkel. In dieser Stunde der Gottverlassenheit dürfen und sollen wir sprechen: Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben. Ja, lieber Herr, auch im Dunkeln. Auch im Zweifel, auch in der Gottverlassenheit.“

Konfirmationspredigt über Markus 9,24 Von Dietrich Bonhoeffer Markus 9, 24. Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben. Liebe Konfirmanden! Das … Mehr

Dietrich Bonhoeffers und Franz Hildebrandts „Glaubst du, so hast du“. Versuch eines Lutherischen Katechismus (1931): „Ein Gott, der sich von uns beweisen ließe, wäre ein Götze. Der Herr, dem wir trauen, bindet uns so fest an sich, daß wir frei werden von Aberglauben und Wundersucht. Wem Gott den Glauben geschenkt hat, der schenkt auch ihm Glauben, was immer ihm geschieht.“

Zusammen mit seinem Freund Franz Hildebrandt hatte Bonhoeffer 1931 einen kleinen Katechismus für Konfirmanden konzipiert, dessen Titel an eine Kurz-Formulierung … Mehr

Dietrich Bonhoeffers Entwurf einer Kanzelabkündigung nach dem Umsturz des NS-Regimes (Ende 1942): „Helft einan­der zurecht und zurück zum Glauben und Gehorsam, zeigt den Irrenden und Gefallenen den Weg zur Buße und zur Vergebung und geht ihnen auf diesem Wege voran. Nur in Buße und Umkehr kann uns geholfen werden.“

Für den geplanten Umsturz des NS-Regimes hatte Dietrich Bonhoeffer wohl Ende 1942 folgende Kanzelabkündigung zur Erneuerung der Gemeinden und des … Mehr