Hannah Arendt, Die Unwiderruflichkeit des Getanen und die Macht zu verzeihen (Vita activa oder vom tätigen Leben): „Weil das Verzeihen ein Handeln eigener und eigenständiger Art ist, das zwar von einem Vergangenen provoziert, aber von ihm nicht bedingt ist, kann es von den Folgen dieser Vergangenheit sowohl denjenigen befreien, der verzeiht, wie den, dem verziehen wird. Die Freiheit, welche die Lehre Jesu in dem Vergebet-einander ausspricht, ist negativ die Befreiung von Rache.“

Die Unwiderruflichkeit des Getanen und die Macht zu verzeihen Von Hannah Arendt Wir sahen, wie der Mensch qua Animal laborans…

Adam Smith über die Besoldung von Pfarrern in An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations (Vom Wohlstand der Nationen) von 1776: „Es wäre gewiss unpassend, einen Hilfsgeistlichen oder Kaplan mit einem Gesellen in einem gewöhnlichen Handwerk zu vergleichen. Dennoch lässt sich ihre Bezahlung durchaus mit dem Lohn eines Handwerksgesellen vergleichen. Alle drei werden für ihre Arbeit nach den Bedingungen bezahlt, die sie mit ihren jeweiligen Vorgesetzten vereinbaren. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts betrug der übliche Jahreslohn eines Hilfsgeistlichen oder besoldeten Pfarrers in England fünf Mark – eine Summe, die ungefähr so viel Silber enthielt wie zehn Pfund zur Zeit des Autors. Zur gleichen Zeit wurde der Tageslohn eines Maurermeisters auf vier Pence festgesetzt, was dem Silberwert eines damaligen Schillings entsprach. Ein Maurergeselle erhielt drei Pence täglich, also etwa drei Viertel davon. Unter der Annahme, dass beide regelmäßig Arbeit hatten, verdienten sowohl Maurermeister als auch Maurergeselle deutlich mehr als ein Hilfsgeistlicher.“

Über die Besoldung von Pfarrern Von Adam Smith Zweitens führt die Politik Europas dadurch, dass sie den Wettbewerb in manchen…

Wie Elifas‘ gottloses Wort es in der Lutherbibel 2017 immer noch in den Fettdruck schafft: „‚Selig ist der Mensch, den Gott zurechtweist; darum widersetze dich der Zucht des Allmächtigen nicht. Denn er verletzt und verbindet; er zerschlägt und seine Hand heilt.'“ (Hiob 5,17-18) Im Kontext einer schweren Erkrankung – wie ja bei Hiob – sind diese Worte für die Betroffenen schwer erträglich. Krankheit und Leid auf dem göttlichen Lehrplan – welche Lektion hat man da zu lernen? Am Schluss des Hiobbuches erweisen sich die Worte Elifas als verfehlt, wenn der HERR selbst Elifas angeht.“

Wie Elifas’ gottloses Wort es in der Lutherbibel 2017 immer noch in den Fettdruck schafft In der Lutherbibel 2017 ist…

Kornelis Heiko Miskotte about Narrative Theology in his „When the Gods are Silent“: „In our conviction the Bible is essentially a narrative, a story, which we must pass on by retelling it. And in this way it can come about that the story may ‚happen’—so to speak, in an ‚unbloody repetition’— to those who listen to us. Look!—this is the way God dealt with men back there; but because it is he, will he not also deal with you in the same way?“

It was Kornelis Heiko Miskotte, who first introduced the relevance of a narrative theology in his book „When the Gods…

Dramatische Interpretation zum Gottesknechtslied Jesaja 53: „Warum begibt sich diese Person freiwillig vor aller Augen auf die Bühne ihrer eigenen Hinrichtung? Warum setzt sie sich dieser Bloßstellung aus? Die Zuschauer rätseln. Während sie weiter hinschauen und sich nicht abwenden, beginnt sich ihre Wahrnehmung zu verändern. Sie spüren langsam, dass sie selbst in das Geschehen hineingezogen sind: Der dort unten erleidet, was sie selbst bedrückt: Krankheit, Leid und vor allem Schuld. Es ist, als entweiche alle negative Energie aus den Zuschauern, ströme in ihn hinein und entfalte in ihm ihre tödliche Wirkung. Im Anblick seines entstellten Leidens löst sich die Verneinung des eigenen Lebens. Das Geschehen an ihm wird zur Erlösung für die Zuschauer. So stimmen sie schließlich in den Chor der Erlösten ein.“

Dramatische Interpretation zum Gottesknechtslied Jesaja 53 Die Geschichte vom leidenden Gottesknecht vereint verschiedene Stimmen. Gerahmt wird sie von der Stimme…

Martin Luthers Einspruch gegen landeskirchliche Gottesdienstagenden in einem Brief an Georg von Anhalt von 1545: „Ich kann nicht diesen Rat erteilen, dass an jedem Ort und überall Einheitlichkeit der gottes­dienst­lichen Formen bestehen soll, sondern wo die offensichtlich gottlosen und albernen got­tesdienstlichen Formen abgeschafft worden sind, sollen unterschiedliche geduldet werden, so dass, wenn irgendwo einige aufgehört haben, sie nicht wieder­hergestellt und, wenn sie ge­blie­ben sind, nicht aufgegeben wer­den.“

Es ist Martin Luther, der landeskirchlich verordneten Gottesdienstagenden widersprochen hat: „Es scheint mir nicht notwendig zu sein, dass man allzu…

Søren Kierkegaards Variationen über die Opferung Isaaks aus „Furcht und Zittern“: „Aber Abraham richtete alles zum Opfer, ruhig und mild. Aber wie er sich fortwandte und das Mes­ser zog, da sah Isaak, daß Abrahams Linke sich krampfte in der Verzweiflung, dass ein Beben durch seine Glieder lief, – aber Abraham zog das Messer.“

Die Opferung Isaaks Von Søren Kierkegaard Es war einmal ein Mann, der hatte als Kind jene schöne Geschichte gehört, wie…

Martin Luthers Predigt über Matthäus 7,12 (Goldene Regel): „Bist du ein Handwerksmann, so ist die Bibel in deine Werkstatt gelegt, in deine Hand, in dein Herz und lehrt dich und predigt dir vor, wie du dem Nächsten tun sollst. Sieh dein Handwerkszeug, deine Nadel, deinen Fingerhut, dein Bierfaß, deine Handelsware, deine Wage, deine Elle und dein Maß an, — überall ist dieser Spruch drauf geschrieben.“

Predigt über Matthäus 7,12 (Goldene Regel) Von Martin Luther Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen,…