Helmut Merklein, Osterpredigt über Johannes 20,1-9: „Dort, wo wir uns wirklich auf diese Geschichte eingelassen haben, da war unser Dunkel auf einmal hell. In der Tat, das ist die Wahr­heit der Geschichte des Evangeliums: Mit dieser Geschichte kann man wirklich leben. In die­ser Geschichte verliert sich alle Angst. In dieser Geschichte entkrampft sich aller Stress und aller Leistungsdruck, unter den wir selbst und andere uns stellen. Und weiter: Wer sich in die­se Geschichte hineinbegibt, kann wirklich lieben. Denn nur, wer um sein Leben nicht fürchtet, kann es wirklich verschenken.“

Osterpredigt über Johannes 20,1-9 Von Helmut Merklein (1940-1999) Zielsatz: Die Hörer sollen ermutigt werden, sich auf die Geschichte des Evangeliums…

Über das moralische Urteilen und die Selbstgerechtigkeit: „Je mehr und je schärfer ich urteile, umso weniger Ambivalenzen muss ich aushalten. Dies führt mitunter dazu, dass ich – wider besseren Wissens – an eigenen Urteilen festhalte, um einer Selbstver­unsicherung zu entgehen. Von einer urteilenden Selbstbestätigung über eine Selbstgewissheit hin zu einer Selbstgerech­tigkeit sind es nur wenige Schritte.“

Über das moralische Urteilen und die Selbstgerechtigkeit Wenn es in der Ethik um Urteile geht, werden vorrangig die Urteilsbildung bzw.…