Friedrich Mildenberger über Friedrich Mildenberger: „Ich bin dankbar dafür, dass ich mit den drei Bänden der »Biblischen Dogmatik«, die 1991-1993 erschienen sind, noch einmal zusammenfassen konnte, was mich als Systematischen Theologen zeitlebens beschäftigt hat. Dabei waren eine ganze Reihe von grundlegenden Überlegungen miteinander zu verknüpfen, die sich nicht in den gängigen Bahnen der theologischen Diskussion bewegen.“

In dem von Christian Henning und Karsten Lehmkühler herausgegebenen Band Systematische Theologie der Gegenwart in Selbstdarstellungen von 1998 schrieb Friedrich…

Gebetsgottesdienst anlässlich drohender Kriegsgefahr am 30. September 1938: „Herr unser Gott, wir armen Sünder bekennen vor Dir die Sünde unserer Kirche, ihrer Leitung, ihrer Gemeinden und ihrer Hirten. Durch Lieblosigkeit haben wir den Lauf Deines Wortes oft gehindert, durch Menschenfurcht Dein Wort oft unglaubwürdig gemacht. Wir haben ein fal­sches Evangelium nur zu sehr geduldet.“

Als im September 1938 ein Angriffskrieg des Deutschen Reichs gegenüber der Tschecheslowakei bevorstand, ordnete die Vorläufige Leitung der Deutschen Evangelischen…

Friedrich Mildenberger, Biblische Theologie als kirchliche Schriftauslegung: „Wissenschaftliche Schriftauslegung kann nicht am kirchlichen Verstehen der Schrift vorbeige­hen. Sosehr sie ei­nerseits die Freiheit der Schrift auch gegenüber der Kirche mit zu vertre­ten hat, sosehr wird sie doch andererseits auf die Kontinuität eines Ver­stehens achten, das sich als Leben der Kirche im Bekenntnis ihres Glaubens darstellt. Dabei gehe ich jetzt nicht auf die Grundentscheidun­gen der Kirche im Verständnis der Schrift ein, die den solen­nen Rang von Dogmen bzw. Bekenntnissen gewonnen haben, die einmütig rezipier­ten wie die strittigen.“

Biblische Theologie als kirchliche Schriftauslegung Von Friedrich Mildenberger Eine »Biblische Theologie«, die sich von der Dogmatik methodisch und inhaltlich löst,…

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers ‚Der du die Zeit in Händen hast‘: „Wider die verrinnende Lebenszeit wird Christus als Mitte der Zeit bekannt: ‚Nun von dir selbst in Jesus Christ / die Mitte fest gewiesen ist, / führ uns dem Ziel entgegen.‘ Da lässt sich im Bild der alten Sanduhr auf die Lochblende verweisen, die die beiden Glas­kolben miteinander verbindet und durch die der Sand rinnt: Durch Jesus Christus entrinnt mir nicht mein Leben mit der Zeit; es wird vielmehr in Gottes Ewigkeit gefasst. So heißt es abschließend in der 6. Strophe: ‚Der du allein der Ewge heißt / und Anfang, Ziel und Mitte weißt / im Fluge unsrer Zeiten: / bleib du uns gnädig zugewandt / und führe uns an deiner Hand, / damit wir sicher schreiten.'“

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers „Der du die Zeit in Händen hast“ Was wäre wenn…

Wolfgang Hubers Artikel „Kirche und Politik“ aus dem Evangelischen Staatslexikon: „Die Kirchen unterscheiden sich von anderen globalen Akteuren dadurch, dass sie nicht nur ein „global player“, sondern ein „global prayer“ sind, weltweit verbunden durch dasselbe Herrengebet. Inmitten der menschlichen Lebenswelt stehen die Kirchen für die Wirklichkeit Gottes ein und werden deshalb zu Anwälten der Benachteiligten und Bedrängten.“

Kirche und Politik Von Wolfgang Huber I. Grundsätzliches Das Verhält­nis zwischen Kirche und Politik ist in der Geschichte des Christentums…

Oscar Cullmann, Unsterblichkeit der Seele oder Auferstehung der Toten?: „Wenn erkannt ist, daß im Neuen Testament Tod und ewiges Leben an das Christusgeschehen gebunden sind, dann ist klar, daß für die ersten Christen die Seele nicht an sich unsterblich ist, sondern daß sie es nur durch die Auferstehung Jesu Christi, des „Erstgeborenen von den To­ten“, geworden ist und durch den Glauben an ihn wird.“

Immer noch provozierend ist, was Oscar Cullmann 1956 unter dem Titel „Unsterblichkeit der Seele und Auferstehung der Toten: Das Zeugnis…