Ernst Wolf, Die politische Ethik des Christen (1962): „Die kirchliche Mitverantwortung für Staat und Gesellschaft vollzieht sich nicht durch Einmi­schung in die Kompetenzen des außerkirchlichen Bereichs des Rechtslebens etwa, sondern sie voll­zieht sich von dem Grund der Kirche, vom Wort Gottes her. Die Kirche versucht es auch nicht, so­weit sie wirklich Kirche ist, mit sogenannten christlichen Konzeptionen, Ideologien, Program­men, etwa einem christlichen Naturrecht, das sie als ihr verfügbare Wahrheiten oder Richtigkeiten entwirft.“

Die politische Ethik des Christen Von Ernst Wolf Verehrte Zuhörer, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen! Als Thema haben Sie formuliert: „Die…

Eduard Thurneysen, Predigt über Psalm 65: „Gott, man lobet dich! Das ist das Wunder des Gottesdienstes. Mitten in all dem Murren und Klagen geht der Mund auf, der Gott lobt, der Gott Recht gibt, der zu Gott ruft. Unser Gottesdienst ist wahrhaftig ein Wun­der. Denn er ist nicht nur eine Tat oder Veranstaltung des Men­schen. Sondern es ist Gott selber, immer neu Gott selber und allein, der sich ein Lob erweckt aus Menschenmund auf Erden.“

Das Wunder des Gottesdienstes. Predigt über Psalm 65 Von Eduard Thurneysen Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion,…

Walter Jens, Die christliche Predigt – Manipulation oder Verkündigung? (1976): „Aufstand der Praxis, das heißt: zu zeigen, daß die Predigt, die einmal, als die Kirche der Markt der Nation war, das Ni­veau der deutschen Sprache bestimmte, heute den Versuch wagen muß, in Konkurrenz mit anderen ›Mundhäusern‹, dem Parlament, dem Fernsehen oder dem Rundfunk, jenen für eine überzeugende: also wirkungsintentionale Rede unabdingbaren Rang zurückzugewinnen.“

Die christliche Predigt – Manipulation oder Verkündigung? Von Walter Jens ›Darum wem das Predigtamt aufgelegt wird, dem wird das höchste…

Eduard Thurneysen, Predigt über Römer 8,11 (1934): „Ganze Zeiten stehen vor uns, die als Beispiel dienen können dafür, daß man dämonisiert werden kann auch von Idealen, die an und für sich gut sein mögen, die aber in der dämonischen Gestalt, mit der sie Menschen und Völker ergreifen und bewegen, entsetzlich sind. Und nun dahinein, in diese dämonisierte Welt und Zeit, wo die Menschen den Geistern verfallen, die über sie herrschen, da hinein greift wie eine Hand von oben die Botschaft von dem Gott, dessen Geist in uns wohnen möchte“

Predigt über Römer 8,11 Von Eduard Thurneysen „Wenn nun der Geist besten, der Jesus von den Toten aus. erweckt hat,…

Günther Bornkamm, »Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 (über das Gebet): „Die Beharrlichkeit, mit der Gott uns zusetzt in diesem Worte Jesu, gibt uns das Kindes­recht frei, Ihm keine Ruhe zu lassen. Wie befreiend fährt Gott mit diesem Wort in den Nebel unserer frommen Gedanken hinein und rückt unsere Vorstellungen vom Gebet in höchster Einfachheit zu­recht.“

»Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 Von Günther Bornkamm Liebe Gemeinde! So einfach also muß geredet werden, wenn…

Martin Luther, Vorrede zum Psalter (1528): „Ein menschliches Herz ist wie ein Schiff auf einem wilden Meer, das die Sturmwinde aus den vier Himmelsrichtungen der Welt hin und her treiben. Hier gibt es Furcht und Sorge vor zukünftigem Unglück, dort fährt Grämen mit und Traurigkeit aus gegenwärtigem Übel. Hier weht Hoffnung und Vermessenheit aus zukünftigem Glück, dort bläst Sicherheit und Freude an gegenwärtigen Gütern. Solche Sturmwinde aber lehren, um nun ernst zu reden, das Herz zu öffnen und den Grund herauszuschütten. Denn wer in Furcht und Not steckt, redet ganz anders vom Unglück als wer in Freuden schwebt. Und wer in Freuden schwebt, redet und singt ganz anders von Freuden als wer in Furcht steckt. Es geht nicht von Herzen, sagt man, wenn ein Trauriger lachen oder ein Fröhlicher weinen soll, das heißt: Seines Herzens Grund steht nicht offen und blickt nicht heraus.“

Vorrede zum Psalter (1528) Von Martin Luther Es haben viele heilige Väter den Psalter vor allen anderen Büchern der Schrift…