Paul Ricoeur, Das Leben bis zum Tod begleiten: „Die Wahrheit der aktiven Sterbehilfe ist die Wahrheit eines assistierten Suizids. Ein Mensch entscheidet autoritativ über die Grenze zwischen dem Tolerierbaren und dem Untolerierbaren. Doch für wen ist die Verlängerung des Lebens unerträglich? Für den kranken Menschen? Für das familiäre Umfeld? Wer bittet um den Tod? Was bedeutet diese Bitte?“

Das Leben bis zum Tod begleiten Von Paul Ricoeur Die Herausforderungen Wer von Einsatz spricht, meint etwas zu gewinnen oder…

„Nehmt Gottes Melodie in euch auf!“ Über die Musik der Schöpfung und das Lied des Lammes: „Damit menschliches Leid, Sünde und Tod mit Jesu Tod am Kreuz und seiner Auferweckung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde hin verbunden sind, braucht es eine göttliche Melodie, die kein Mensch zu komponieren weiß. Dazu schreibt Ignatius von Antiochien: ‚Nehmt Gottes Melodie in euch auf! So werdet ihr alle zusammen zu einem Chor, und in eurer Eintracht und zusammenklingender Liebe ertönt durch euch das Lied Jesu Christi. Das ist das Lied, das Gott, der Vater, hört – und so erkennt er euch als die, die zu Christus gehören.'“

„Nehmt Gottes Melodie in euch auf!“ Über die Musik der Schöpfung und das Lied des Lammes „Ich liebe die Musik,…

Robert D. Kaplan über das „tragische Denken“ als politische Vernunft: „Tragisch denken heisst letztlich, dass man realisiert und akzeptiert, dass die Welt eben nicht perfekt ist. Irgendwo wird es immer Desaster und Traurigkeit geben. Dennoch kann tragisches Denken dazu beitragen, dass es nicht noch mehr Desaster und Traurigkeit gibt. Dazu gehört, dass man die Angst vor negativen Konsequenzen ernst nimmt.“

Im Januar ist Robert D. Kaplans neues Buch „The Tragic Mind“ (Yale University Press, 2023) herausgekommen, in dem Kaplan die…

Sibylle Lewitscharoffs Predigt über „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ (Johannes 8,7b, 2015): „Einen hochaggressiven Schäferhund, der mich hetzen wollte, habe ich mal zur Ruhe gebracht, indem ich mich auf einen Stein setzte, in den Himmel schaute und ihm auf Schwäbisch etwas vorgesungen habe (natürlich hat auch der Dialekt geholfen, auf Hochdeutsch hätte das womöglich nicht so gut funktioniert). Das Viech wurde ruhig und alsbald ziemlich lieb.“

Predigt über „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ (Johannes 8,7b) Von Sibylle Lewitscharoff…

Jürgen Roloff über Pfingsten: „Als dessen geschichtlichen Hintergrund dürfte festzuhalten sein, dass die engsten Jünger Jesu, veranlasst durch die Erscheinungen des Auferstandenen in Galiläa, zu dem auf das Todespascha folgenden Wallfahrtsfest nach Jerusalem zogen, um dort als Zeugen des Handelns Gottes vor Israel aufzutreten, und dass sie dort einer Manifestation des Geistes Gottes teilhaftig wurden. Indem sich durch diese die Israel gegebene prophetische Geistverheißung für die Endzeit (Joel 3,1–5; vgl. Act 2,17–21) erfüllte, wurde die Auferweckung Jesu als Anbruch der Endzeit ausgewiesen.“

Pfingsten Von Jürgen Roloff Pfingsten ist neben Ostern das einzige jüdische Fest, das in den christlichen Festkalender eingegangen ist. Der…

Sibylle Lewitscharoff, Predigt über Exodus 3,14 (2017): „Die Beziehung von Gott und Mensch ist äußerst komplex, der Mensch kann IHM durch Beharrlichkeit etwas abtrotzen und IHN dadurch milder stimmen, deshalb paßt eine Selbstdeklaration Gottes, die eine Wandlung in die Zukunft hinein zuläßt, das Ich werde sein, der ich sein werde, besser als das statuarische Ich bin, der ich bin, von dem die eherne Strahlkraft der Unverrückbarkeit ausgeht. Von einem Gott, der nicht nur ist, sondern auch wird, geht eine ganz andere Dynamik aus, insbesondere in bezug auf Seine Beziehung zum Menschen und dessen Fährnisse im Verlauf der Geschichte.“

Predigt über Exodus 3,14 Von Sibylle Lewitscharoff Ich bin, der ich bin. Was für ein Satz! Was für eine Selbstdefinition!…

Clemens von Alexandrien über den rechten Weingenuss (Paidagogos): „Zuerst bewirkt der Wein, dass der Trinkende sich selbst mehr als früher eine Freude gönnt, und freundlicher gegen die Gäste und milder gegen die Diener und gütiger gegen Freunde wird. Da der Wein warm ist und süße Säfte enthält, so löst er in der richtigen Mischung durch seine Wärme die zähen Bestandteile der Ausscheidungsstoffe und vermischt die scharfen und schlechten Säfte mit den wohlriechenden. Trefflich ist ja jenes Wort gesagt: Als Ergötzung für Seele und Herz ist der Wein von Anfang an erschaffen, wenn er mit Maß getrunken wird.“

Über den rechten Weingenuss (Paidagogos) Von Clemens von Alexandrien 19.1. „Trink ein wenig Wein deines Magens wegen“,[1] sagt der Apostel…