Als die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster am 16. Juni 1993 unter dem Titel «Gott in dieser Zeit» ein Symposion … Mehr
Kategorie: Theologie
Rudolf Bultmann, Zum Problem der Entmythologisierung (1952): „Die Entmythologisierung will die eigentliche Intention des Mythos zur Geltung bringen, nämlich die Intention, von der Existenz des Menschen in ihrer Begründung und Begrenzung durch eine jenseitige, unweltliche Macht zu reden, eine Macht, die dem objektivierenden Denken nicht sichtbar wird.“
In den von Hans-Werner Bartsch herausgegebenen Bänden „Kerygma und Mythos“ wurden zwischen 1948 und 1960 theologische Stimmen und Einwände gegen … Mehr
Karl Rahner, Warum bin ich ein Christ: „Weil ich Mensch und Christ bin, ist es für mich im letzten doch selbstverständlich, daß ich ein Christ in der Kirche, ein kirchlicher Christ bin. Ich möchte das Denken und die freie Entscheidung nicht «sozialisieren», Verstand und Freiheit bei einem Kollektiv abliefern. Aber ich kann mich nun einmal auch nicht so wichtig nehmen, dass mir meine eigene Überzeugung noch wirklich radikal wichtig wäre, wie es dem Glauben als totaler Lebensentscheidung eigen sein muss, wenn sie von vornherein und nur die meine sein wollte.“
Warum bin ich ein Christ Von Karl Rahner Die Frage: Warum bin ich ein Christ? ist eine radikal andere Frage … Mehr
Karl Rahner, Meditation über das Wort „Gott“ (Grundkurs des Glaubens): „Eigentlich existiert der Mensch nur als Mensch, wo er wenigstens als Frage, wenigstens als verneinende und verneinte Frage „Gott“ sagt. Der absolute, selbst seine Vergangenheit tilgende Tod des Wortes „Gott“ wäre das von niemandem mehr gehörte Signal, daß der Mensch selbst gestorben ist.“
Meditation über das Wort „Gott“ Von Karl Rahner Es gibt dieses Wort Es liegt nahe, mit einer kleinen Überlegung zu … Mehr
Jürgen Moltmann, Bund dogmatisch (EKL, 1955): „Die Bestimmung des Menschen zum Bund und im Bund zum Leben unter der Herrschaft Gottes ist die Grundlage christlicher Ethik. Der Mensch ist als Partner des Bundes und als „Gehilfe am Reiche Gottes“ (Kol 4,11) Gott verbunden und in Dienst genommen, seinerseits Gott zu verherrlichen, im Glauben dem Zuspruch der Gnade zu antworten und mit seinem Leben sich dem Anspruch der Gebote gegenüber zu verantworten.“
Da war Jürgen Moltmann noch keine 29 Jahre alt, als er als Studentenpfarrer 1955 für das Evangelische Kirchenlexikon einen konzisen … Mehr
Elie Wiesel, Der Sabbat ist es, der mir fehlt. Was mein Leben verändert hat: „Ich fühlte mich vor allem als Fremder. Ich hatte meinen Glauben und damit mein Zugehörigkeitsgefühl und meinen Orientierungssinn verloren. Mein Glaube an das Leben war mit Asche bedeckt. Mein Glaube an den Menschen war voller Hohn, war kindisch und steril. Mein Glaube an Gott erschüttert. Dinge und Wörter hatten ihre Bedeutung, hatten ihre Achse verloren.“
Der Sabbat ist es, der mir fehlt. Was mein Leben verändert hat Von Elie Wiesel Alle Welt ändert sich. Leben … Mehr
Werner Weinberg, Gott in Bergen-Belsen (Wunden, die nicht heilen dürfen. Die Botschaft eines Überlebenden): „Mein Dilemma lag darin, dass ich den Gott des Konzentrationslagers nicht in Einklang bringen konnte mit dem bequemen Gott der Gerechtigkeit, Liebe und Gnade, so wie ich ihn in meiner Jugend in der Schule, in Erzählungen, Gebeten, im täglichen Leben gekannt hatte. In jenen Tagen war Gott immer „der liebe Gott“. Aber im Konzentrationslager schienen der „liebe Gott“ und der Gott des Unheils nebeneinander zu bestehen.“
Gott in Bergen-Belsen Von Werner Weinberg Viele gelehrte Abhandlungen sind über die Auswirkungen des Holocaust auf Glaube und religiöse Haltung … Mehr
Hans Joachim Iwand, Gesetz und Evangelium (1956): „Das Evangelium zerbricht das Gefüge der Gesetzesfrömmigkeit, es hebt das ganze System mit allen seinen Gliedern (articuli) aus den Angeln. Nicht weil der Mensch, sei es in seinem Sein (ontologisch) noch in seinem Tun (ethisch) einen Gott gemäßen Wert darstellt, sondern weil Gott den verlorenen Menschen sucht und für ihn sich selbst einsetzt (Versöhnung); aus unbegründeter, reiner, freier Gnade (sola gratia) heraus wird die Vergebung der Sünden (remissio peccatorum) verkündet.“
Gesetz und Evangelium dogmatisch Von Hans Joachim Iwand B. Dogmatisch 1. Es ist seltsam und nicht so leicht zu erklären, … Mehr
Heinrich Vogel über die Christologie in seinem EKL-Artikel: „Das neutestamentliche Zeugnis rühmt die Herrlichkeit des Heilandes und Herrn in einer überschwenglichen, jede Dogmatisierung übersteigenden und sprengenden Mannigfaltigkeit.“
Christologie III. Dogmatisch Von Heinrich Vogel Christologie ist die Lehre, daß ein bestimmter Mensch, Jesus von Nazareth, wie ihn uns … Mehr