Theo Sundermeier, Primäre und sekundäre Religionserfahrung (vollständiger Text): „Wenn wir abschließend die Funktion der primären Religionserfahrung zusammenfassen wollen, so müssen aus sozialanthropologischer Sicht vereinfachend die folgenden Punkte genannt werden: Die Religion dient dem vitalen Wohl der Gemeinschaft. Da sie den Men­schen ganzheitlich umgreift, hilft sie ihm auf der kognitiven, der emotionalen und der mora­lischen Ebene.“

Primäre und sekundäre Religionserfahrung Von Theo Sundermeier Uns ist keine Stammesgesellschaft bekannt, die nicht wesentlich von religiösen Vorstellungen durchdrungen ist. … Mehr

Elie Wiesel über einen Prozess gegen Gott in Auschwitz: „Was er dann tat, war, ein rabbinisches Tribunal einzuberufen und Gott anzuklagen. Er hatte zwei andere gelehrte Rabbiner hinzugezogen, und sie beschlossen, Gott anzuklagen, in angemessener, korrekter Form, wie es ein richtiges, rabbinisches Tribunal tun soll, mit Zeugen und Argumenten usw.“

Über einen Prozess gegen Gott in Auschwitz Von Elie Wiesel Lassen Sie mich ein Beispiel geben: Während des Krieges, im … Mehr

Martin Buber, Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ (1928): „Die Ganzheit seines Weltlebens Gott zuwenden und es dann in all seinen Augenblicken bis auf den letzten sich auftun und abfolgen las­sen, das ist Wirken des Menschen an der Erlösung. Wir leben in einer unerlösten Welt. Aber aus jedem willkürlos weltverbundnen Menschenleben fällt in sie ein Samen der Erlösung, und die Ernte ist Gottes.“

Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ Von Martin Buber Franz Rosenzweig gewidmet Ehe ich dieses Buch in die Weh gehen lasse, … Mehr

Karl Rahner über die unverzichtbare Gottesrede: „Wenn wir von Gott sprechen, als ob er der Nothelfer in unseren Lebenssi­tuationen auf die Weise sein müsse, wie wir es gerne haben möchten, dann können wir natürlich nur noch feststellen, dass ein solcher Gott in der Welt nicht vorkommt und vermutlicherweise gestorben ist. Aber dieser Gott, der es uns erspart, vor seiner Unbegreiflichkeit zu kapitulieren, um selig zu werden, war noch nie der Gott des Christentums dort, wo es sich selber recht verstand.“

Von Gott muß geredet werden Von Karl Rahner Nur wenn der Mensch weiß, daß er unendlich mehr ist, als unmittelbar … Mehr

Trutz Rendtorff, Zum ethischen Sinn evangelischer Theologie. Ein Diskussionsbeitrag (1982): „Leben als Handeln heißt, in die kommunikative Grundstruktur des Lebens eintreten, die der Sache nach genau das ist, was den Inhalt des Glaubens bildet, dass nämlich unser Leben, das wir zu führen haben, immer das Leben ist, das wir empfangen und das uns deswegen zu einer Stellungnahme fordert, die uns über eigene Ziele und Lebensregeln hinaus in Anspruch nimmt für die Bewe­gung dieses Lebens, das sich mitteilt, gibt und insofern im Geben von Leben verwirklicht.“

Zum ethischen Sinn evangelischer Theologie. Ein Diskussionsbeitrag[1] Von Trutz Rendtorff I. Die kritische Funktion der Ethik für die evangelische Theologie … Mehr

Paul Schempp, Der Einzelne und die Gemeinschaft in Christus (1950): „Du hast es nicht nötig, Angst zu haben, und hast es auch nicht nötig, Angst zu machen, denn du bist nur Knecht als Knecht des Herrn, nicht weil so viele Herren faktisch über dir sind. Und du bist nur Herr als der Herr, dem Christus sich als Herr zum Knecht macht und ihm die Macht und Aufgabe gibt, so als Herr und nicht als menschlicher Knecht anderen, eben den dir untergebenen Menschen zu dienen.“

Da war noch kein Teilband der Versöhnungslehre in Karl Barths Kirchliche Dogmatik erschienen, als Paul Schempp 1950 mit seinem Text … Mehr