Reinhold Schneider, Sonett „An meinen Vater“ (1928): „Der Schwermut Erbe ward mir übermacht, / Es ist mein Untergang und ist mein Lohn; / Wohl fühlte ichs in frühen Tagen schon, / Doch kommts aus frühern, aus des Anfangs Nacht. // Du hast als letzter mir die schwere Fracht / Der Väter auferlegt zu Not und Fron, / Ich will sie tragen, bis zuletzt dein Sohn, / Doch sei in mir das Leid zur Ruh gebracht.“

Nachdem sich der 19jährige Schneider 1922 in der Nachfolge seines Vaters an einer eigenen Selbsttötung versucht hatte, schrieb er 1928 … Mehr

Martin Luther, Vorrede zu der Sammlung der Begräbnislieder: „Wir Christen aber, die wir von dem allen durch das kostbare Blut des Sohnes Gottes erlöst sind, sollen uns im Glauben üben und gewöhnen, den Tod zu verachten und als einen tiefen, starken, süßen Schlaf anzusehen, den Sarg für nichts anderes als unseres Herrn Christi Schoß oder Paradies, das Grab für nichts anderes als einen weichen Pfuhl oder Ruhebett zu halten. So ist es ja vor Gott in Wahrheit, wie er spricht: »Lazarus, unser Freund, schläft.« Und: »Das Mädchen ist nicht tot, sondern es schläft.«“

Vorrede zu der Sammlung der Begräbnislieder (1542) Dem christlichen Leser D. Martin Luther St. Paulus schreibt denen zu Thessalonich, daß … Mehr

Albrecht Haushoffers Moabiter Sonette (1945) zu Matthias Grünewald, Auferstehung Jesu: „Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß“Nicht Menschenkunst allein hat so gemalt: / Dem Grabesdunkel schwerelos entschwebend, / das Haupt mit goldnem Leuchten rings umwebend. // Von allen Farben geisterhaft umstrahlt, / noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, / fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß.Albrecht Haushoffers Moabiter Sonette (1945) zu Matthias Grünewald, Auferstehung Jesu: „Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß“

Albrecht Georg Haushofer (* 7. Januar 1903 in München; † 23. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Geograph, Schriftsteller … Mehr