Die Predigt, die Gerhard von Rad am 24. Juni 1951 im Universitätsgottesdienst in Heidelberg gehalten hatte, spricht auch in unsere … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Martin Luthers Predigt über das Vaterunser (Matthäus 6,5-15) von 1530: „Darum spricht nun Christus: ‚Euer himmlischer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr darum bittet‘; als wollte er sagen: Was tut ihr, dass ihr meint ihn mit eurem langen Gewäsch zu betäuben, dass er euch gebe, was ihr bedürfet? Ihr dürft ihn nicht mit Worten überreden, oder lange unterrichten, denn er weiß es zuvor besser, was euch not ist, denn ihr selber. Gleich als wenn du vor einen Fürsten oder Richter kämest, der deine Sache besser wüsste, denn du sagen könntest, und wolltest viel Gewäsch machen, ihn davon zu unterrichten, so wird er über dich lachen, oder vielmehr unlustig auf dich werden. Ja, wir wissen auch nicht, spricht Paulus (Römer 8,6.20), wie wir bitten sollen, dass, wenn er uns erhört und etwas gibt, so gibt er es, über das wir verstehen und hoffen können (Epheser 3,20). Darum lässt er uns häufig etwas bitten, das er nicht sofort gibt, oder wohl gar nicht gibt, als der wohl weiß, was uns not und nütze ist oder nicht; welches wir selbst nicht sehen, und zuletzt selbst müssen bekennen, dass uns nicht gut gewesen wäre, wenn er uns nach unserem Bitten gegeben hätte. Darum dürfen wir ihn nicht lehren noch vormahlen mit unserem langen Gewäsch, was und wie er uns tun soll; denn er will also geben, dass sein Name geheiligt werde, und sein Reich und sein Wille dadurch gefördert werden und fortgehe.“
In seinen Wochenpredigten über Matthäus 5-7 hatte Martin Luther 1530 auch über das Vaterunser gebetet: Predigt über Matthäus 6,5-15 Von … Mehr
Martin Luther, Auslegung von Matthäus 14,22-33: „Petrus, warum hast du gezweifelt? Das Meer hat keine Schuld, es hat nur getan, was seine Art und Wesen ist, und du hast auch leiden müssen, was deine Art und Wesen ist! Hättest du tapfer geglaubt und deine Art und Wesen ausgezogen, so hätte auch das Meer seine Art und Wesen ausgezogen und du wärest auf ihm weiter gegangen und es wäre dir fester Fels und Boden gewesen und geblieben. Zweifel und Glaube machen alles anders. Der Glaube macht aus dem Meer einen trockenen Weg und der Zweifel wiederum macht aus dem trockenen Weg das alte Meer. Dem Gläubigen ist alles möglich, dem Zweifler wiederum ist alles unmöglich. Der Glaube macht Götter, d.h. Gotteskinder und Wundertäter, der Zweifel macht Menschen, d.h. elende Leute.“
Auslegung von Matthäus 14,22-33 (Jesus und der sinkende Petrus auf dem Meer) Von Martin Luther Und alsbald trieb Jesus sein« … Mehr
Rudolf Bultmann, „Rogate“-Predigt über Johannes 16,22-33: „Wollen wir die Freude der Freiheit »jenes Tages« erleben, d. h. wollen wir die innere Freiheit von uns selbst gewinnen als Menschen, die nicht mehr zu dieser Welt gehören und die doch offen sind für die Begegnungen des Lebens, so müssen wir vor Gott einsam sein können. Wir müssen bereit sein, in eine Einsamkeit hineinzugehen, in der die Welt für uns versinkt in die Nichtigkeit, in der alle Bindungen, auch die verpflichtendsten und liebsten, gelöst sind, in der uns niemand mehr begegnet als Gott allein. Wir müssen uns vor Gottes Augen stellen ganz nackt und bloß, entkleidet von allem, an das wir uns halten möchten, entblößt von allem, das wir um uns hängen möchten, um ein Ansehen und Bewußtsein unser selbst zu haben. Es ist eine schauerliche Einsamkeit, die für den natürlichen Menschen ein Schrecken ist; und der Gott, der uns in solcher Einsamkeit begegnet, mag uns anmuten wie die vernichtende Macht des Todes. Seinem verzehrenden Blick müssen wir standhalten und bereit sein, vor ihm nichts zu sein.“
Predigt über Johannes 16,22-33 Von Rudolf Bultmann Ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz … Mehr
Martin Luther über die Heiligung durch Gottes Wort: „Gottes Wort ist der Schatz, das alle Dinge heilig macht; durch ihn sind alle Heiligen selber geheiligt worden. Zu welcher Stunde man nun Gottes Wort betreibt, es predigt, hört, liest oder bedenkt – immer wird dadurch Person, Tag und Werk geheiligt, nicht äußeren Werkes wegen, sondern um des Wortes willen, das uns alle zu Heiligen macht. Deswegen sage ich allezeit, dass unser ganzes Leben und Werk in Beziehung zum Worte Gottes stehen müsse, wenn es Gott gefällig oder heilig heißen soll.“
Gottes Wort ist der Schatz, der alle Dinge heilig macht Von Martin Luther Wir Christen sollen […] täglich mit Gottes … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über 1.Johannes 2,15-23 von 1945: „Dann wird eben das aus dem Christentum, was es leider für viele geworden ist, eine Idee, d. h. eine Möglichkeit, an der wir uns immer wieder versuchen, mit der wir versuchen, die Welt zu verbessern, und an der wir immer wieder, zur Freude aller finsteren und abgründigen Mächte, scheitern.“
Predigt über 1. Johannes 2,15-23 Von Hans Joachim Iwand Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. … Mehr
Odem, Wind oder Geist? Von den Übersetzungsschwierigkeiten mit der „ruach“ in der Luther-Bibel 2017 bezüglich Hesekiel/Ezechiel 37,1-14
Odem, Wind oder Geist? Von den Übersetzungsschwierigkeiten mit der „ruach“ in der Luther-Bibel 2017 bezüglich Hesekiel/Ezechiel 37,1-14 Hesekiel/Ezechiel 37,1-14 ist … Mehr
Karl Barths Andacht für den Samstag vor Misericordias Domini: „Dass es für die Verheißung der Herrlichkeit, die Gott den Seinen gibt, gar keinen anderen Grund gibt als die Augen Gottes, die nicht bloß wie unsere Augen sehen, was da ist, sondern schaffen, was nicht da ist.“
Für das von Gerhard Jacobi initiierte Buchprojekt „Erhalt uns, Herr, bei Dienem Wort! Evangelische Andachten für jeden Tag“, 1932 im … Mehr
Karl Barths Andacht für den Freitag nach Quasimodogeniti: „Man hat den Menschen nicht mit Unrecht mit einem Hund verglichen, dessen Gehorsam gegen seinen Herrn nur darin bestehen kann, dass er jeweils im Augenblick seinem Pfiff und Ruf gehorcht.“
Für das von Gerhard Jacobi initiierte Buchprojekt „Erhalt uns, Herr, bei Dienem Wort! Evangelische Andachten für jeden Tag“, 1932 im … Mehr