Die Bibel – göttlicher Wortschatz unseres Glaubens: „Die Bibel hat mehr zu bieten als Weisheiten und Weisungen für ein gelingendes Leben. Sie lädt uns vielmehr in ein Geschehen ein, das unermesslich größer ist als unser eigenes Leben. Wir sollen uns mit unserem eigenen Leben in die Bücher der Bibel hineinlesen, damit wir bei deren Geschehen mit dabei sind. Wo wir beim Lesen den roten Faden des Erzählgeschehens aufnehmen, finden wir uns selbst wieder in der Gegenwart Gottes, wird das Geschehen auch für uns verbindlich.“

Die Bibel – göttlicher Wortschatz unseres Glaubens „Buch der Bücher“ – so wird die Bibel zu Recht bezeichnet. Genauer gesagt … Mehr

Eberhard Jüngels Predigt über Hiob 7,17-21: „Gott hat ein Herz: für jeden, der ihm die Wahr­heit sagt – mag sie auch noch so gotteslästerlich sein. Wofür er kein Herz hat, das sind jene frommen Sprüche, mit denen man ihn bedienen und sich salvieren zu können meint, und die sich doch sofort in fromme Lügen verwandeln, wenn sie ihre Wahrheit erweisen müssen. Bloß keine frommen Sprüche, liebe Gemeinde! Gott hasst sie.“

Predigt über Hiob 7, 17-21 Von Eberhard Jüngel Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater und dem … Mehr

Martin Buber, Zu einer neuen Verdeutschung der Schrift (1954): „Biblische Grundworte offenbaren ihre Sinnweite und -tiefe nicht von einer einzigen Stelle aus, die Stellen ergänzen, unterstützen einander, Kundgebung strömt dauernd zwischen ihnen, und der Leser, dem ein or­ganisches Bibelgedächtnis zu eigen geworden ist, liest jeweils nicht den einzelnen Zusammenhang für sich, sondern als einen von der Fülle der Zusammenhänge um­schlungenen. Die latente Theologie der Schrift wirkt unmittelbar da, wo sich der Gehalt der einzelnen Grundworte solcherart aus verschiedenen Sätzen, verschiedenen Textformen, verschiedenen Äu­ßerungsstufen als der gleiche auftut. Wohl ist nicht das Wort, sondern der Satz natürliches Glied der lebendigen Rede und das Wort ihm gegenüber das Produkt einer Analyse, aber der biblische Satz will biblisch erfaßt wer­den, d. h. in der Atmosphäre, die sich durch die Wiederkehr der gleichen Grundworte erzeugt.“

Was Martin Buber unter dem Titel „Zu einer neuen Verdeutschung der Schrift“ als Beilage zum ersten Band Die fünf Bücher … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über Matthäus 18,21-35 (1958): „Er ist offenbar in seiner großen Stunde kein Königskind geworden, sondern ein Knecht ge­blieben. Das ist das Schreckliche. Er hat nicht begriffen, dass er einbezogen wurde in die Gottesherrschaft Jesu Christi, unter das königliche Recht der Gnade. Dorthin, wo niemand mehr fragt: Wie oft, wievielmal kann man eigentlich seinem Mitbruder vergeben? Dieser Mann ist trotz allem ein Knecht geblieben, in der ganzen Niedrigkeit eines Knechtes, der nun, kaum dass er selbst frei ist, sich aufmacht, um seinerseits Herr zu spielen.“

Predigt über Matthäus 18,21-35 (Der Schalksknecht) Von Hans Joachim Iwand Die Geschichte, die wir eben gehört haben, hat eine doppelte … Mehr

Martin Luther, Predigt über Matthäus 7,1-5: Richtet nicht, aus dass ihr nicht gerichtet werdet (1530/32): „Es gilt nicht, wenn du selbst ohne Gottes Wort und Befehl richten und urteilen willst und wenn du’s auch hernach Gottes Ehre und Gerechtigkeit heißest, sondern es ist und bleibt ein teuflischer Zusatz, der sich nur mit diesem Deckel schmückt und schön macht. Denn hier hörst du: Gott will es nicht haben, dass wir uns unterstehen, selbst Richter zu sein, es sei in der Lehre oder im Leben.“

„Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ Predigt über Matthäus 7,1-5 Von Martin Luther Math. 7,1-5: Richtet nicht, auf … Mehr