Für das von Gerhard Jacobi initiierte Buchprojekt „Erhalt uns, Herr, bei Deinem Wort! Evangelische Andachten für jeden Tag“, 1932 im … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Karl Barths Andacht für Gründonnerstag zu Psalm 111,7: „Diese Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht. Aber wer hier nicht zweifelte, der würde hier auch nicht glauben. Wie viele Augen haben in jenem Geschehen nur die Bestätigung gesehen dafür, dass das Menschenleben ein finsteres Rätsel ist — wenn nicht gar die verdiente Strafe für die Kühnheit, dieses Rätsel dennoch lösen zu wollen. Und könnten uns Brot und Wein des Abendmahls nicht viel dringlicher an den schmerzlichen, aber unvermeidlichen Wandel aller sichtbaren Dinge erinnern denn an irgendein heilvolles Geschehen?
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Karl Barths Andacht für den Mittwoch in der Karwoche zu 1. Mose 18,3: „Wenn Menschen Gnade finden vor Gottes Augen, dann handelt es sich weder um ihre Aufrichtigkeit noch um ihre Unaufrichtigkeit, sondern um seinen eigenen großen Namen. Christi Blut, das Blut des neuen Bundes, in dessen Verströmen Gott versöhnend an unsere Stelle tritt, dieses Blut muss kommen über uns und unsere Kinder. Wir möchten, dass der Herr nicht an uns vorübergehe? Dann können wir nichts Besseres tun, als uns gebeugten Hauptes in die Reihe jenes närrischen Volkes zu stellen.“
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Hans Joachim Iwands Predigt über Jesaja 40,26-31 (1941): „Über ihm flattern wie graue Vögel der Nacht die häßlichen Fragen: Wozu, warum, warum gerade ich, warum hat mir das Leben nicht gehalten, was ich glaubte? — und Stück für Stück zieht die harte, böse Wirklichkeit in sein Herz mit all den häßlichen Namen, die sie sich dann gibt, ob das nun Geld ist, oder Essen und Trinken, oder Genuß, oder Selbstliebe; es ist so, als ob dann unter dem Hohngelächter der Hölle das ganze Heer aus der Tiefe Einzug hält in ein Herz, das einmal Gottes Tempel, Gottes Wohnung, das einmal erleuchtet war von dem großen kindlichen Vertrauen.“
Predigt über Jesaja 40,26-31 Von Hans Joachim Iwand Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge … Mehr
Karl Barths Andacht für den Dienstag in der Karwoche zu 1. Könige 3,12f: „Es ist so gar nichts Scheinendes und Großartiges, was Jesus Christus da ausrichtet. Was bedeutet es inmitten all des anderen, was uns alle scheinbar so viel näher und dringlicher angeht? Was bedeutet es inmitten der großen Bewegungen der Welt- und Kirchengeschichte? Was da an den Tag kommt, ist ja nur, dass wir verworfene und verlorene Menschen sind, die durch unbegreifliche Barmherzigkeit über dem Abgrund des Todes gehalten werden, so dass wir nicht fallen, und doch nicht verstehen, warum wir nicht fallen.“
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Karl Barths Andacht für den Montag in der Karwoche zu 1. Samuel 12,22: „Wer weiß es im Grunde nicht, dass auch er ein Verlassener ist? Dieses sein Volk der Verlassenen verlässt der Herr nicht. Das dürfen und sollen sie wissen. Man soll es ihnen laut und eindringlich sagen: Seliges Volk, gerade ihr seid die vom Herrn des Lebens nicht Verlassenen. Siehe, bei euch ist er alle Tage bis an der Welt Ende!“
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Karl Barths Tagesandacht für Palmsonntag, 29 März 1931: „So heißt Hosianna nicht: Hurra! Und nicht: Heil!, sondern: Hilf doch! Den Hilflosen, die so rufen — ihnen ist geholfen. Das ist’s, was wir wissen sollen.“
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Huub Oosterhuis’ Ode an die Bibel: „Worte, die nicht auf hohem Ross bewaffnet, sondern auf einem Eselfüllen sich mir nähern, bist du, Mädchen von Im Anfang.“
An die Bibel Wie ich dein Buch Auszug lese:mit Ägypten auf den Fersenrenn ich die Zeilen entlangum mein Leben. Wie … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Judas-Predigt zu Matthäus 26,45b-50 von 1937: „Von Christus nicht lassen können, und ihn doch preisgeben. Judas, verrätst du des Menschen Sohn mit einem Kuß?“
1937 hielt Dietrich Bonhoeffer im Predigerseminar Finkenwalde folgende Judas-Predigt: Predigt zu Matthäus 26,45b-50, Finkenwalde, Sonntag Judica, 14. März 1937 Von … Mehr