Jürgen Roloff über Pfingsten: „Als dessen geschichtlichen Hintergrund dürfte festzuhalten sein, dass die engsten Jünger Jesu, veranlasst durch die Erscheinungen des Auferstandenen in Galiläa, zu dem auf das Todespascha folgenden Wallfahrtsfest nach Jerusalem zogen, um dort als Zeugen des Handelns Gottes vor Israel aufzutreten, und dass sie dort einer Manifestation des Geistes Gottes teilhaftig wurden. Indem sich durch diese die Israel gegebene prophetische Geistverheißung für die Endzeit (Joel 3,1–5; vgl. Act 2,17–21) erfüllte, wurde die Auferweckung Jesu als Anbruch der Endzeit ausgewiesen.“

Pfingsten Von Jürgen Roloff Pfingsten ist neben Ostern das einzige jüdische Fest, das in den christlichen Festkalender eingegangen ist. Der … Mehr

Bernd Janowski, Sühne im Alten Testament und im Judentum (EKL): „Weil der Opfernde, der eine (unwissentliche) Verfehlung begangen hat, sich durch diesen Gestus mit dem Opfertier identifiziert, geht es in dessen Tod real-symbolisch um den Tod des Sünders. Das Proprium der kultischen Stellvertretung ist die im Tieropfer symbolisch sich vollziehende Lebenshingabe des schuldigen Menschen.“

Sühne im Alten Testament und im Judentum Von Bernd Janowski 1. Sühne ist ein Zentralbegriff biblischer Theologie. Neben dem traditionellen … Mehr

Ulrich Luz, Bild des unsichtbaren Gottes – Christus. Der Kolosserhymnus (Kol 1,15-20): „Vergessen wir nicht, dass dieser Text ein Lobpreis ist, ein Gebet also, kein Lehrtext. Er sagt, für wen wir Gott zu loben und für was wir ihm zu dan­ken haben. Er sagt, wie Gott durch Christus sich für uns manifestieren will: als Versöhner, als Friedensstifter, der die Menschen und die Welt zusammenführt. Er gibt uns damit auch eine in­haltliche Leitlinie, an die wir uns halten können, wenn Gott für uns unerkennbar geworden ist in der Zerstrittenheit der Religionen und ihrer Got­tesbilder und in der Gespaltenheit des Christus und seiner Kirchen.“

Bild des unsichtbaren Gottes – Christus. Der Kolosserhymnus (Kol 1,15-20) Von Ulrich Luz In einem der frühesten neutestamentlichen Texte haben … Mehr

Otto Dibelius’ Predigt zum „Tag von Potsdam“ (1933): „Wenn der Staat seines Amtes waltet gegen die, die die Grundlagen der staatlichen Ordnung untergraben, gegen die vor allem, die mit ätzendem und gemeinem Wort die Ehe zerstören, den Glauben verächtlich machen, den Tod für das Vaterland begeifern – dann walte er seines Amtes in Gottes Namen!“

Heute vor 90 Jahren hielt Otto Dibelius zur zur Reichstags-Eröffnungsfeier am 21. März 1933 in der Nikolaikirche Potsdam folgende Predigt, … Mehr

Die Auferweckung von den Toten als ethische Revolution: „In Verbindung mit dem jüngsten Gericht wird der Verstorbene aus dem familiären Lebensgefüge herausgenommen. Das Leben der vom Tod Auferweckten ist auf Jesus Christus ausgerichtet und lässt familiäre Verbindungen und Verpflichtungen dabei hinfällig werden.“

Die Auferweckung von den Toten als ethische Revolution Jesu Antwort auf die Sadduzäer-Frage nach der Wirklichkeit der Auferstehung (Mk 12,18-27; … Mehr

Blaise Pascal, Die Wette (Pensées): „So ist unsere Darlegung, bei gleicher Chance für Gewinn und Verlust, von unendlicher Überzeugungskraft, wenn Endliches in einem Spiel zu wagen und das Unendliche zu gewinnen ist. – Das ist einleuchtend; und falls Menschen irgendeine Wahrheit einsehen können, diese gehört dazu. – »Zugegeben, das räume ich ein. Aber gibt es weiter kein Mittel, hinter das Spiel zu schauen?« – Doch die Schrift und das Übrige, usw.“

Die Wette Von Blaise Pascal Eines der Fragmente aus den posthum edierten Pensées, der Materialsammlung für eine Apologie des Christentums … Mehr

Unterschiedliche Aspekte und Weisen des Glaubens: „Der angefochtene Glaube sieht sich durch die eigene Welterfahrung in dem zu Ver­trauenden angefochten und ist deshalb sich selbst nicht sicher. In der Anfechtung wird man von der göttlichen Zusage contra experientiam immer wieder neu herausgefordert.“

Unterschiedliche Aspekte und Weisen des Glaubens An Stelle eines entwicklungspsychologischen Stufenmodells des Glaubens (James H. Fowler, Stages of Faith, 1981), … Mehr

Ernst Keils fiktiver „Brief an eine Gläubige“ von 1866. Wie sich der Herausgeber der Zeitschrift ‚Die Gartenlaube‘ Bigotterie liberaltheologisch vorgestellt hat: „Madame, Sie haben um Ihr Herz eine Rinde gelegt, eine Rinde, so fest und sicher, daß kein Athemzug Menschlichkeit, kein Körnlein Gemüth hinein kann, selbst wenn das Herz oft darnach lechzte. Und diese Rinde heißt der – kirchliche Glaube.“

Brief an eine Gläubige Von Ernst Keil Madame! Als Sie mich vor Kurzem fragten, weshalb ich die Kirche, diesen Zufluchtsort … Mehr