Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Kurt Flasch und Klaus-Peter Jörns – die Ehrlichkeit zu sich selbst. Weil der vormals … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Ernst Troeltsch über Kirchen und Sekten in ‚Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen‘: „Der Typus der Kirche ist die überwiegend konservative, relativ weltbejahende, massenbeherrschende und darum ihrem Prinzip nach universale d. h. alles umfassen wollende Organisation. Die Sekten sind dem gegenüber verhältnismäßig kleine Gruppen …“
Es ist immer noch interessant zu lesen, wie Ernst Troeltsch in seinem Werk Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen … Mehr
Zustand oder Geschehen – worin „katholisch“ und „evangelisch“ sich möglicherweise entscheidend unterscheiden (und warum der liberale Protestantismus nicht dem Evangelium, sondern einem selbstbewussten Zustand glaubt): „Wo Heilwerdung – an Stelle einer zu geschehenden Zusage – als operationalisierbarer Transformationsprozess im Menschen verstanden wird, ist das Kreuzesgeschehen in eine verheißungslose Vergangenheit zurückgenommen.“
Zustand oder Geschehen – worin „katholisch“ und „evangelisch“ sich möglicherweise entscheidend unterscheiden Das ist eine Versuchung, den entscheidenden Unterschied zwischen … Mehr
Hans Joachim Iwand über Luthers Freiheitsverständnis: „Die christliche Freiheit ist nicht eine «auch», sondern «nur» bei den Christen anzutreffende Freiheit.“
In seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie 1956/57 behandelte Hans Joachim Iwand im Zusammenhang der Rechtfertigungslehre Luthers auch die Frage … Mehr
Max Horkheimers Notiz über Aufklärung und Religion: „Je weiter die Naturerkenntnis fortschreitet und je gerechter und durchsichtiger die Gesellschaft wird, so dass keine gesellschaftlich bedingten Unterschiede, kein gesellschaftlich bedingtes Leid den Finger Gottes als Erklärung fordern, desto weniger werden die Menschen der Religion bedürfen. Aber, so könnten sie erwidern, werden wir dann nicht der Religion bedürfen, weil wir doch sterben müssen und weil die Kreatur, die nichtmenschliche, durch die Natur und vor allem durch die unbarmherzige Menschheit leidet? Bedarf es nicht immer der Religion, weil die Erde, auch wenn die Gesellschaft in Ordnung wäre, das Grauen bleibt?“
Über Aufklärung und Religion (1959/60) Von Max Horkheimer Der Begriff von Göttern oder Gottes, so sagten die Aufklärer der Nationen, … Mehr
Max Horkheimer im SPIEGEL-Gespräch „Was wir ‚Sinn‘ nennen, wird verschwinden“ aus dem Jahr 1970: „Die moderne Liberalisierung der Religion führt, wie ich meine, zum Ende der Religion. Unbewusst oder halbbewusst kommt jedermann dabei zur Überzeugung, daß die Liberalisierung der Theologie der gängigen Politik entspricht. Es werden Konzessionen gemacht, Kompromisse geschlossen, es wird mit der Wissenschaft paktiert – als ob Wissenschaft mehr dazu sagen könnte, als daß die Erde ein Mikro-Atom sei, ein Kügelchen mit einem Schimmelüberzug, schwebend im unendlichen Universum.“
Das ist eines der großen SPIEGEL-Gespräche, das Georg Wolff und Herbert Gumnior 1970 mit Max Horkheimer unter der Überschrift „Was … Mehr
Hans G. Ulrich, Was sind gute Werke: „Was gut ist, kann nicht an einem Zustand der Welt oder des Menschen ermessen werden, weil damit das Gute, das von Gott im Glauben zu erfahren, weiterzugeben und zu bezeugen ist, außer acht gelassen wird. Dem Menschen ist zu tun geboten, was ihm im Vertrauen auf Gottes Werk zu tun bleibt. Dies sind durchaus bestimmte gute Werke. Statt einem allgemeinen Guten dienen zu wollen, ist es geboten, das zu tun und sich davon prägen zu lassen, was im Gebot Gottes (etwa im Dekalog), zusammengefaßt im Gebot der Nächstenliebe, enthalten ist. Dazu gehört, das Gerechte zu tun, Barmherzigkeit zu üben und Frieden zu stiften. Solche guten Werke kennzeichnen die christliche Lebensform, die mit dem Glauben gegeben ist.“
In seinem lesenswerten RGG-Artikel über die guten Werke bezieht Hans G. Ulrich diese auf Gottes Werk und entzieht sie damit … Mehr
„Mit allem, was not tut für Leib und Leben …“ – Warum die Wohlfahrtsstaatsgläubigkeit keine wirkliche Hoffnung birgt
Warum Wohlfahrtsstaatsgläubigkeit keine wirkliche Hoffnung birgt „Mit allem, was not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, … Mehr
‚Die mit Ernst Christen sein wollen‘ (Martin Luther, Vorrede zur Deutschen Messe) und Stanley Hauerwas’/William H. Willimons Programmschrift ‚Christen sind Fremdbürger‘ (Resident Aliens, 1989): „Wir glauben, dass sich in Anerkennung dieser Realität eine kopernikanische Wende in der Weltsicht von Christen abzeichnet, die das, was es heißt, heute Kirche in der Welt zu sein, auf eine völlig andere Grundlage stellt. Nun werden unsere Kirchen frei, ihre eigenen Wurzeln neu zu begreifen und der Synagoge ähnlicher zu werden – einer Glaubensgemeinschaft, die nicht die Welt darum bittet, zu tun, was nur die Glaubensgemeinschaft selbst tun kann. Was wir einst theologisch gelernt hatten, lernen wir nun auch praktisch: Christen kommen nicht auf natürliche Weise zur Welt in Orten wie Greenville oder anderswo; sie werden vielmehr erst ins Leben befördert durch eine abenteuerlustige Kirche, die es wieder gelernt hat, die richtigen Fragen zu stellen: Fragen, auf die allein Christus die rechten Antworten bereitstellt.“
„Die mit Ernst Christen sein wollen“ (Martin Luther) und Hauerwas-Willimon „Christen als Fremdbürger“ In seiner Vorrede zur Deutschen Messe von … Mehr