Warum der Religionsbegriff für Christen unpassend ist: „Wenn man von der eigenen christlichen Religion spricht, ist diese unvermeidlich dem Tod ausgesetzt. Glaubensinhalte sind nicht ‚unsterblich‘. So sterben Religionen mit der Zeit aus, wenn sie keine Anhänger mehr haben. Und Aussagen über eine postmortale Auferstehung der Toten gelten religiös nur solange wie man selbst am Leben ist. Stirbt der Mensch als ‚reli­giöses‘ Subjekt, ist damit für ihn die persönliche Glaubensüberzeugung ‚Leben nach dem Tod‘ erledigt. Sie mag ihm zu Lebzeiten Trost (im Falle des Todes eines Angehörigen) oder eigene Hoffnung (angesichts des eigenen bevorstehenden Todes) gegeben haben, aber letzt­endlich vernichtet der Tod Glaubensinhalte. Sie haben keine eigene Wirklichkeit, die den Tod überwindet. Was auch immer religiös gedacht, gelehrt oder praktiziert wird, findet im Tod ihr Ende. Im Tod ist es aus mit der Religion. Sie erweist sich letztendlich als unwirklich (anergetisch).“

Warum der Religionsbegriff für Christen unpassend ist Wenn vom Christentum als (Welt-)Religion mit Jesus als Religionsstifter – analog zu Mose, … Mehr

Listen Once More to the Savior – Christian Tolerance of Others Is Cruciform, Shaped by the Cross: „Christianity in Europe is facing an existential problem. It is not the increasing secularization of society, nor its alleged Islamification. What threatens Christianity’s existence among us lies instead in the fact that people do not really believe in the One who gave Christianity its name, nor trust his message or his work. Unlike unbelieving Thomas, people are unwilling to put their finger to Jesus’ wounds and thereby come to trust the crucified and risen Christ.“

The Lutheran „Crossing Community“ published the translation of my article „Man höre doch mal dem Heiland zu“ (which originally appeared … Mehr

I Am a Missionary. Does Christian Mission Do More Harm than Good?: „Exactly opposite is Christian mission with its rejection of any form of racism, since all people are addressed–irrespective of race or gender–as having equal status, either as death-destined sinners who are NOT hopelessly lost, or as sisters and brothers in the Lord. Missionaries do not claim any superiority over others, but offer to others what they themselves have encountered as healing for their lives.“

The Lutheran „Crossing Community“ published the translation of my article „Ich bin Missionar. Richtet die Verbreitung der christlichen Botschaft Unheil … Mehr

Werner Elerts Lehrverirrungen in seinem Brief an einen unbekannten Pfarrer vom 19. August 1944: „Die Kirche hat keinen sakralen Raum neben der Volksgemeinschaft zu beanspruchen. Erst durch die Beziehung auf Gott ist ein völkisches Ethos möglich geworden, denn nur dadurch wird unsere Verpflichtung zu einer ewigen Verpflichtung. Verdanken wir alles, was wir in irdischer Hinsicht sind und haben, unserem Volk, so verdanken wir es eben damit unsrem Schöpfer. Unsere Bindung an unser Volk wird damit nicht kleiner sondern größer. Versündi­gen wir uns gegen das Volk, so sündigen wir gegen Gott.“

In welche völkischen Verirrungen die Lehrunterscheidung von Gesetz und Evangelium führen kann, so sie nicht an die Heilige Schrift rückgebunden … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Nachfolge (1937) als vollständiger, zitierfähiger Text: „Der Nachfolgende sieht allein auf den, dem er folgt. Von ihm aber, der in der Nachfolge das Bild des menschgewordenen, gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus trägt, von ihm, der zum Ebenbild Gottes geworden ist, darf es nun zuletzt heißen, daß er berufen ist, ‚Gottes Nachahmer‘ zu sein. Der Nachfolger Jesu ist der Nachahmer Gottes. ‚So seid nun Gottes Nachahmer als die lieben Kinder‘ (Eph. 5,1).“

Die wohl radikalste theologische Schrift des 20. Jahrhunderts – neben Karl Barths Der Römerbrief von 1922 – dürfte Dietrich Bonhoeffers … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Kirche und die Juden (1951): „Es bleibt nach Römer 9-11 bestehen, dass wir als Heidenkirche die Zweige sind und das Volk Israel das Volk der Erwählung ist. Es bleibt nach diesem Abschnitt des Römerbriefes gewiss, dass jede Über­hebung der Zweige über die Wurzel diese selbst unter das Gericht Gottes bringt. Es mag schwer sein, im Blick auf das Jesus – noch nicht – als den Christus anerkennende Volk Israel zu glauben, dass die christliche Kirche und dieses Volk zusammengehören und nach Gottes Ratschluß ein Ganzes sind, aber wenn wir nicht lernen, an die Kirche zu glauben, gerade im Blick auf Israel, dann werden wir das Geheimnis der göttlichen Erwählung, in das auch das der – zeitweisen – Verwerfung eingeschlossen ist, nicht verstehen und statt der auf dieser Erwählung ruhenden Universalkirche ethnisierende Volkskirchen schaffen.“

Die Kirche und die Juden Von Hans Joachim Iwand Es läßt sich nun einmal nicht leugnen, daß die Kirche in … Mehr