Max Horkheimer über Psalm 91: „Den Gegensatz zwischen der Güte Gottes und dem Unrecht, der Niedertracht, dem Grauen in der Realität, hat moderne Theolo­gie zu mildern ver­sucht. Göttliche Hilfe, Erlösung sei nicht wörtlich, sondern sym­bolisch aufzufassen. Von der logischen Problematik des Begriffs Symbol in solchen Zusammenhängen ganz abgesehen, scheint es mir entscheidend, daß die Psalmen ein Bedürfnis, eine Hingabe an das Gute bezeugen, die selbst wahrlich nicht symbolisch ist.“

Psalm 91 (1968) Von Max Horkheimer »Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schat­ten des Allmächtigen bleibt,der … Mehr

Max Horkheimer im Gespräch mit Paul Neuenzeit über die Funktion der Theologie in der Gesellschaft (1969): „Ja, ich meine, dass die Theologie in der Behauptung dessen, was Gott tut und wie er ist, nicht zuletzt, wie er die Menschen nach ihrem Tode behandelt, zu weit gegangen und dadurch in einen logisch gar nicht notwendigen Konflikt mit der Wissenschaft geraten ist.“

Die Funktion der Theologie in der Gesellschaft. Max Horkheimer im Gespräch mit Paul Neuenzeit NEUENZEIT: Vom Gespräch zwischen Kirche und … Mehr

Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen. Max Horkheimer im Interview mit Helmut Gumnior (vollständiger Text): „Theologie bedeutet hier das Bewußtsein davon, daß die Welt Erscheinung ist, daß sie nicht die absolute Wahrheit, das Letzte ist. Theologie ist — ich drücke mich bewußt vorsichtig aus — die Hoffnung, daß es bei diesem Unrecht, durch das die Welt gekennzeichnet ist, nicht bleibe, daß das Unrecht nicht das letzte Wort sein möge.“

Helmut Gumnior hatte 1970 nicht nur für den SPIEGEL ein Interview mit Max Horkheimer geführt. Ein zweites Gespräch ist unter … Mehr