Friedrich Mildenberger über Karl Steinbauer 1936 in Penzberg: „Weiter verweigerte Steinbauer die zum 1. Mai als nationalem Feiertag des Deutschen Volkes angeordnete Beflaggung der Kir­chengebäude. Schon am Morgen des 1. Mai 1936 wurde er des­wegen von einem Polizeibeamten zur Rede gestellt, der von der Gestapo in München beauftragt worden war, nachzuprüfen, ob Steinbauer der Anordnung zur Beflaggung nachge­kommen war. Obwohl dieser mit seiner sofortigen Verhaftung rechnete, er­folgte zunächst nichts. Steinbauer vermutet, dass er damals durch Drohungen gefügig gemacht werden sollte. In einem am 2. Mai von ihm aufgesetzten polizeilichen Vernehmungsproto­koll begründete er sein Verhalten ausführlich mit seiner seelsorgerlichen Verantwortung unter Berufung auf sei­ne Ordina­tion.“

Damit die Kette des Gehorsams nicht abreißt! Fragen der kirchlichen Rechtsordnung, an einem konkreten Fall erläutert Von Friedrich Mildenberger Am … Mehr

Martin Honecker über Hermann Diem: „Mit der Konzentration auf die Predigt als dem Grundgeschehen von Kirche war seine theologische Arbeit fast aus­schließlich an der Kirche und ihrer Praxis orientiert. Der württembergischen Kirche war er – trotz oder vielleicht sogar wegen mancherlei Auseinander­setzungen und Konflikten – sehr stark verbun­den.“

Hermann Diem (02.02.1900-27.02.1975) Von Martin Honecker Hermann Diem hat nicht nur einen bemerkens­werten Lebenslauf, sondern er führte auch eine sehr … Mehr

Von der „freien Liebesarbeit“ und dem homo oeconomicus in der Diakonie: „Die göttliche Heilsökonomie entspricht nicht der menschlichen Eigen-Ökonomie, aber sie bean­sprucht diese für sich selbst, so wie ein Haus­herr eigeninteressierte Arbeiter für seinen Wein­berg verdingt. Er setzt dabei auf deren menschliche Lohnmoral, ohne ihr selbst zu entsprechen.“

Als Daniel Dietzfelbinger und mir 2003 der Johann-Hinrich-Wichern-Preis für Kybernese verliehen wurde, konnte ich wegen meiner Lehrtätigkeit am LTS in … Mehr

Martin Widmann über die Kirchlich-theologische Sozietät in Württemberg: „Die Sozietät lebte, lernte und lehrte je und je in den Grundentscheidungen von Barmen und Dahlem. Sie hielt treu zu den von der Bekenntnissynode in Bad Oeynhausen 1936 eingesetzten kirchenleitenden Organen, der 2. Vorläufigen Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche, sie hielt zur (staatsrechtlich) illegalen Bekennenden Kirche.“

Die Kirchlich-theologische Sozietät in Württemberg war ein theologischer Arbeitskreis, der 1930 aus dem Freundeskreis um die Pfarrer Hermann Diem, Heinrich … Mehr

Paul Schempp 1931 über die Kirchensteuer in einem Brief an Theophil Wurm: „Ich stellte mit Berufung auf das Neue Testament den Antrag, zu beschließen, dass alle Zwangsmittel zur Eintreibung der Steuern aufgegeben werden sollen, da die Kirche nur die Waffen des Wortes kennt und nicht das Schwert der Obrigkeit für ihre eigene Sache verwenden darf, wenn sie Christus gehorsam bleiben will.“

Ähnlich wie Karl Steinbauer gegenüber Hans Meiser hatte auch Paul Schempp wiederholt den württembergischen Landesbischof Theophil Wurm heftig angegriffen. Der … Mehr