Wie sich Martin Niemöller 1947 erfolgreich gegen den Titel „Bischof“ gewandt hat: „Da haben wir es doch gemerkt, dass es um den Herrn Christus mit seiner lebendigen Gegenwart geht und dass er sich nicht an den Bischof bindet. Auch da, wo die Bischöfe abfallen, auch da, wo die Pastoren abfallen oder verhaftet werden, sorgt er dafür, dass das Wort und das Sakrament verwaltet werden und nicht unter den Tisch fallen. Das Amt ist da, der Herr Christus sorgt schon dafür, dass das Amt da ist.“

Einspruch gegen den Bischofstitel (1947) Von Martin Niemöller Sie, Christiane Tietz, heißt immer noch „Kirchenpräsidentin“, die in der Kirchenleitung der … Mehr

Martin Niemöller im Gericht mit seiner Kirche: „Wenn der Prophet Jona der Ansicht war, die Stadt Ninive müsse auf alle Fälle zugrundegehen, ob sie Buße tue oder nicht (Jona 3,4), so meinte ich oft, im Blick auf die alt-preußische Landeskirche mit guten – theologischen und moralischen – Gründen der gleichen Ansicht sein zu müssen.“ (Gedanken über den Weg der christlichen Kirche)

Als Martin Niemöller 1938 im Konzentrationslager Sachenshausen in Isolationshaft genommen wurde und er vom Evangelischen Oberkirchenrat (EOK) die Entfernung von … Mehr

Martin Luthers Anfrage an die Kirchensteuer als Zwangsabgabe: „Unser Herrgott hat sich und seiner Kirche das beste Regiment vorbehalten. Er kommt nicht mit dem Zwang des Gesetzes, sondern mit selbstgewählter Freiheit. Denn Christus sagt: Ich taufe dich, ich unterweise dich, ich spreche dich frei, ich predige dir, ich tröste dich. Wenn du es glaubst, dann hast du diesen Schatz; wenn du es nicht glaubst, dann ist der Schade dein. Mir geht nichts daran ab. Aber weltliches Regiment kommt mit Zwang: tu das und unterlass jenes. Wirst du mir nicht folgen – sagt die Obrigkeit – so strafe ich dich und geschieht mir Schaden.“

Gott hat das beste Regiment sich selbst vorbehalten Unser Herrgott hat sich und seiner Kirche das beste Regiment vorbehalten. Er … Mehr

Friedrich Wilhelm Kantzenbach über Wilhelm Löhe: „Die nach 1848 gegebenen besseren Möglichkeiten für eine vereinsmäßige Auflockerung der starren kirchlichen Strukturen hat Löhe voll auszuschöpfen versucht. Es ging ihm um das Gemeindeleben, das in den Landeskirchen durch die vom Pietismus schon praktizierten übergemeindlichen Vereinigungen aktiviert und vertieft werden sollte. Die neuerworbene Versammlungsfreiheit diente diesem Ziel. An sich war Löhe kein Freund besonderer Vereinigungen in der Kirche. Aber er erkannte, daß die Landeskirche nicht durch eine neue Verfassung sofort neu werden würde; nur von den Gemeinden aus war sein Ziel der Fortbildung des Luthertums zu einer apostolisch-episkopalen Brüderkirche möglich.“

Wilhelm Löhe (1808-1872) Von Friedrich Wilhelm Kantzenbach Der fränkische Theologe Wilhelm Löhe (1808-1872) zeichnet sich durch die Einheit von theologischer … Mehr

„Wer aus der Kirche austritt, der ist in Zukunft vom Abendmahl ausgeschlossen“ – Warum dieser Satz um Jesu willen nicht einfach so in der evangelischen Kirche gelten kann: „Getaufte Christen haben in der evangelischen Kirche grundsätzlich einen Anspruch auf das Abendmahl, da das Abendmahl keine mitgliederbezogene Handlung innerhalb einer korporierte Religionsgemeinschaft ist, sondern gemäß dem Befehl Jesu Christi für dessen Kirche zu vollziehen ist.“

„Wer aus der Kirche austritt, der ist in Zukunft vom Abendmahl ausgeschlossen“ – Warum dieser Satz um Jesu willen nicht … Mehr

Johann Eberlin von Günzburg über die Pfarrer im Utopiestaat Wolfaria: „Der Bischof soll jedoch fünfzehn Gulden weniger bekommen als die anderen Pfaffen. Unter großer Strafe soll niemand einem Pfaffen etwas besonders für seine Arbeit geben, weder Opfer, Bußgeld noch Seelen-Messen.“

Der Reformator und vormalige Franziskanermönch Johann Eberlin von Günzburg (1460-1533) hat im zehnten seiner „15 Bundsgenossen“, einer Sammlung reformatorischer Flugschriften, … Mehr

Landesbischof Martin Haug gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer (1950/54): „Man macht unserer Kirche ja den Vorwurf, dass wir eben das Kirchenvolk in die Kirche hineintaufen und es dauernd zum Objekt machen. Machen Sie bitte auch in finanziellen Dingen unsere Kirchenglieder je länger je mehr, was an uns liegt, zum Subjekt auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht wenige — ich bekomme ja viele Drohungen — wenn wir ernst machen die Kirche verlassen. Ich würde das sehr schwer nehmen und nehme es in jedem einzelnen Fall schwer. Aber ich würde das leichter nehmen, als dass wir sie auf diesem Weg allein festhalten. […] Wie kommen wir weiter auf dem Wege, auf den uns Gott gestellt hat, von der Staatskirche zur lebendigen Gemeinde?“

Das hat es im Nachkriegsdeutschland tatsächlich gegeben, ein Landesbischof, der sich deutlich gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer gestellt hat … Mehr