Damit die Kette des Gehorsams nicht abreißt! Fragen der kirchlichen Rechtsordnung, an einem konkreten Fall erläutert Von Friedrich Mildenberger Am … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Karl Steinbauer, Predigt über Apostelgeschichte 8,26-40 (Der Kämmerer aus dem Mohrenland) von 1935: „Die wirkliche Gottesfrage ist keine Frage des Blutes und Bodens, die Gottesfrage wird nicht auf dem engen und engstirnigen Raum eines Volkes und Volkstums gelöst, nicht auf dem kleinen Stückchen Erde seines Mohrenlandes.“
Da mag die Wortwahl an manchen Stellen seiner Predigt aus heutiger Sicht fragwürdig sein. Und doch ist Steinbauers Predigt von … Mehr
Paul Schempp wider das Konfirmationsgelöbnis 1937: „Es gehört zum eindeutigen Bestandteil christlicher Unterweisung in allen reformatorischen Kirchen, dass der Glaube Geschenk und Werk des Heiligen Geistes ist und dass das kleinste Zugeständnis an eine aktive Beteiligung des Menschen hinsichtlich des Ereignisses der Offenbarung Gottes in Christus eine Preisgabe des sola gratia, eine Entehrung Christi, einen Abbruch an der Totalität der Gnade als Befreitwerden von der anders unbezwinglichen Macht der Sünde, des Todes und der Hölle, also schlechthin Werkgerechtigkeit bedeutet.
Das ist eine theologische Frage, die es zu bedenken gilt: Darf bei der Konfirmation von den Konfirmanden ein Versprechen bzw. … Mehr
Karl Steinbauers Brief an Bischof Meiser vom Dezember 1938: „Ich bitte Sie, Bruder Meiser, weichen Sie nicht aus! Ich kann nicht so geschickt reden wie manch einer, der Sie berät und Ihnen schreibt; aber das weiß ich, es geht hier um die Grundtatsachen unseres Christus-Glaubens und Sie täten gut, sich von einem Bruder auf das Heil in dem einzig gültigen Opfer anreden zu lassen und nicht durch die Darbringung Ihrer ‚Opfer‘ zu erweisen, dass Sie nicht glauben an seine endgültige, d. h. bis zum Ende der Tage gültige Gültigkeit und Vollkommenheit. Und den Gewinn dieses Opfers kann man durch Unglauben verleugnen und verlieren, endgültig verlieren! Und, Bruder Meiser, über den Sühne- und Opfertod Jesu Christi, des ewigen Hohenpriesters zur Rechten Gottes, werden wir nicht im Examenssaal in Ansbach geprüft, sondern etwa in der Kanzlei des Mannes, der den Titel Kirchenminister trägt. Der Herr Kerrl hat Sie über das Thema: ‚Die Gültigkeit des Opfertodes Jesu Christi für die Kirche im Jahre 1938‘ geprüft und Sie selber wissen, wie Sie den ewigen Hohenpriester verleugnet haben.“
Brief an den bayerischen Landesbischof Hans Meiser (Dezember 1938) Als im September 1938 durch den Druck Hitlers auf die Tschechoslowakei … Mehr
Erklärung der Kirchlich-Theologischen Sozietät zum Gebetsgottesdienst der Vorläufigen Leitung der DEK: „Die Gemeinde handelt darum nach Gottes Wort, wenn sie nach dieser GO in drohender Kriegsnot bittet, Gott wolle den Krieg von uns abwenden und den Regierenden in allen Völkern das Herz lenken, daß sie ihre Völker zum Frieden regieren.“
Als in der SS-Zeitung „Das Schwarze Korps“ vom 27. Oktober 1938 der Gebetsgottesdienst anlässlich drohender Kriegsgefahr am 30. September 1938 … Mehr
Gustav Heinemanns Antrittsrede als Vorsitzender des CVJM Essen 1937: „Zur Grundlage der evangelischen Kirche gehört die Gemeinde, d. h.: der Kreis der Hörer und Täter des Wortes, d. h.: eben auch der sogenannten Laien. Wer könnte dazu bessere Mitarbeit leisten als ein CVJM, der junge Männer in die Bibel einführt und mit ihnen christliche Gemeinschaft lebt?“
Antrittsrede im CVJM Essen Von Gustav W. Heinemann Liebe Freunde! Mit Dank für das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird, mit … Mehr
Paul Schneider, Predigt über Lukas 18,31-43 an Estomihi 1937: „Wie sollten wir anders durch das Tor der Passion treten, wie sollten wir anders mit Jesu ziehen wollen, als dass auch wir Gott die Ehre geben? Der Herr, der uns vorangeht im Kreuz, der wird uns stärken und erhalten vor dem Bösen. Er wird uns unser Leben, wenn wir es hier an ihn verlieren, erhalten zum ewigen Leben. Er wird uns seine Herrlichkeit sehen lassen, hier und dort. Denn durch Leiden geht es zur Herrlichkeit. Das wollen wir glauben nach seinem Wort, darum wollen wir ihn bitten nach seiner Verheißung, dafür wollen wir ihm danken mit Freude. Amen!“
Predigt über Lukas 18,31-43 an Sonntag Estomihi, 7. Februar 1937 Von Paul Schneider Er nahm aber zu sich die Zwölf … Mehr
Jacob Fusseneggers „Mohrentaufpredigt“ und die Beurteilung von Afrikanern im Lindau des Jahres 1657: „Die Haltung der lutherischen Theologie und Kirche gegenüber den Afrikanern dokumentiert sich zunächst in Fusseneggers Afrikabild und sodann in seinem Verständnis des Christentums als für alle Völker der Erde geoffenbarte Religion. Fussenegger verglich Reals afrikanische Heimat mit dem biblischen ‚Goldland Ophir‘, das über unermeßliche Reichtümer verfüge. Allerdings unterstellt er den Afrikanern auch groben Götzendienst, ohne jedoch näher auf ihr vermeintliches ‚Jammerleben‘ einzugehen, da er keinerlei Interesse an einer systematischen Herabsetzung ihrer Kulturen zeigt. Die Tatsache, dass er sie für ‚elende verlorne Leut‘ hält, bringt er auch nicht mit ihrem Afrikanertum in Zusammenhang, sondern mit der Tatsache, daß sie keine ‚getaufften Christen‘ seien. Dafür, so können wir ergänzen, sind sie nicht verantwortlich, weil die Verkündigung der ‚Frohen Botschaft‘ bisher noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen war.“
Wie Schwarzafrikaner in der Barockzeit in Deutschland wahrgenommen wurden, darüber gibt Monika Firlas Artikel Auskunft: Jacob Fusseneggers Mohrentaufpredigt und die … Mehr
Max Josef Metzgers gottergebenes Gebet aus der Todeszell Brandenburg-Görden vom Februar 1944: „Ja, ich glaube, was immer Deine weise und gütige Vorsehung über mich verfügt, es wird mir zum Heile sein. So sage ich im voraus dazu das vorbehaltlose Ja meines Gehorsams.“
Gebet aus der Todeszelle Brandenburg-Görden Von Max Josef Metzger 1. Februar 1944 Nur noch ein Gebet: Heiliger, allmächtiger Gott!Mein Vater! … Mehr